ich glaube ich führe eine neue Rubrik ein. Politiker die sich als besonders wählerfreundlich zeigen und damit natürlich unwählbar sind.
Heute: Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD)
Der verehrte Politiker ist so wählerfreundlich, dass er ernsthaft, gerne und ausführlich zu den Fragen seiner Wähler im Internet Stellung nimmt. Da stehen dann u.a. Sätze wie:
Sehr geehrter Herr
,
was soll denn ein “Computer” sein, was soll “Internet” sein?
Ich habe diese Begriffe noch nie gehört oder gelesen. Ich stamme nämlich aus dem vergangenen Jahrtausend.
DNS, TLD, GAGA, GOGO, TRALAFITTI oder was?Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdBSehr geehrter Herr
,
mir gefällt der Ton Ihrer Frage nicht. Es fehlt Ihnen an Respekt. Suchen sie sich einen anderen Gesprächspartner.Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdBSehr geehrter Herr
,
der Kölner Stadtanzeiger hat mich korrekt zitiert. Ich habe dem nichts hinzuzufügen.
Meine Erklärungen gegenüber der Presse erläutere ich nicht, weil ich mich klar, deutlich und allgemeinverständlich ausdrücke.Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdBSehr geehrter Herr Ruf,
ich bestimme selber, ob und wie ich bei abgeordnetenwatch antworte.
Nicht Sie.
Ich habe keine Veranlassung, auf Boxen, Fechten, Biathlon u. a. einzugehen.
Wenden Sie sich in Zukunft an einen Wahlkreisabgeordneten Ihres Vertrauens.
Ich möchte arbeitsfähig bleiben.Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB
Solche trotzigen, frechen und vor allem ignoranten Stellungsnahmen eines vom Volk gewählten Vertreters ist schon ein starkes Stück. Nachlesen kann man das ganze übrigens auf Abgeordnetenwatch.
Erschreckend finde ich wirklich die Aroganz mit der hier teilweise sinnvolle Fragen abgewatscht werden. Ich finde ein Politiker sollte sich immer daran erinnern wer in dazu legitimiert ein Politiker zu sein. Das sind in unserem Rechtstaat nun mal die Bürger, vor allem auch die Bürger die Interesse an Politik haben und sich die Mühe machen Instrumente wie Abgeordnetenwatch zu nutzen um mit den Politikern in Kontakt und Diskurs zu treten. In neuen Medien mit Politikern wieder direkt diskutieren und Meinungen austauschen zu können, könnte viele Bürger wieder für Politik interessieren. Sicher, ein verärgerter Bürger schreibt auch mal etwas weniger gut formuliert aus seinem Ärger heraus. Aber gerade deshalb sollte ein Politiker auch auf diese Beiträge freundlich und argumentiert eingehen.
Beklagt doch die Politik eine zunehmende Politikverdrossenheit und Wahlfaulheit. Das ist bei solchen Politikern wie Herr Dr. Wiefelspütz kaum verwunderlich.
Also, sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz, denken Sie mal wieder daran wer Sie legitimiert hat uns zu regieren und behandeln Sie Ihre Wähler so, wie sie auch behandelt werden möchten, auch wenn diese nicht immer angenehme und bestehens ausformulierte Beiträge stellen. Es ist ihre verdammte Pflicht als Politiker und ihrer damit verbundenen Vorbildfunktion!
Update: Das muss ich noch bringen.
Wie wäre es, wenn Sie meine Stellungnahmen nicht verfälschen, sondern so aufnehmen, wie ich sie äußere. Ich äußere mich nämlich in deutscher Sprache, klar, deutlich und allgemeinverständlich.
Boaaahhh, das muss man als Politiker erstmal bringen! So mit seinen Wähler umzugehen. Wahnsinn!
Und es geht noch weiter:
Sie können es offenbar nicht ertragen, daß ich eine Auffassung habe, die Sie nicht teilen. Ich kann Ihnen nicht helfen. Sie müssen meine Überzeugungen ertragen. So ist das in unserem wunderbaren Deutschland.
Was ist den da los!
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Es ist ja löblich, das einige Politiker das Medium “abgeordnetenwatch.de” rege nutzen.
Aber bei manchen wäre es jedoch besser, sie würden die Finger davon lassen. Auch im Interesse der eigenen politischen Zukunft.
Unfassbar!