Watchblog “StudiWatch” schon wieder weg vom Fenster?
Nachdem vor einigen Wochen, mit mehr oder weniger großem TamTam, ein StudiVZ Watchblog eröffnet wurde, scheint dieser bereits wieder trockengelegt zu sein. Letzter Eintrag war am 11.2.2007. Auch auf Kommentare wurde nicht mehr geantwortet, man lässt seine Leser in der Luft hängen. Die Art und Weise wie dort geschrieben wurde, war sicherlich nicht die Beste, um auf Missstände aufmerksam zu machen, doch generell begrüsse ich einen StudiVZ Watchblog, da sich für manche Gruppen und Mitglieder durchaus auch der Verfassungsschutz interessieren können, sie aber im StudiVZ nahezu unbeheligt operieren können.
Weiß jemand, was dort beim StudiWatch Blog passiert ist?


Februar 26th, 2007 at 18:20
Vielleicht eine Unterlassungserklärung? Androhung von Gewalt? Der Macher von studivzboykott.net hat auch das Handtuch geworfen, nachdem man ihm nach dem Leben trachtete. Sicherlich, der Betreiber kam aus Israel, aber einige der Leute dort waren ja über das StudiVZ identifizierbar… vielleicht ist denen in irgendeiner Form etwas nahegelegt worden?!
Februar 26th, 2007 at 18:44
Dass es Drohungen und Beleidigungen gab, da geh ich mal sehr stark von aus, die gabs ja gegen die entsprechenden Leute bereits vor dem Watch Blog….deshalb glaub ich an eine Aufgabe aufgrund von Drohungen eher nicht.
Eine rechtliche Auseinandersetzung könnte ich mir eher vorstellen, dagegen spricht aber, dass der Blog überhaupt noch online ist. Bei z.B. Problemen mit Persönlichkeitsrechten der betroffenen Personen, werden deren Anwälte wohl ne schnell ne Unterlassungserklärung anstreben, das würde bedeuten, Sie müssten den Blog sofort dicht machen bzw. die entsprechenden Einträge löschen. So weit ich das sehe, sind aber noch alle Beiträge da.
Vielleicht haben sich die Betreiber ein schnellers und grösseres Echo erwartet. Da dieses in der Blogosphäre sehr spärlich ausgefallen ist, teilweise sogar heftiger Kritik ausgesetzt war, z.b. wegen der Art und Weise, wie man auf Misstände aufmerksam gemacht hat, ist die Lust am investigativen Bloggen vielleicht wieder etwas zurückgegangen?
Vielleicht hat StudiVZ so hart durchgegriffen, dass es solch ein Blog gar nicht mehr benötigt? Könnt ja auch sein ;-) .
Aber wie gesagt alles Vermutungen. Egal was es ist, ein kleiner Hinweis auf das Ende des Blogs wäre schon angebracht. Bei studivzboykott hat der Betreiber ja auf die Gründe hingewiesen.
März 21st, 2007 at 12:17
[Edit: Name entfernt] macht grad allen Menschen Ärger die über seine Aussage aus StudiVZ:
und den damit verbundenen Brief mit der Aussage:
berichten. Er droht mit Anwälten wegen des Rechts auf das eigene Bild und das Verbot Privatkorrespondenz zu veröffentlichen und fordert nicht nur die Entfernung seiner Bildchen aus Weblogs, nein er will das niemand mehr über ihn schreiben darf…
März 21st, 2007 at 21:35
@revanche
Ich habe den Namen entfernt, weil ich ich denke, dass die Art und Weise wie StudiWatch solche Dinge aufdeckt nicht immer die Beste ist. Ich werde das nicht in dieser Art unterstützen. Ich möchte nicht, dass mein Blog dafür instrumentalisiert wird, hier Namen zu nennen mit denen sie nun Probleme haben und StudiWatch nun off ist.
Was der Herr da gemacht hat, ist aufs schärfste zu verurteilen und da bin ich ganz mit euch.
Es ist aber die Art und Weise wie man zurückschlägt. Vielleicht hätte es mehr Echo in der Blogosphäre gegeben, wenn sich StudiWatch an gewisse Dinge halten würde. Die Misstände in StudiVZ sind keine Frage … aber so will sich keiner die Finger verbrennen … anderst hätte StudiWatch vermutlich ein viel grösseres Echo bekommen ….
Das große Problem in unserer westlichen Welt ist, dass wir unseren Instrumenten zur Wahrung unserer Werte und Freiheiten selber nicht mehr trauen. Dann passiert nämlich sowas wie z.b. Guantanmo. Wenn die Art wie zurückgeschlagen wird, mit den eigenen Gesetzten unserer westlichen Welt kollidiert, dann sind wir nicht mehr besser als die Gegenseite, vor allem ist es eben der Brandbeschleuniger auf der anderen Seite, die den Hass z.b. auf bestimmte Länder oder Völker noch mehr verstärkt. Rache mit den gleichen oder ähnlichen Mitteln hat in der Geschichte noch selten geholfen. Das ist zwar jetzt etwas weit abgeschweift, fängt aber eben im kleinen an.