UGC, AAL, Web 2.0 und wie Unternehmen sich selbst bescheißen!
Unternehmen und Web 2.0 ist so eine Sache. Web 2.0, das ist für Unternehmen vor allem User Generated Content (UCG) und AAL Prinzip (andere arbeiten lassen). Mit Web 2.0 wird das wahr, was sich viele während der New Economy gewünscht haben, kaum arbeiten, wenig Kosten, aber viel Kohle mit den Usern verdienen … denkt man. Die Nutzer erstellen die Inhalte und den Mehrwert. Es keimt die Hoffung auf Millionen mit Werbung oder den eigenen Produkten übers Internet, weil diese UG Inhalte für andere Nutzer vertrauenswürdiger erscheinen und mehr Besucher anlocken als selbst produzierte Inhalte. Doch für viele wird das nicht der goldene Weg sein, sondern den Totalverlust der Internetreputation zur Folge haben, weil sie einfach nicht verstehen was der gemeine Internetnutzer sucht. Authentische, transparente und vertrauenswürdige Informationen. Dies kommt eben nun mal vom Nutzer für den Nutzer.
Unternehmen untergraben indes ihre eigenen Geschäftsmodelle mit UAC und AAL, ob geschönte Kommentare in Blogs, Foren, das Fälschen und Verschönern von Wikipedia-Artikeln mit eigener PR, bis hin zur Manipulation von Produktbewertungsmöglichkeiten von Amazon bis Kelkoo oder Suchmaschinenmanipulation, man lässt nichts aus, dem Nutzer PR getarnt als UCG aufzudrücken. Mittlerweile gibt es erfolgreiche Startups die den ganzen Tag nichts anderes machen als im Auftrag Bewertungen im Internet zu schönen.
Anstatt, dass diese Unternehmen endlich die Chance ergreifen, Kundenbindung durch Qualität, Authenzität, Transparenz und Ehrlichkeit zu stärken, verschwenden sie ihre Energie und ihr Geld darauf, den Kunden irgendetwas vorzugauckeln, was von vorne bis hinten Augenwischerei ist und ihn mit geschönten Tatsachen zu hintergehen. Dabei halten Sie ihre Kunden offensichtlich für blöd und meinen er würde es nicht merken. Doch auch schon 1999 als AOL meinte sie wären das Internet, hat man gesehen das die Nutzer anderes wollen als Augenwischerei und sehr schnell merken wenn man sie für blöd hält! Die kommerzielen Konzepte des UGC und AAL Prinzip werden daran zu Grunde gehen, dass Unternehmen ihre eigene Glaubwürdigkeit untergraben.
Ich frage mich warum? Warum nutzen Unternehmen nicht Ihre Chancen? Web 2.0 bietet im Grunde tolle Möglichkeiten der Kundenbindung. Es bleibt mit nur eine Erklärung:
Die Unternehmen sind noch nicht soweit mit diesem Medium richtig umzugehen. Um im Web auch als Unternehmen dauerhaft erfolgreich zu sein, bleibt nur der Weg der Transparenz, Offenheit und Authenzität. Doch dazu gehört eine entsprechende Unternehmenskultur, die in vielen Unternehmen zwar im Leitbild steht, aber kaum gelebt wird. Kein Wunder, hat man in den letzen Jahrzenten gelernt, das Marketing vorallem durch das eigene Unternehmen kontrolliert wird und die Kunden einem alles abnehmen, wenn man ihn nur lang und oft genug damit zuschüttet. Dies ist heute vorbei, im Internet geht die Kontrolle zurück an die Nutzer! Der Nutzer bestimmt selber was er möchte und was nicht, mit einem Klick ist er dort wo er besser behandelt wird. Das müsst ihr noch lernen. Auch hier draußen hat man sich zu benehmen, doch wie, dass habt ihr noch nicht verstanden (Beispiel dot.communications und Betty TV bei Wikipedia). Ihr glaubt immernoch ihr habt alles unter Kontrolle? Dann wird es noch verdammt weh tun bis ihr es lernt ….

