wie all zu oft in unserer Wirtschaft wird mal wieder alles für die Shareholder getan und die Belegschaft entlassen und in der Öffentlichkeit wills wieder keiner gewesen sein. Siemens verschenkte vor ca. 1 Jahr seine komplette Handysparte an BenQ und legte nochmals einige Millionen als kleines Geschenk oben drauf. Ein Jahr später kündigt BenQ die Insolvenz der kompletten deutschen Handysparte von Benq an und damit der Entlassung von tausenden Mitarbeitern, dennen vor einem Jahr noch ganz anderes versprochen wurde. Da fragt man sich natürlich schon warum, man einen Konzernteil mal kurz verschenkt und obendrauf noch ein dickes Geldpacket packt. Der Vedacht liegt
da natürlich nahe, daß sich jemand die Finger im Inland nicht schmutzig machen wollte und seinen noch guten Ruf nicht schädigen wollte. Das dieses Thema nun wohl höhere Wellen schlägt, damit hat wahrscheinlich bei beiden beteiligten UN niemand gerechnet. Fast zynisch klingt es wenn man in dieser Zeit noch liest, daß sich der Siemens Vorstand sein Gehalt mal kurz selbst um 30% erhöhen will. Aber “Erfolg” will ja auch belohnt werden. Diese Erhöhung wurde noch nun doch zu gunsten eines Auffangfonds für die BenQ Mitarbeiter abgesetzt. Wie großzügig. Noch vor einem Jahr tönte ein BenQ Manager ” Wir werden noch in 5 Jahren in Deutschland Handys produzieren”. Wie schnell 5 Jahre doch vorbei sein können. Hier zeigt sich mal wieder, wie vertrauenswürdig Aussagen von Firmenmanagern sein können. Ganz nach dem Motto :”Was interessiert mich mein Gerede von gestern”. Hier scheinen wohl Moral und Gerechtigkeit nicht mehr zu zählen, wenn es um Gewinnmaximierung und Shareholder-Value geht. Unverschämt finde ich schon fast den Aufruf vom deutschen BenQ Chef an Verbraucher und Politiker, doch jetzt erst recht nochmals BenQ Handys zu kaufen um den Mitarbeitern noch zu helfen. Als ob sich ein asiatischer Großkonzern davon beeindrucken lassen würde, wenn in Deutschland einige Handys mehr verkauft werden. Beeindruckend sind auch die Anstiege der Börsenkurse in den letzten Wochen. Hier bleibt nur zu hoffen, daß die Verbraucher, die Öffentlichkeit und die Politik solchen Geschäftsgebahren ganz klar eine Absage erteilt und solche Unternehmen in ihre Schranken verweist, auch wenn sich global selten wirksame Maßnahmen durchsetzten lassen.














