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	<title>+ Blog&#039;n&#039;Roll + &#187; pleite</title>
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		<title>Rote Zahlen aus Athen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 14:13:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Griechenland bekommt Finanzhilfe von den restlichen EU Staaten. Bedeutet, wir b&#252;rgen f&#252;r Geld, dass wir selbst nicht haben und im...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Griechenland bekommt Finanzhilfe von den restlichen EU Staaten. Bedeutet, wir b&#252;rgen f&#252;r Geld, dass wir selbst nicht haben und im Haftungsfalls ebenfalls pumpen m&#252;ssen. Beinahe w&#246;chentlich stieg der Finanzbedarf der Griechen. Aus 8 Mrd., f&#252;r die Deutschland b&#252;rgen sollte, wurde innerhalb von ein paar Tagen mal kurz &#252;ber 20 Mrd &#252;ber 3 Jahre. Und immer noch ist nicht sicher ob das reichen wird. F&#252;r was bezahlen wir da eigentlich?</p>
<p>Wir bezahlen nicht daf&#252;r, dass Griechenland aus den roten Zahlen kommt, sondern lediglich daf&#252;r, dass Griechenland weniger Schulden machen muss. Hei&#223;t das Ziel des damit verbundenen Sparprogramms ist, Griechenland in 4 Jahren soweit zu bringen, dass die Neuverschuldung! pro Jahr von irgendwas jenseits der 13% (keiner wei&#223; das offenbar so genau) auf die EU konformen 3% zu bringen. Schulden werden deshalb aber immer noch gemacht und auch nach den 4 Jahren ist die Frage wieviel die Gl&#228;ubiger f&#252;r Kredite verlangen werden. Es wird also keineswegs ein einziger Cent an griechischen Schulden abgebaut, sondern lediglich Schulden abgel&#246;st.</p>
<p>Die Frage bleibt also, kann Griechenland jemals seine Schulden zur&#252;ck zahlen? Und da muss man einfach sagen, nein! Griechenland ist faktisch Pleite. Es lebt nur noch am Tropf der EU. Wie es da wieder raus kommt, ist auch keinem klar. Denn, nicht nur eisernes Sparen ist n&#246;tig, sondern auch ein gutes Wirtschaftswachstum um Einnahmen auf der Steuerseite zu generieren und da sieht es ganz d&#252;ster aus. Experten gehen von drastischen Schrumpfungen der griechischen Wirtschaft in diesem Jahr aus.</p>
<p>Ein weiterer Punkt zu unseren Krediten bzw. B&#252;rgschaften ist die Tatsache, dass der Notkredit der EU nachrangig ist. Was bedeutet das? Alle Gl&#228;ubiger inkl. dem IWF werden in einem Pleitefall vorrangig bedient, falls noch irgendwo Geld aufzutreiben ist. Es bleibt also zweifelhaft, ob wir den Kredit jemals wieder sehen. Die andere Seite ist die Frage, ob man die Griechen in 3 Jahren &#252;berhaupt zum Mustersch&#252;ler umbiegen kann. Ob die B&#252;rger die Einsparungen &#252;berhaupt mitmachen werden, ob die Einsparungen &#252;berhaupt dauerhaft politisch durchsetzbar sind? Was passiert wenn die Wahlen kommen? Wird es nicht so sein, dass die Erhaltung der politischen Macht daran h&#228;ngt, was die Parteien dem Volk zumuten und versprechen. Ist es nicht eher so, dass jetzt alles versprochen wird, hauptsache man kommt ans Geld, diese Versprechen am Ende aber schnell wieder &#252;ber Bord gehen, wenn Wahlen anstehen? W&#228;re ja nicht selten der Fall und auch kein reines griechisches Problem, sondern ein Problem von Demokratien.</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus hat die EZB jetzt beschlossen, auch griechische Junkstaatsanleihen (im Prinzip unverk&#228;uflich und kaum noch etwas Wert) als Sicherheit f&#252;r die Kreditaufnahme bzw. Geldaufnahme von Banken anzunehmen. Was bisher physisch nie m&#246;glich war, schafft die Finanzwirtschaft, sie macht aus Schrott Gold. Tausche wertlose griechische Staatsanleihen gegen werthaltigen Euro! So geht das, magisch! Ob das gut geht?</p>
<p>Eine Verfassungsklage gegen die Hilfen wird wohl schon diskutiert und d&#252;rfte sogar Chancen haben. Die EU L&#228;ndern d&#252;rfen sich gegenseitig keine Finanzhilfen geben und nicht f&#252;r die Schulden anderer gerade stehen.</p>
<p>Nat&#252;rlich geht es im Ganzen nicht um Griechenland. Es geht um den Euro. Ich glaube aber wie man es macht, es wird krachen. Die Frage ist nur, wieviel haben wir bis dort schon aus dem Fenster geworfen und warum haben wir damit nicht unseren eigenen Hintern gerettet.</p>
<p>Quelle Teaserbild: <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Parthenon.JPG&amp;filetimestamp=20070418190111">Wikipedia</a>, Urheber<a title="User:Onkel Tuca (Seite nicht vorhanden)" href="http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:Onkel_Tuca&amp;action=edit&amp;redlink=1"> Onkel Tuca</a> unter CC 3.0 Namensnennung</p>
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		<title>Wetten ohne Risiko</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 12:33:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dd</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; so was gibts nur in der &#8220;freien Markwirtschaft&#8221;, die unsere Banken und Wirtschaftsm&#228;chtigen so hochhalten! Ja, die geliebte freie Marktwirtschaft, solange alles sch&#246;n bergauf geht, toll! Nur, was wenns mal nicht mehr so gut l&#228;uft. Wie z.B. Aktuell bzw. in den letzten zwei Jahren. Die Gewinne brechen weg, platzende Immobilien und Konsumflaute fressen den letzten Rest des schon lange ausged&#252;nnten und mit riesigen Hebeln weit &#252;berspannten Eigenkapital der Banken und Unternehmen auf. Dank den Millionen Euro mit denen die Lobbyisten die Politiker &#252;berzeugt haben, Richtlinien und Gesetze zu Kontrollen, Bilanzierungen und Finanzierungen immer st&#228;rker aufzuweichen.</p>
<p>Es hat nicht funktioniert! Das ist aus meiner Sicht unbestritten. Zu Viele wollten das gro&#223;e Rad drehen, zu wenig, die die riesigen Renditeerwartungen erwirtschaften. In den westlichen L&#228;ndern wachsen die Arbeitslosenzahlen und in den Entwicklung- und Schwellenl&#228;ndern arbeitet der Gro&#223;teil der Bev&#246;lkerung schon an der maximalen Ausbeutungsgrenze, bevor ich ich pers&#246;nlich ernsthaft von Konzentrationslagern der westlichen Industrienationen sprechen m&#246;chte, in gesetzlosen Freihandelszonen. Anstatt &#8220;Arbeit macht frei&#8221; steht dort eben lediglich &#8220;Arbeit bringt euch Wohlstand&#8221; oben an den Toren und spielt mit den aussichtslosen Tr&#228;umen der Wanderarbeiter. Die Ausbeutung der Umwelt bringt auch nicht mehr die Renditen die mal waren, Peak Oil ist &#252;berschritten, Rohstoffe gehen zu neige, in der Tier und Pflanzenwelt gibts eh nicht mehr viel zu holen.</p>
<p>Was also tun, um Wachstum vorzut&#228;uschen und damit f&#252;r das Kapital f&#252;r die notwendigen Renditen zu erwirtschaften. Richtig, jemand muss sich verschulden. Am Ende muss so was in einem riesigen Ponzi-Schema enden, und ich bin &#252;berzeugt, dass wir uns gerade am Anfang dessen Ende befinden. Jemand verschuldet sich mit Geld, dass ohne Gegenwert erschaffen wurde. Eine riesige Blase!</p>
<p>Kommen wir aber wieder zur&#252;ck zu dem Punkt, wie die Renditen aufrecht erhalten werden k&#246;nnen, obwohl wir uns in einer der gr&#246;&#223;ten Krisen befinden. Boni, Dividenden, Zinsen werden ausgesch&#252;ttet wie nie zuvor, obwohl wir uns in einer der gr&#246;&#223;ten Krisen der Nachkriegsgeschichte befinden. Wie geht das? Ganz einfach, &#8220;erwirtschaftet&#8221; werden diese Gewinne mit billigem Geld, zum einen von den Zentralbanken, die Geld praktisch zum Nulltarif an die Banken <span style="text-decoration: line-through;">verleihen</span> verschenken und damit einen riesige Geldmenge schaffen, die durch keine reale Wertsch&#246;pfung gedeckt ist. Denn, investiert wird kaum noch, das Geld flie&#223;t einzig in Spekulationsgesch&#228;fte. Und das Geld stammt von Staaten, die die Banken mit Milliardenkrediten und B&#252;rgschaften retten, damit die Banken noch etwas weiter wurschteln k&#246;nnen. Konsequenzen sieht man kaum. Staaten und damit die B&#252;rger verschulden sich damit das Kapital weiter am gro&#223;en Ponzi-Schema mitmachen kann.</p>
<p>Wie das genau funktioniert sehen wir gerade in Griechenland. Der Staat steht kurz vor der Pleite. Die Zinsen auf die Staatsanleihen sind auf Rekordh&#246;he! Was machen die Banken? Sie leihen sich Geld von der EU-Zentralbank beinahe zum Nulltarif, 1%, und kaufen damit griechische Staatsanleihen, durch die Sie Zinsen um die 7% erhalten. Das ist durchaus legitim, ohne Arbeit und Wertsch&#246;pfung mal eben die Differenz von 6,5 eingestrichen. Klar, dass jemand daf&#252;r bezahlen muss und zwar der griechische Beamte der wohl bald komplett auf sein Gehalt verzichten wird m&#252;ssen. Die 7% beinhalten nat&#252;rlich das Risiko, dass Griechenland Pleite gehen k&#246;nnte und die Banken die Staatsanleihen und ihr damit verliehenes Geld in den Wind schreiben m&#252;ssen. Die 7% sind quasi der Risikozuschlag, dass Griechenland &#252;berhaupt noch Geld von den Banken leihen kann. Nun f&#252;hrt diese attraktive Differenz dazu, dass die Anleihen wegegehen wie warme Semmeln, obwohl das Risiko einer Pleite sehr hoch ist. Die Banken sind mit mehr und mehr Milliarden involviert. Geht also Griechenland Pleite, f&#252;hrt das zwangsl&#228;ufig dazu, dass einige unserer Banken wieder in enorme Probleme schlittern. So kommt es, dass die EU am Ende Griechenland retten wird m&#252;ssen, um den zweiten Finanzcrash zu vermeiden. Von einer Kettenreaktion mit Spanien, Italien, Irland, Portugal ganz zu schweigen. F&#252;hrt wiederum dazu, dass sich die Banken ohne Risiko an hohen Zinsen erfreuen d&#252;rfen und wissen, es wird nichts passieren, der Steuerzahler wird am Ende f&#252;r sie b&#252;rgen!</p>
<p>Willkommen in der neuen &#8220;freien&#8221; Marktwirtschaft!  Und die Politik machen fr&#246;hlich mit. Schulden werden verstaatlicht, Gewinne werden zum Vorteil weniger privatisiert und man versucht uns immer noch wei&#223; zu machen, dass wir alle nur so &#252;berleben k&#246;nnen!  Mal ehrlich, wer glaubt den Schei&#223; denn noch?</p>
<p>Am Ende noch ein kurzer Hinweis auf Griechenland, w&#228;hrend das Land ins Chaos schlittert, wurden erst gestern die griechischen Banken mit 17 Milliarden vom griechischen Staat &#8220;gerettet&#8221;, da es in Griechenland gerade einen Bankrun gibt. Na wenn das nicht mal ein Ponzi ist? Dann wei&#223; ich auch nicht.</p>
<p>Update (11.4.2010)<br />
Jetzt steht es fest, wir, die EU, zahlen bis zu 30 Mrd Euro um Griechenland zu st&#252;tzen. Belohung f&#252;r die Spekulanten, die mit praktisch null Risiko Griechenland in den letzten Wochen noch ganz ausbluten lie&#223;en. Wo gibts den sowas?</p>
<h6>(Quelle Teaserbild &#8211; Wikipedia, Urheber: Eric Chan)</h6>
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		<title>Die Griechenland L&#252;ge! Bailout f&#252;r Banken und die R&#252;stungsindustrie! // Update 3</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 17:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dd</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Griechenland steht kurz vor der Pleite, das steht fest und daran zweifelt auch kein Mensch mehr. Was passiert wenn ein Staat kein Geld mehr zur Verf&#252;gung hat, dass sp&#252;ren notgedrungen seine Angestellten. Die gingen gestern auf die Stra&#223;e und protestierten gegen Einsparungen bei Ihren L&#246;hnen und Geh&#228;ltern. Und die Wut steigt verst&#228;ndlicher Weise. <strong><a href="http://www.heute.at/news/welt/Streik-in-Griechenland-Wieder-trifft-es-nur-Arme;art414,220678">„Sie erkl&#228;ren uns den Krieg, also antworten wir auch mit Krieg“</a></strong>, droht ein w&#252;tender Demonstrant. Erste Ausschreitungen mit Tr&#228;nengaseinsatz gab es gestern.</p>
<p>Seit Mitte letzten Jahres ist Griechenland erprobt im Aufstand und die Polizei erprobt im Niederschlagen solcher Aufst&#228;nde. Solange der Staat die Elitepolizei noch bezahlen kann. Aufgrund des Generalstreiks ging auf jedenfall in Griechenland 24h nichts mehr. Kein Flugverkehr, kein funktionierendes Gesundheitsystem, kein Nahverkehr, dichte Schulen. Vorboten einer m&#246;glichen Apokalypse f&#252;r Griechenland die Ihnen keiner w&#252;nscht, vor allem nicht denen die am meisten daf&#252;r bezahlen werden. Die, die eh schon kaum mehr was haben.</p>
<p>Stellt sich die Frage, wer ist Schuld an der Missere und sollte daf&#252;r den Kopf hinhalten? Keine Frage der kleine Beamte kann nichts daf&#252;r, wird aber vermutlich in der Praxis daf&#252;r bezahlen. Viele behaupten der griechische Staat allein sei Schuld daran. Sicher er hat &#252;ber seine Verh&#228;ltnisse gelebt und es wurde betrogen und gelogen als es um den EU Beitritt ging und auch danach wurde flei&#223;ig an der Haushaltsbilanz geschummelt. Es ist aber nur die halbe Wahrheit. Wie in der Bankenkrise h&#228;tte man es wissen k&#246;nnen wenn man den h&#228;tte wollen und wenn man die Augen nicht mit beiden H&#228;nden fest zu gehalten h&#228;tte. So zumindest <strong><a href="http://www.weissgarnix.de/2010/02/09/die-grose-griechenland-luge/">beschreibt</a> </strong>es der Blogger weissgarnix in seinem Wirtschaftsblog:</p>
<blockquote><p>Griechenland hat keineswegs in den letzten Jahren angefangen, auf Saus und Braus zu leben und das die l&#228;ngste Zeit verschwiegen, wie es jetzt &#252;berall in den Medien hei&#223;t. Sondern bereits beim Beschluss des EU-Parlaments im Mai 2000 zur Aufnahme des Landes in die Eurozone herrschte allergr&#246;&#223;te Skepsis, wie man damals <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0519/wirtschaft/0097/index.html">in den Zeitungen</a> auch nachlesen konnte. Nicht von ungef&#228;hr enthielten sich deshalb auch viele Abgeordnete der Stimme, u.a. die versammelte Fraktion der CSU.<br />
[...]<br />
<span style="color: #000080;"><span style="color: #000000;">Fakt ist, dass es seinerzeit politisch gewollt war, dass die Griechen aufgenommen werden. Daher waren Details zu den griechischen Statistiken offenbar nicht wirklich gew&#252;nscht.<br />
[...]<br />
</span></span><span style="color: #000080;"><span style="color: #000000;">Bereits in 2004 schreibt also Eurostat, dass die griechische Bilanzierungspraxis seit Jahren umstritten war und mit den Griechen auch intensiv diskutiert wurde. Sowohl das DG ECFIN (</span></span>“Directorate General for Economic and Financial Affairs” der Europ&#228;ischen Kommission) als auch die EZB waren offensichtlich mit von der Partie. Und die Griechen scheinen durchaus bereit gewesen zu sein, an der Aufkl&#228;rung mitzuarbeiten.</p></blockquote>
<p>Lohnt sich wirklich den Artikel mal zu lesen. Es war also alles durchaus bekannt und wurde auch diskutiert. Und der Hammer: die Griechen waren wohl durchaus bereits an der Aufkl&#228;rung mitzuhelfen. Aber es ist wohl wie mit einem kleinen Kind. Wenn es keine Konsequenzen aus seinem Handeln merkt, wird es sein Handeln auch nicht &#228;ndern solange es zu seinem Vorteil ist. Also warum h&#228;tten die Griechen ihr Handeln &#228;ndern sollen? Und nach ein paar Jahren redet man sich vermutlichsogar ein, dass es richtig ist was man tut. F&#252;r solch ein Verhalten gibt es eine Fachbegriff aus der Psychologie, der mir leider gerade nicht einf&#228;llt. Fakt bleibt, die EU hatte ein starkes Interesse daran Griechenland, egal wie, in der EU zu haben und war auch sp&#228;ter nicht daran interessiert, dass sich am Verhalten von Griechenland etwas &#228;ndert. Nur welches Interesse bestand da?</p>
<p>So &#8230; und nun lass ich, neben der ganzen deutschen Jubelpresse die manchem Politiker wieder nach Mund redet, man m&#252;sse Griechenland retten weil ja sonst alles mit den Bach runter geht, folgendes:</p>
<blockquote><p><a href="http://de.rian.ru/safety/20100210/125061183.html">Trotz Krise plant Griechenland den Kauf von sechs Fregatten der Fremm-Serie in Frankreich.</a></p></blockquote>
<p><a href="http://de.rian.ru/safety/20100210/125061183.html">Quelle Ria Novosti. </a>Da muss man also russische Presse lesen, um das zu erfahren. Moment mal! Ein Land, dass kurz vor der Pleite steht gibt nochmal 2,5 Mrd Euro aus um Kriegsschiffe zu kaufen, die es eh nie ben&#246;tigen wird und schon gar nicht jetzt. OK, es gab Vertr&#228;ge die vor Jahren geschlossen wurden. Aber jetzt schauen wir mal genauer hin. Da ist ein Land wie Frankreich, mit einer gro&#223;en R&#252;stungsindustrie, mit viel Einfluss auf die Politik. Da ist ein Staat, neben Deutschland, der massiv darauf dr&#228;ngt f&#252;r Griechenland eine L&#246;sung zu finden und auch mit Staatshilfen winkt. Und da stellt sich der griechische Verteidigungsminister vor einigen Tagen hin und erkl&#228;rt: &#8220;Wir werden den Vertrag erf&#252;llen&#8221;. Wohlgemerkt am selben Tag nach Verhandlungen mit Sarkozy.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1389" title="Abraham_Willaerts,_Galley_and_men_of_war" src="http://www.blog-n-roll.net/wp-content/uploads/2010/02/Abraham_Willaerts_Galley_and_men_of_war.jpeg" alt="Abraham_Willaerts,_Galley_and_men_of_war" width="605" height="381" /><br />
(Teaserbild: Abraham Willaerts, Galley and men of war, Quelle Wikipedia)</p>
<p>Da stellt sich mir schon die Frage, warum besteht der franz&#246;sische Pr&#228;sident auf Erf&#252;llung des Vertrages trotz beinahe Pleite von Griechenland? Die L&#246;sung liegt auf der Hand. Wenn Griechenland durch Frankreich und Deutschland gerettet wird geht das auf Kosten der Steuerzahler in diesen L&#228;ndern. W&#252;rden die Vertr&#228;ge annulliert ginge es auf Kosten der R&#252;stungsindustrie. Wird Staatshilfe f&#252;r Griechenland beschlossen, finanzieren wir die R&#252;stungskosten f&#252;r Griechenland mit und damit einen indirekten Bailout der R&#252;stungsindustrie in Frankreich und Deutschland. Ganz zu schweigen von den Banken, die da sicher mit involviert sind. Das w&#228;re aus meiner Sicht ein Skandal, an Dreistigkeit und Verlogenheit des franz&#246;sischen Pr&#228;sidenten nicht mehr zu &#252;berbieten. <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/02/11/sechs-kriegsschiffe-fur-die-zerstorung-griechenlands-poseidon-grinst/">Manche gehen sogar soweit und sprechen von einem Verbrechen an der eignen Nation.</a></p>
<p>Stellt sich aber weiterhin die Frage, warum die EU so an Griechenland interessiert war und ist? Und damals ein Beitritt auf Teufel komm raus vollzogen wurde. Auf einen Trichter kam ich eben heute durch die oben genannte Meldung von RIA. Darin steht auch:</p>
<blockquote><p>Griechenland kauft rund vier Prozent der Waffen und R&#252;stungen, die auf den Weltmarkt kommen. Das ist eine Rekordzahl f&#252;r ein Land mit einer Bev&#246;lkerungszahl von elf Millionen.</p></blockquote>
<p>Und hier wurde ich stutzig. Oder sollte ich sagen, es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Ah ja. 4%! F&#252;r ein Land mit 11 MILLIONEN Einwohner? Wahnsinn!!!!! Das sind ordentliche Summen im Spiel, was die R&#252;stungsausgaben angeht! Da geht einem langsam das Messer im Sack auf. Wenn man jetzt mal noch auf die gr&#246;&#223;ten R&#252;stungsexporteure der Welt schaut. Da sind Frankreich und Deutschland vorne dabei. Und wie sichert man sich langfristig die Auftr&#228;ge der Griechen, man nimmt sie in die EU auf, da ist man quasi dazu verpflichtet erstmal in der EU einzukaufen. Dazu las ich heute noch in einem <a href="http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/woher-die-schulden-kommen/">&#228;lteren Artikel in der TAZ </a>(die man hier lobend erw&#228;hnen muss, die wenigstens das heikle Thema dieser Verstrickung mal anschneidet im Gegensatz zu der ganzen anderen deutschen Wirtschaftsspeichelleckerpresse, wobei der anscheinend auch aus der franz&#246;sischen Presse abgeschrieben wurde):</p>
<blockquote><p><span id="hauptspalte"> Nach Presseberichten soll die EU-Kommission schon im letzten November in einem Memorandum eine Halbierung der griechischen R&#252;stungsausgaben vorgeschlagen haben. Das mag sein, aber die gro&#223;en Eurol&#228;nder scheinen von diesem Vorschlag nichts geh&#246;rt zu haben. <strong>Vor allem Deutschland und Frankreich dr&#228;ngen die Athener Regierung seit Jahren massiv zum Ankauf ihrer Panzer, Kampfflugzeuge und Fregatten.</strong> Die &#8211; weitgehend staatlichen &#8211; europ&#228;ischen R&#252;stungskonzerne schien nicht zu st&#246;ren, dass diese Gesch&#228;fte in der Vergangenheit ihre Verhandlungspartner auf griechischer Seite verd&#228;chtig reich gemacht haben. [Hervorhebung durch den Autor]</span></p></blockquote>
<p>So weht also der Wind. Da haben wir also ein berechtigtes und plausibles Interesse. Das stinkt doch alles schon f&#246;rmlich zum Himmel. Mal abgesehen davon hatten wir in der Zeit eine Rot/Gr&#252;ne Regierung! Das mal so nebenbei. Aber vermutlich haben die Ihre Nase so tief im Arsch einiger Konzerne gehabt, dass Sie Pinocchio Konkurrenz machen k&#246;nnten (nicht das die anderen besser w&#228;ren, aber das muss erw&#228;hnt werden).Ich will noch kurz die &#220;berschrift einer Meldung in der Zeitung Welt zitieren, die jetzt alles sagt:</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article6343363/Berlin-und-Paris-entwerfen-Hilfe-fuer-Athen.html">Berlin und Paris entwerfen Hilfe f&#252;r Griechenland</a></strong> (11.2.2010, 4:00 Uhr)</p></blockquote>
<p>Keine weiteren Fragen mehr euer Ehren!</p>
<p>Tja und so sieht das aus. Um es etwas verharmlost zu sagen: Man kann unseren Regierungen eine gewisse Teilschuld an dem Ganzen nicht absprechen. Und wer es auch mitbezahlt ist<strong> <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/02/11/sechs-kriegsschiffe-fur-die-zerstorung-griechenlands-poseidon-grinst/">nur klar:</a></strong></p>
<blockquote><p>Griechenland muss das von der EU geforderte Spar- und Wachstumsprogramm umsetzen. Ministerpr&#228;sident Papandreou h&#228;tte am Mittwoch ge&#228;u&#223;ert (2)</p>
<p>“Wir haben den starken Willen, das von der EU vorgelegte und von ihr genehmigte Programm Wort f&#252;r Wort einzuhalten.”</p>
<p>Zu diesem Programm geh&#246;ren starke Einschnitte f&#252;r die Bev&#246;lkerung Griechenlands, die ihren Unmut dar&#252;ber in Protesten und Demonstrationen kundtut.</p></blockquote>
<p>Und das ist das eigentliche Verbrechen von den griechischen Politikern, wie auch von unseren Politikern wie Sarkozy. Verbrecher w&#228;re zu kurz gefasst. Ich w&#252;rde es mit Mafia umschreiben! F&#252;r R&#252;stungsausgaben wird das Volk bluten! Wer will seinem Volk erz&#228;hlen, es m&#252;sse auf L&#246;hne verzichten und im gleichen Zug kauft man Kriegschiffe f&#252;r 2,5 Mrd. Das f&#252;hrt doch zwangl&#228;ufig zu Unruhen.</p>
<p>Am Ende will ich noch etwas anmerken in dem ganzen Griechenlandsumpf. Da war noch eine Bank von Obamas Gnaden, genannt Goldmann Sachs. Ist es Zufall oder ist das System, dass diese Bank immer da auftaucht wo es rund geht und komischerweise meist immer als alleiniger Gewinner hervorgeht. So half anscheinend Goldmann Sachs der griechischen Regierung beim Bilanzschummeln. Hoppsa! Eine Bank, deren ehemalige Mitglieder und Lobbyisten offensichtlich Obamas vollstes Vertrauen genie&#223;en, <a href="http://egghat.blogspot.com/2010/02/goldman-sachs-half-griechenland-beim.html">hilft Griechenland beim Bilanztricksen?</a> Und ist somit, sicher zu einem kleinen Teil, an dieser Krise mit verantwortlich. Ein Schelm wer dabei B&#246;ses denkt, wenn die USA absehbar auf einem sinken Boot sitzen.</p>
<p>Und sicher ja, jetzt geht es auch um den Euro. Gegen den wurde ja gerade feste gewettet an den internationalen Finanzm&#228;rkten. &#196;h, Moment wie gewettet? An den Finanzm&#228;rkten? Hatten sich nicht s&#228;mtliche Staaten dazu kommittet gegen solche Spekulationen energisch vorzugehen, damit niemand mehr als Systemrelevant eingestuft werden muss und schnellstens eine Rettung braucht, weil die Finanzm&#228;rkte gerade gegen die Bank, einen Konzern oder eine W&#228;hrung wetten? Ach so &#8230; war lang her, meint ihr, die Krise ist ja vorbei? Ja, Ich verga&#223;:</p>
<blockquote><p>Wegen der Schuldenkrise Griechenlands bef&#252;rchte man &#8220;eine gr&#246;&#223;ere Verwerfung als bei der Krise der Hypo Real Estate&#8221;, hie&#223; es in Koalitionskreisen. Angestrebt sei eine europ&#228;ische L&#246;sung. Allerdings werde auch ein Alleingang Deutschlands nicht ausgeschlossen.<br />
[...]<br />
Zeitdruck entsteht derzeit durch die umfangreichen Wetten gegen den Euro. Am Donnerstag treffen sich die europ&#228;ischen Regierungschefs zu einem informellen Gipfel in Br&#252;ssel. Dort wollen die EU-Staaten &#252;ber ein abgestimmtes Vorgehen in der Griechenland-Krise beraten.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:hilfe-fuer-eu-land-berlin-will-griechenland-retten/50071966.html">So meint das die Financial Times Deutschland</a></strong>. Welcher Banker hat da wieder der Merkel ins Ohr gefl&#252;stert? Na dann ist wieder alles im Butter aufm Kutter! Machen wir doch weiter wie bisher. Geld f&#252;r Banken und Spekulanten! Krise? Wo? Ich seh keine Krise?</p>
<p>So und jetzt schau ich aus dem Fenster an den Waldrand und genie&#223;e den sch&#246;nen Blick auf den Schnee. Hier gibt es keine kriminellen Banken, keine korrupten Staaten und keine verlogenen Konzerne! Nur etwas Vetterleswirtschaft im Dorf, aber wer wei&#223;, alles hat irgenwo seine Quelle ;-).</p>
<p>Weitere Blogs, die &#252;ber Griechenland berichten:</p>
<p><a href="http://www.readers-edition.de/2010/02/11/staatsbankrott-die-griechenland-legende/">Readers Edition spricht von der &#8220;Griechischen Legende&#8221;</a></p>
<p><a href="http://piratenbgl.wordpress.com/2010/02/11/griechenland-wichtiger-als-lehmann/">Auch ein Argument warum es einen Bailout geben wird, bei den Piraten</a></p>
<p>Update 16:30 Uhr:</p>
<p>Die Griechen erhalten offenbar erstmal keine Finanzhilfe. Wenn man der <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5238584,00.html">DW glauben darf</a>. Doch aus der Welt sind sie deshalb nicht. Aus meiner Sicht, war das erstmal die richtige Entscheidung! Dennoch eine Farce wenn Sarkozy auf die Erf&#252;llung des R&#252;stungsvertrages &#252;ber 2,5 Mrd Euro besteht und im gleichen Zug aber gr&#246;&#223;ere Sparanstrengungen von den Griechen fordert, die nat&#252;rlich das kleine Volk tragen muss. Finde eigentlich nur ich das verlogen?</p>
<blockquote><p>Zur Bedingung f&#252;r m&#246;gliche Hilfen macht die EU zus&#228;tzliche Sparanstrengungen der Griechen. Die Staats- und Regierungschefs riefen Athen laut Van Rompuy auf, das Staatsdefizit in diesem Jahr um vier Punkte zu senken. Daf&#252;r seien &#8220;zus&#228;tzliche Ma&#223;nahmen&#8221; n&#246;tig, betonte der belgische Ratsvorsitzende. Die EU-Finanzminister sollen die Auflagen am kommenden Dienstag beschlie&#223;en.</p></blockquote>
<p>Euro f&#228;llt von 1,38 auf 1,3650 (USD/Eur) (Danke Tino):<br />
<a href="http://www.is-asp.pbc.maxblue.de/chart/maxblue_chart_small_index?symbol=DUSDEUR.TGT&amp;hist=0&amp;">http://www.is-asp.pbc.maxblue.de/chart/maxblue_chart_small_index?symbol=DUSDEUR.TGT&amp;hist=0&amp;</a></p>
<p>Ich lese &#252;brigens immer noch nichts von den Fregatten in der deutschen Presse. Warum?</p>
<p>Auf n-tv wird schon so geredet als bek&#228;me Griechenland Finanzhilfe. Dabei wurde &#8220;erstmal&#8221; nur &#8220;psychologische&#8221; und &#8220;politische&#8221; Hilfe zugesagt. Was das genau hei&#223;t, wissen wahrscheinlich nicht mal FrauMerkel und Herr Sarkozy.</p>
<p>Nat&#252;rlich kann man jetzt auch lange schimpfen. Doch was sollte man tun mit Griechenland? Wie k&#246;nnte eine L&#246;sung aussehen. egghat hat da mal einige S<a href="http://egghat.blogspot.com/2010/02/was-sollte-griechenland-bzw-die-eu-tun.html">timmen zusammen getragen</a>. Die Experten sind sich wie meist uneins.</p>
<p>Update 2 (18:38 Uhr):<br />
Wird ja immer interessanter. Auch Westerwelle war vor einigen Tagen f&#252;r politische Gespr&#228;che in Griechenland. Und was wurde da u.a. besprochen? Dreimal d&#252;rft ihr raten:</p>
<blockquote><p>Westerwelle ermunterte die Griechen in dem Interview au&#223;erdem, sich bei der Anschaffung von Kampfflugzeugen f&#252;r den Eurofighter zu entscheiden.</p></blockquote>
<p>Ola! Die sollen zwar hart sparen, am besten bei Ihrem eigenen Volk! Eurofighter, die sollen Sie aber bittesch&#246;n mal schnell kaufen! Na looooogisch! Was f&#252;r eine dreiste Aufforderung. War ja klar, dass die FDP in diesem Sumpf nicht weit weg sein kann. Hab mich ja schon gewundert, dass man von denen noch kaum was zum Thema geh&#246;rt hat.</p>
<p><strong><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5201763,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5201763,00.html</a></strong></p>
<p>Man muss sich das einfach mal vorstellen. Der reist da hin, um den Griechen zu sagen, dass sie jetzt aber bitte ganz hart sparen m&#252;ssen und im n&#228;chsten Satz faselt der was von einer Entscheidung der Griechen f&#252;r den Eurofighter. Is klar!</p>
<p>Via <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b58ae153">fefe</a></p>
<p>Keine &#220;berraschung. Der Eurofighter ist ein europ&#228;isches Projekt. Doch die Hauptakteuere wie die Eurofighter GmbH sitzen in Hallbergmoos in Deutschland. Hauptlieferanten und beteiligte Unternehmen sind die deutschen Unternehmen EADS und MTU.</p>
<p>Update 3 (21:11):<br />
Und es wird auch immer klarer was da in Vergangenheit so alles ablief in Griechenland und warum die &#252;berhaupt in die EU kamen. Nichts ist besser f&#252;r die R&#252;stungsindustrie als ein Land in Europa, dass einen Konflikt mit einem gr&#246;&#223;eren Nachbarn hat. Hach, <a href="http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=olympischesfeuer&amp;jahr=2007&amp;mon=10">mit Angst und Panik l&#228;sst sich halt ne Menge Geld verdienen</a>:</p>
<blockquote><p>Die EU will Griechenland jetzt den j&#228;hrlichen Vier-Milliarden-Scheck mit einer fetten Sonderhilfe aufstocken. Werden doch diese vier Milliarden f&#252;r Waffenimporte gebraucht, und da w&#228;re es wegen der Brandsch&#228;den knapp geworden n&#228;chstes Jahr. Schlie&#223;lich sind Kaufversprechen einzul&#246;sen &#8211; Angela Merkel hat k&#252;rzlich in Athen energisch daran erinnert: Drei U-Boote vom Typ 214 will HDW Kiel/Thyssen-Krupp in Hellas noch absetzen, EADS 30 Eurofighter, Kraus-Maffei mehr als 300 Leos. Das griechische Kriegsbudget ist, gemessen am BIP, fast doppelt so hoch wie das deutsche, und dabei verteidigt Griechenland seine Freiheit nicht am Hindukusch. Es mu&#223; aber sein, h&#228;mmert die Waffenlobby den B&#252;rgern ein, sonst nimmt euch der T&#252;rke morgen die halbe &#196;g&#228;is weg und ganz Westthrazien dazu.</p></blockquote>
<p>Holy Moly, wozu brauchen die den ganzen Kriegsschei&#223;? Im Ernstfall wird das eh ein B&#252;ndnisfall f&#252;r die Nato. Fertig! Da wundert einen das Haushaltsdefizit nicht mehr. Denen wurden &#252;ber Jahre hinweg Milliarden an R&#252;stungsg&#252;tern von unseren Politikern aufgeschwatzt und die eigene Waffenlobby hat noch sch&#246;n die Angst gesch&#252;rt. Unglaublich das alles.</p>
<p>Und hier haben den weiteren Hintergrund der Waffengesch&#228;fte:</p>
<blockquote><p>Die neue konservative griechische Regierung f&#252;hlt sich allem Anschein nach nicht mehr an die Entscheidungen ihrer Vorg&#228;nger gebunden. Der Auftrag soll neu ausgeschrieben werden. Allem Anschein nach favorisiert Karamanlis, der anders als sein Vorg&#228;nger st&#228;rker auf die Beziehungen zu den USA setzt, aus politischen Gr&#252;nden den Kauf amerikanischer F-16-Jets. Um die europ&#228;ischen Partner nicht zu sehr zu ver&#228;rgern, pr&#252;ft die Athener Regierung nun den Kauf anderer europ&#228;ischer Waffensysteme wie Panzer und Fregatten.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39997539.html">Der Spiegel 2005</a></p>
<p>Die haben also Eurofighter bestellt oder mal angefragt und diese dann nicht abgenommen. Aus finanziellen Gr&#252;nden. Da hat also mal jemand in den Geldbeutel geschaut und festgestellt: &#8220;Hey, wir k&#246;nnen uns das nicht leisten&#8221;. Und was machten darauf hin Merkel und Co? Die sind hingefahren und haben denen daf&#252;r Panzer und Fregatten aufgeschwatzt, obwohl alle wussten (siehe ganz oben), dass sich die Griechen das eigentlich damals schon gar nicht mehr h&#228;tten leisten d&#252;rfen!</p>
<p>Kleiner Spa&#223; am Rande, aus einer fr&#252;heren Meldung:<br />
Einige R&#252;stungskonzerne haben wohl versucht den Griechen Schrott an zu drehen. Das ist aber nicht die gute alte &#8220;Made in Deutschland&#8221; Manier!</p>
<blockquote><p>Bei einem Test in der Ostsee habe es die griechischen Offiziere fast umgehauen: 45 Grad Schlagseite habe das Schiff bei &#220;berwasserfahrt in unruhiger See bekommen. Das Argument, ein U-Boot sei in erster Linie f&#252;r Tauchfahrten gedacht, lie&#223;en die Griechen nicht gelten. Zumal es auch mit dem Antrieb hapere, hei&#223;t es in Athen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/Ruestungsindustrie;art771,2343000">Tagesspiegel 2007</a></p>
<p>Und was die da so alles bestellt haben. Hier ein paar Fregatten, dort ein paar Uboote, hinter her noch 170 Panzer. Kein Wunder, dass da keiner an einer Pleite von Griechenland interessiert ist! Weil, wenn die das Bestellte nicht mehr bezahlen, dann haben einige R&#252;stungskonzerne wohl gr&#246;&#223;ere Abschreibungen vor sich. Das das ganze, neben den Banken, ein Bailout der R&#252;stungsindustrie wird, scheint mir immer plausibler. Was mich ja noch interessieren w&#252;rde ist die Frage in welchen Gesch&#228;ften die Banken in Griechenland involviert sind (dass sie hoch involviert sind ist ja keine Frage mehr)? Vermutlich keine R&#252;stungsgesch&#228;fte, wie k&#228;me ich darauf!</p>
<p>WTF! Wozu brauchen die eigentlich neue 170 Panzer?</p>
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		<title>Transparenz?</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 07:43:32 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Da haben die merkelschen Ackerm&#228;nner mal wieder gute Arbeit geleistet. Transparenz und st&#228;rkere Kontrolle hatte uns die Regierung in Sachen Banken f&#252;r die Zukunft versprochen. Dass das nur nur Augenwischerei war, best&#228;tigt sich mal wieder mit dieser Meldung:</p>
<p><strong><a href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Bankenrettung-Politik-erh%F6ht-Banken-Eigenkapital/536813.html" target="_self">Politik erh&#246;ht Bankeneigenkapital</a></strong></p>
<p>Ein neues Kapitel aus &#8220;Ich mach mir die Welt wie Sie mir gef&#228;llt&#8221;! Man erh&#246;ht mit ein paar neuen Bilanzregeln und Rechentricks das Eigenkapital und schwupps gehts allen wieder blendend! Happy world!</p>
<p>Wenn wir gerade dabei sind:<br />
<a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E6576F7E533884FEA92CB5B3F191DA1BD~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews"><strong>Kalifornien ist ja sowas von Pleite, das hat ja wahrscheinlich schon jeder mitbekommen.</strong> </a>Man kann seine Beamten und Angestellten nicht mehr bezahlen, also bekommen die, anstatt einem Gehalt, einfach Schuldscheine die Sie eigentlich direkt bei den Banken gegen Cash einl&#246;sen k&#246;nnen sollten. Soweit so gut.</p>
<p>Allerdings trauen nicht mal mehr die Banken dem Staate Kalifornien, so das die Gr&#246;&#223;ten davon mal kurz beschlossen haben <strong><a href="http://blog.fefe.de/?ts=b4ad76f3">keine Schuldscheine mehr einzul&#246;sen</a>.</strong> Ich mein, w&#252;rde ich auch nicht, jeder normal denkende Mensch wei&#223;, dass Kalifornien diese Schulden nie mehr zur&#252;ckzahlen kann! Andererseits sind bei diesen Banken Einige dabei, die ohne Staatsknete l&#228;ngst Geschichte w&#228;ren und jetzt eben auch mal gefordert sind. Naja, muss wohl Obama mit einem Mega Bailout ran! Aber eigentlich ist es ja egal, ob Obama und die Fed danach die Banken wieder raushaut, weil Kalifornien die Verbindlichkeiten eh nie bezahlen kann, oder ob die Fed das frische Geld aus der Presse einfach direkt an Kalifornien &#252;berwei&#223;t.</p>
<p>Hasta la vista Baby!</p>
<p>Was mich ja auch wundertm nachdem gerade in der realen Wirtschaft so viel den Bach runter geht, ob die Banken da eigentlich keine Abschreibungen mehr haben? Kann ich mir ja beim besten Willen nicht vorstellen. Gerade eben sind die Ausfallraten bei den Kreditkarten auf ein Rekordhoch gerutscht.  <strong><a href="http://www.blog-n-roll.net/gold-run/">Vielleicht kompensieren Sie es ja mit dem Gold der Anderen.</a></strong></p>
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		<title>Saab will mit Opel</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 08:39:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Saab ist Pleite. Opel vielleicht schon bald kurz davor. Die Rabenmutter GM hat selber genug Sorgen um sich noch um...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Saab ist Pleite. Opel vielleicht schon bald kurz davor. Die Rabenmutter GM hat selber genug Sorgen um sich noch um ihre Sorgenkinder zu k&#252;mmern. Und irgend ein Vollpfosten kam jetzt auf die Idee, Opel und Saab zusammenzulegen und von GM unabh&#228;ngig zu machen.</p>
<p>Hat schonmal jemand zwei versinkendende, sich gegenseitig wieder aus dem Sumpf ziehen sehen? Ich nicht.</p>
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