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		<title>Was macht eigentlich dein Geld in Griechenland?</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 15:10:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben den Griechen jahrelang die Kreditlinien gestreckt wie der Dealer dem Junkie sein Koks und unsere R&#252;stungsindustrie hat auf Pump geliefert wie Baul&#246;we Schneider. Hauptsache der Rubel rollt! Oder halt auch nicht. In dem Fall schon bald nicht mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="Griechenland" src="http://www.blog-n-roll.net/wp-content/uploads/2010/05/800px-Parthenon.JPG" alt="" width="800" height="533" />&#8230; es arbeitet! Und wie!</p>
<p>Die EU soll ja eine Solidargemeinschaft sein. Alle f&#252;r Einen, Einer f&#252;r Alle! Was den drei Musketieren schon als Leitsatz diente, kann der EU nur Recht und billig sein. Zwar hie&#223; es vor einigen Jahren noch: &#8220;Jaaaa, aber f&#252;r Schulden eines anderen Landes, daaaaa m&#252;sse keiner und so!&#8221; Das Ganze wurde sogar vertraglich festgehalten. Doch Vertr&#228;ge sind zum brechen da und so wurde man schnell hellh&#246;rig, als Griechenland vor einigen Monaten die Pleite drohte. Pl&#246;tzlich merkte man &#8230; hoppla &#8230; die Schulden, die die bisher gemacht haben, haben die Griechen bei uns gemacht. Vor allem bei unseren Banken und unserer R&#252;stungsindustrie. Dazu muss man wissen, dass Griechenland im letzten Jahr der f&#252;nft gr&#246;&#223;te R&#252;stungsimporteuer der Welt war (gemessen am BIP Anteil). Wir haben den Griechen jahrelang die Kreditlinien gestreckt wie der Dealer dem Junkie sein Koks und unsere R&#252;stungsindustrie hat auf Pump geliefert wie Baul&#246;we Schneider. Hauptsache der Rubel rollt! Oder halt auch nicht. In dem Fall schon bald nicht mehr.</p>
<p>Und wie haben sie geschriehen! Ah&#8230; unsere Arbeitspl&#228;tze sind in Gefahr, unsere Banken sind in Gefahr, der Euro wird zum billigen Rubel! Wir m&#252;ssen helfen. Aber bitte nicht mit einem Schuldenhaircut (was ja das normale Verfahren bei einer Insolvenz w&#228;re), auch nicht mit der Stornierung  noch offener Waffengesch&#228;fte im Wert von &#252;ber 6 Mrd Euro, nein! Der europ&#228;ische Steuerzahler steht solidarisch seinen Mann in Zeiten des z&#252;gellosen Kapitalismus und Neoliberalismus auf den M&#228;rkten. Gewinne werden neoliberal like abgesahnt, wer viel &#8220;leistet&#8221; (also fleisig Geld von einem Konto auf ein anderes bucht) bekommt hohe Boni und Dividenden. Schulden werden solidarisiert  mit dem Rest. Hach, der Kommunismus hat halt auch Vorteile. Aber bitte nur Vorteile! Tja, Leistung muss sich wieder lohnen! Eigentlich ganz im Trend unserer Zeit! Jeder mixt einfach das was im gef&#228;llt. Ob in der Religion, bei der Kleidung, beim Sex, der Eintopf aus Allerlei hat Hochkunjunktur! Warum also auch nicht mal mit unseren wirtschaftlichen und politischen Systemen experimentieren? Hat doch sowieso keiner eine Ahung. Experten und Politiker fliegen im Blindflug durch Europa, mit ein paar Bankstern als Piloten im Cockpit. Da wird aus Neoliberalismus und Kommunismus halt ganz schnell mal ein neoliberalkommunistisches Mash-Up einiger m&#228;chtiger Menschen oder so &#228;hnlich.</p>
<p>Zur&#252;ck zu Griechenland. Ich hatte dazu ja schon<a href="http://www.blog-n-roll.net/?s=griechenland"> eine Menge</a> geschrieben, deshalb will ich nicht <a href="http://www.blog-n-roll.net/rote-zahlen-aus-athen/">mehr</a> <a href="http://www.blog-n-roll.net/die-griechenland-luege-bailout-fuer-banken-und-ruestungsindustrie/">auf die ganzen Details</a> eingehen. Heute habe ich wieder mal etwas <strong><a title="Der Standart" href="http://derstandard.at/1280984586801/Athen-ruestet-trotz-hoher-Schulden-weiter-auf?seite=2#forumstart">zum Thema gelesen</a></strong>. Wie schon angemerkt, sollte man ja denken, dass ein Staat, kurz vor der Pleite, erstmal die R&#252;stungsausgaben auf null zusammenstreicht, bevor er bei Lehren und Beamten die Bez&#252;ge bis zum Existenzminimum k&#252;rzt. In Griechenland scheint man das aber nicht so genau zu nehmen.</p>
<blockquote><p>Das hochverschuldete Griechenland hat f&#252;r 2010 sechs Milliarden Euro f&#252;r  R&#252;stung eingeplant, das sind 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts  (BIP). Die Milit&#228;rausgaben lagen in den vergangenen Jahren sogar bei  mehr als vier Prozent des BIPs.</p></blockquote>
<p>Gr&#252;&#223; Gott Herr Minister! Mit unseren hart erarbeiteten Steuergeld werden nach wie vor flei&#223;ig Panzer bei Kraus&amp;Maffei bestellt und Westerwelle l&#228;sst es sich bei keinem Griechenlandbesuch nehmen, darauf hinzuweisen, dass sie noch Eurofighter und -copter abzunehmen h&#228;tten! Schlie&#223;lich sind wir ja eine Solid&#228;rgemeinschaft nicht nur im Geiste, sonderen auch bei den R&#252;stungsprojekten!</p>
<p>Man kann nur den Kopf sch&#252;tteln. Als Grieche h&#228;tte ich die Regierung schon l&#228;ngst abgesetzt und den Pr&#228;sidentenpalast abgefackelt. Das klingt jetzt hart. Aber eine Regierung die sich mehr den milit&#228;rischen Verpflichtungen unterworfen sieht als dem eigenen Volke, hat keine andere Behandlung verdient! In einer Demokratie haben die B&#252;rger auch Pflichten!</p>
<p>Einer der Wenigen aus der EU, der Klartext redet, ist der slowakische Finanzminister Ivan Mikloš:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn es um die Solidarit&#228;t von Armen mit Reichen, Verantwortungsvollen  mit Verantwortungslosen oder Steuerzahlern mit Bankeigent&#252;mern und  Bankmanagern geht, dann sehe ich das nicht als Solidarit&#228;t.&#8221;</p></blockquote>
<p>Respekt, mein lieber Herr Minister! Endlich mal einer der sein Maul aufrei&#223;t und nicht nur bei den eidgen&#246;ssischen Josefs dieser Welt <span style="text-decoration: line-through;">bank</span> blank zieht! Die Slowakei mustert sich zu einem EU-Mustersch&#252;ler mit Moral. Doch nat&#252;rlich kommen gleich wieder die L&#252;mmel von der letzten Bank und meinen:</p>
<blockquote><p>Zuvor hatte EU-W&#228;hrungskommissar Oli Rehn die Haltung der Slowakei als  Versto&#223; gegen die Solidarit&#228;t in der Eurogruppe kritisiert.</p></blockquote>
<p>Jo, is klar. Tacheles will in diesen Zeiten keiner h&#246;ren. F&#252;r was arbeitet unser Geld also in Griechenland? Die Antwort gibts auch im Artikel:</p>
<blockquote><p>Und obwohl damals die Krise schon absehbar war, kaufte Athen noch sechs  Fregatten f&#252;r 2,5 Milliarden Euro, Helikopter f&#252;r 400 Millionen Euro,  Kampfflugzeuge und sechs U-Boote im Wert von einer Milliarde Euro. [...] In dem 110-Milliarden-Paket des Internationalen W&#228;hrungsfonds (IWF) mit Griechenland gibt es zudem keine Auflagen zur Abr&#252;stung.</p></blockquote>
<p>Wie? Keine Auflagen zur Abr&#252;stung? 1! Klingt f&#252;r mich irgendwie gewollt. Und ich sehe hier nicht nur die Griechen in der Schuld, schlie&#223;lich haben wir geliefert und Kredite gegeben, obwohl alle wu&#223;ten was da los ist. Ich will sogar soweit gehen, dass europ&#228;ische Politiker aus L&#228;ndern mit einer starken R&#252;stungsindustrie (Frankreich, Deutschland, UK) sogar heftigen Druck auf Griechenland ausge&#252;bt haben. Expliziet seinen hier die Franzosen erw&#228;hnt und auch Herr Westerwelle, der erst k&#252;rzlich wieder die Griechen auf Abnahme von Eurofighter gedr&#228;ngt hat. Weiter so Europa! Solidarisch stehen wir zusammen f&#252;r Banken, R&#252;stung und &#220;berwachung!</p>
<p>Quelle:<strong><a href="http://derstandard.at/1280984586801/Athen-ruestet-trotz-hoher-Schulden-weiter-auf?seite=2#forumstart"> http://derstandard.at/1280984586801/Athen-ruestet-trotz-hoher-Schulden-weiter-auf</a></strong></p>
<p>Quelle Teaserbild: <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Parthenon.JPG&amp;filetimestamp=20070418190111">Wikipedia</a>, Urheber<a title="User:Onkel Tuca (Seite nicht vorhanden)" href="http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:Onkel_Tuca&amp;action=edit&amp;redlink=1"> Onkel Tuca</a> unter CC 3.0 Namensnennung</p>
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		<title>Moral Hazard</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 09:32:38 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Au&#223;er Rand und Band waren die Finanzm&#228;rkte in den letzten Jahren. Die Politik setzte zunehmend auf Deregulierung, nicht zu letzt auf Anraten ihrer Berater und Staatssekrat&#228;re, die in den seltensten F&#228;llen nicht einer Finanzmarktlobby angeh&#246;rten. Ein beinahe unregulierter freier Finanzmarkt wurde geschaffen, ich w&#252;rde sagen, ganz nach dem Vorbild der freien Marktwirtschaft.</p>
<p>Seit der Finanzmarktkrise 2007/2008 jedoch funktioniert dieses marktwirtschaftliche System nicht mehr. Es wurde aufgeweicht. N&#228;mlich genau zu dem Zeitpunkt, als Regierungen den Banken einen Rettungsschirm gespannt haben. Die Banken haben durch ihre Lobbisten Angst gesch&#252;rt und die Regierungen erpresst. Wenn die Banken nicht gerettet werden, dann wird die Wirtschaft und als Folge die ganze Welt untergehen. Weil die Banken so gro&#223; und wichtig f&#252;r die Kreditversorgung sind, dass ist ja auch ihr eigentliches Gesch&#228;ft. Sicher h&#228;tte es dann kurze und schwere Ersch&#252;tterungen gegeben. Aber man muss sich fragen, ob ein schnelles Ende mit Schrecken nicht besser gewesen w&#228;re, als dass was wir heute erleben. Ich glaube eine schnelle Verstaatlichung der betroffenen Institute und die Sicherung der Spareinlagen durch den Staat, sowie die Sicherung der Kreditvergabe an die Wirtschaft z.b durch die KFW Bank mit Staatsb&#252;rgschaft, w&#228;re die bessere L&#246;sung gewesen. Der Staat h&#228;tte mit dem Geld &#252;ber die KFW die Kreditversorgung der Wirtschaft direkt sichern k&#246;nnen, die kaputten Banken verstaatlichen und anwickeln sollen bzw. restrukturieren und wieder an den Markt bringe k&#246;nnen. Die Schweden haben das effektiv vorgemacht.</p>
<p>All das ist nicht passiert. Die Banken wurden mit Staatsgeld gerettet, sie wurden auf Risiko des Steuerzahlers aus der Verantwortung und Haftung f&#252;r ihr Verhalten genommen. Sprich der Ertrag der letzten goldenen Jahre, in denen Milliarden Gewinne und Boni aus hochriskanten Gesch&#228;ften ausgesch&#252;ttet wurden, entspricht nicht mehr dem Risiko. Die Banken k&#246;nnen sich jetzt sicher sein, dass sie egal welches Risiko sie eingehen, am Ende immer gerettet werden. Weil sie &#8220;too big to fail&#8221; sind. Was macht man also wenn man den Freibrief f&#252;r jedes Risiko hat und eine Haftung nicht zu f&#252;rchten braucht, man geht noch mehr und noch h&#246;here Risiken ein. Es ist mir klar, wie Banken in der Rezession und der gr&#246;&#223;ten Krise seit dem 2 W K jetzt schon wieder Milliarden Gewinne einfahren, w&#228;hrend Lohnk&#252;rzungen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit steigen und die real Wirtschaft schrumpft. Sie gehen einfach noch h&#246;here Risiken ein, wodurch sie h&#246;here Zinsen einfahren. Und alles ohne Haftung. Dazu kommt noch, dass Sie das Geld daf&#252;r f&#252;r 1% von den Zentralbanken hinterhergschmissen bekommen. Das geben Sie nat&#252;rlich nicht als Kredite an die Realwirtschaft weiter, dass w&#252;rde zu wenig abwerfen. Nein, damit werden hochriskante und damit hochverzinste Anleihen gekauft, die ein vielfaches erwirtschaften. Sprich, das billige Geld am Markt heizt die Spekulationen noch weiter an, anstatt die Wirtschaft anzukurbeln.</p>
<p>Keine Haftung, Staaten hauen die Banken raus und verschulden sich selbst, worauf wieder die Zinsen auf Anleihen steigen, was wiederum die Banken als Gewinn einstreichen. Dazu kommt das billige Geld der Zentralbanken. Ich brauche nicht lange nachzudenken um zu wissen, dass hier immer noch massiv &#214;l ins Feuer flie&#223;t.Eine versprochene massive Regulierung wurde seid 2008 nicht druchgesetzt. Die Folgen sehen wir heute.</p>
<p>Nun sind wir genau in der zweiten Phase der Krise, n&#228;mlich jetzt wackeln die Staaten. Ausgelaugt durch laxe Besteuerung von Reichen, von Banken, durch Rettungsschirmen, Subventionen f&#252;r R&#252;stung und Lobbykonzernen. Griechenland war der Anfang und die Finanzmarktakteure sind flei&#223;ig mit dabei weitere Goldadern zu finden. Geld von der EZB zu 1% leihen, f&#252;r 6,7 &#8211; 10 % an marode Staaten &#252;ber Staatsanleihen weiterverleihen. Dabei sich wieder massive Risiken ins Depot holen, um damit wieder die Regierungen zu erpressen, dass man Bankrott geht, wenn Griechenland Pleite geht. Und was passiert? Die Regierungen z&#246;gern nicht lange und schieben 140 Mrd Euro nach Griechenland. Ein totsicheres Gesch&#228;ft und Lizenz zum Gelddrucken.</p>
<p>Man muss sich das vorstellen, mit dem Geld wird Griechenland nicht ein St&#252;ck aus den Schulden herausgebraucht, sondern lediglich daf&#252;r gesorgt, dass Griechenland bestehende Kredite an Finanzmarktakteure aus Staatsanleihen zur&#252;ckzahlen kann. D.h. die Schulden bleiben bestehen, nur haben sie jetzt Schulden bei uns als Steuerzahler und nicht mehr bei den Banken. D.h. die Banken l&#246;sen Ihre Kredite ab, bekommen Ihr Geld zur&#252;ck und haben daf&#252;r lange hohe Zinsen eingestrichen und Gewinne erwirtschaftet, w&#228;hrend wir als Steuerzahler auf dem Risiko sitzen wenn Griechenland dann in 3 Jahren doch in die Insolvenz geht. Und das ist noch nicht das Ende 750 Mrd. Euro wurden nun als Rettungsschirm f&#252; die ganze EU gepannt. Ein Signal an die Banken so weiter zu machen wie bisher. Wie man sieht hat sich auch nicht ge&#228;ndert, der Euro explodiert nach wie vor, die M&#228;rkte sind immer hoch nerv&#246;s, jeden Tag kann ein anderes Opfer an der Reihe sein, Geld muss arbeiten und Rendite erwirtschaften.</p>
<p>Jetzt wird ja viel dar&#252;ber geredet, man m&#252;sse den Finanzmarkt regulieren. Ja sicher, aber was hilft da? Es wird von Transaktionssteuer geredet, Bankenabgabe, Verbot von Leerverk&#228;ufen usw. Alles sicher ganz nett und k&#246;nnte auch sinnvoll sein um die maroden Staatshaushalte zumindest wieder ansatzweise zu sanieren. Doch am Ende werden sie kaum etwas bewirken, da zum einen der Finanzmarkt global funktioniert und die Abgaben &#252;ber kurz oder lang an die Kunden weitergeben werden. Eine strikte Regulierung, was Banken d&#252;rfen und was nicht, w&#228;re sinnvoll, wirkt aber kaum, da die Gesch&#228;fte einfach im Ausland gemacht werden. Die Politik ist daf&#252;r schlicht nicht in der Lage so etwas weltweit durch zu setzen, zu viele nationale Interessen. Was hilft also bei diesen globalen M&#228;rkten?</p>
<p>Ganz einfach! Die freie Marktwirtschaft! Wer Risiko eingeht, muss auch mit Verlust rechnen. Wer zu viel Risiko eingeht und sich verzockt, der muss die Konsequenzen ganz alleine tragen. Sprich, wenn eine Bank zu viel Risiko eingeht, zu wenig Eigenkapital hat, damit zu stark gehebelt hat, hat schlicht und einfach Pleite zu gehen  und abgewickelt zu werden. Eigentlich total einfach. Und am Ende doch genau das, was die letzten Jahre proklamiert wurde. N&#228;mlich, freie M&#228;rkte! Nur dann werden sich die Akteure 10mal &#252;berlegen, welches Risiko sie eingehen k&#246;nnen. Diese Banken haben hochbezahlte Risikomanager, was haben die die letzten Jahre eigentlich den ganzen Tag gemacht? Die wissen doch ganz genau, was m&#246;glich ist und was nicht. K&#246;nnen sich aber sicher sein, dass sie im Extremfall eine Staatsrettung bekommen. So kann man doch Risiken eingehen wie man will. Ja man muss sogar viele Risiken eingehen, um auch ja gro&#223; und aufgebl&#228;ht genug zu sein, um den Staat mit meiner Gr&#246;&#223;e erpressen zu k&#246;nnen! Man nennt sowas auch Moral Hazard. Die Katze bei&#223;t sich, bei allem was von der Politik und den Zentralbanken vorgeblich &#8220;gegen&#8221; die Finanzspekulation unternommen wurde, in den Schwanz. Aus meiner Sicht wird dadruch die Risikolust nur noch verst&#228;rkt.</p>
<p>Doch warum wird, trotz bessern Wissens, dagegen immer noch nichts unternommen? Die Politik ist zu verflochten mit dem Finanzkteueren. Ein paar Beispiele:</p>
<p><strong>J&#246;rg Asmussen:</strong></p>
<ul>
<li>Staatssekret&#228;r im Finanzministerium</li>
<li>Entscheidet ma&#223;geblich &#252;ber Staatshilfen</li>
<li>Sitzt derzeit im Lenkungsausschuss des Bankenrettungsfonds SOFFIN<a title="SoFFin" href="http://de.wikipedia.org/wiki/SoFFin"></a></li>
<li>Sitzt im Verwaltungsrat der Finanzaufsichtsbeh&#246;rde Bafin</li>
<li>Und im „Wirtschaftsfonds Deutschland“, der ohne parlamentarische Kontrolle &#252;ber Staatsb&#252;rgschaften f&#252;r Unternehmen entscheidet.</li>
<li>Er ist Mitglied der Expertengruppe „Neue Finanzmarktarchitektur“. Dieses Gremium soll Vorschl&#228;ge f&#252;r neue Finanzmarktregeln entwerfen, die unter anderem eine Erh&#246;hung der Marktransparenz zum Ziel haben.</li>
</ul>
<p>Herr Asmussen ist also ma&#223;geblich an der Bankenrettung und soll vor allem die L&#246;sung f&#252;r das Finanzmarktproblem erarbeiten. Da schauen wir doch mal was Herr Asmussen noch so den ganzen Tag gemacht hat oder macht, teilweise hat er die &#196;mter niedergelegt:</p>
<ul>
<li>Im IKB Aufsichtsrat, die eigentlich von der BAfin kontrolliert werden solle, sich aber massiv verzockte</li>
<li>Im Aufsichtsrat der Deutsche Postbank AG</li>
<li>Im Aufsichtsrat der Euler Hermes Kreditversicherungs AG</li>
<li>Lebensgef&#228;hrtin ist Henriette Peucker, die von Januar 2003 bis M&#228;rz 2010 die Berliner Repr&#228;sentanz der Deutschen B&#246;rse</li>
<li>Mitglied in einer Lobbygruppe f&#252;r Finanzakteure</li>
</ul>
<p>Er kontrolliert also mit der Bafin praktisch seine alten oder Zweitarbeitgeber, vergibt Staatshilfe an seine alten oder Zweitarbeitgeber und soll Regulierungen schaffen, die seine alten oder Zweitarbeitgeber einschr&#228;nkten.Und dieser Mann ist daf&#252;r verantwortlich, dass die Krise bew&#228;ltigt wird und in Zukunft nich mehr vorkommt? 1!!!! Langsam wird klar, warum man den Weg der massiven Staatshilfen geht.</p>
<p>Oder Otmar Issing:<br />
Seit 2008 hat Issing den Vorsitz einer Expertengruppe, die im Auftrag der Bundesregierung Vorschl&#228;ge f&#252;r eine Reform der internationalen Finanzm&#228;rkte erarbeiten soll. Gleichzeitg ist er Berater f&#252;r Goldman Sachs. 1a! Das wird was!</p>
<p>Oder Caio Koch-Weser:<br />
War Staatssekret&#228;r im Bundesfinanzministerium und zust&#228;ndig f&#252;r die Bankenkontrolle, wechselte dann in den erweiteren Vorstand der Deutschen Bank.</p>
<p>Quelle teilweise Wikipedia, teilweise Sendung plusminus vom 18.5. in der ARD (sehr zu empfehlen).</p>
<p>Und die Beispiele lassen sich noch weiterf&#252;hren. Auch die Geburtstagsfeier von Herr Ackermann im Kanzleramt l&#228;sst wohl diverse R&#252;ckschl&#252;sse ziehen. Ich denke Fakt ist, dass in der Politik zugunsten Weniger entschieden wurde und wird und dies auch in Zukunft nicht besser wird. Ich will echt nicht pessimitische sein, aber das alles sind keine guten Voraussetzungen f&#252;r eine Bew&#228;ltigung der Krise ich bef&#252;rchte eher, dass hier noch mehr &#214;l ins Feuer flie&#223;t.</p>
<p>(Quelle Teaser Bild: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Roulette_wheel.jpg">Wikipedia</a> &#8211; Urheber: Toni Lozano)</p>
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		<title>Wetten ohne Risiko</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 12:33:20 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; so was gibts nur in der &#8220;freien Markwirtschaft&#8221;, die unsere Banken und Wirtschaftsm&#228;chtigen so hochhalten! Ja, die geliebte freie Marktwirtschaft, solange alles sch&#246;n bergauf geht, toll! Nur, was wenns mal nicht mehr so gut l&#228;uft. Wie z.B. Aktuell bzw. in den letzten zwei Jahren. Die Gewinne brechen weg, platzende Immobilien und Konsumflaute fressen den letzten Rest des schon lange ausged&#252;nnten und mit riesigen Hebeln weit &#252;berspannten Eigenkapital der Banken und Unternehmen auf. Dank den Millionen Euro mit denen die Lobbyisten die Politiker &#252;berzeugt haben, Richtlinien und Gesetze zu Kontrollen, Bilanzierungen und Finanzierungen immer st&#228;rker aufzuweichen.</p>
<p>Es hat nicht funktioniert! Das ist aus meiner Sicht unbestritten. Zu Viele wollten das gro&#223;e Rad drehen, zu wenig, die die riesigen Renditeerwartungen erwirtschaften. In den westlichen L&#228;ndern wachsen die Arbeitslosenzahlen und in den Entwicklung- und Schwellenl&#228;ndern arbeitet der Gro&#223;teil der Bev&#246;lkerung schon an der maximalen Ausbeutungsgrenze, bevor ich ich pers&#246;nlich ernsthaft von Konzentrationslagern der westlichen Industrienationen sprechen m&#246;chte, in gesetzlosen Freihandelszonen. Anstatt &#8220;Arbeit macht frei&#8221; steht dort eben lediglich &#8220;Arbeit bringt euch Wohlstand&#8221; oben an den Toren und spielt mit den aussichtslosen Tr&#228;umen der Wanderarbeiter. Die Ausbeutung der Umwelt bringt auch nicht mehr die Renditen die mal waren, Peak Oil ist &#252;berschritten, Rohstoffe gehen zu neige, in der Tier und Pflanzenwelt gibts eh nicht mehr viel zu holen.</p>
<p>Was also tun, um Wachstum vorzut&#228;uschen und damit f&#252;r das Kapital f&#252;r die notwendigen Renditen zu erwirtschaften. Richtig, jemand muss sich verschulden. Am Ende muss so was in einem riesigen Ponzi-Schema enden, und ich bin &#252;berzeugt, dass wir uns gerade am Anfang dessen Ende befinden. Jemand verschuldet sich mit Geld, dass ohne Gegenwert erschaffen wurde. Eine riesige Blase!</p>
<p>Kommen wir aber wieder zur&#252;ck zu dem Punkt, wie die Renditen aufrecht erhalten werden k&#246;nnen, obwohl wir uns in einer der gr&#246;&#223;ten Krisen befinden. Boni, Dividenden, Zinsen werden ausgesch&#252;ttet wie nie zuvor, obwohl wir uns in einer der gr&#246;&#223;ten Krisen der Nachkriegsgeschichte befinden. Wie geht das? Ganz einfach, &#8220;erwirtschaftet&#8221; werden diese Gewinne mit billigem Geld, zum einen von den Zentralbanken, die Geld praktisch zum Nulltarif an die Banken <span style="text-decoration: line-through;">verleihen</span> verschenken und damit einen riesige Geldmenge schaffen, die durch keine reale Wertsch&#246;pfung gedeckt ist. Denn, investiert wird kaum noch, das Geld flie&#223;t einzig in Spekulationsgesch&#228;fte. Und das Geld stammt von Staaten, die die Banken mit Milliardenkrediten und B&#252;rgschaften retten, damit die Banken noch etwas weiter wurschteln k&#246;nnen. Konsequenzen sieht man kaum. Staaten und damit die B&#252;rger verschulden sich damit das Kapital weiter am gro&#223;en Ponzi-Schema mitmachen kann.</p>
<p>Wie das genau funktioniert sehen wir gerade in Griechenland. Der Staat steht kurz vor der Pleite. Die Zinsen auf die Staatsanleihen sind auf Rekordh&#246;he! Was machen die Banken? Sie leihen sich Geld von der EU-Zentralbank beinahe zum Nulltarif, 1%, und kaufen damit griechische Staatsanleihen, durch die Sie Zinsen um die 7% erhalten. Das ist durchaus legitim, ohne Arbeit und Wertsch&#246;pfung mal eben die Differenz von 6,5 eingestrichen. Klar, dass jemand daf&#252;r bezahlen muss und zwar der griechische Beamte der wohl bald komplett auf sein Gehalt verzichten wird m&#252;ssen. Die 7% beinhalten nat&#252;rlich das Risiko, dass Griechenland Pleite gehen k&#246;nnte und die Banken die Staatsanleihen und ihr damit verliehenes Geld in den Wind schreiben m&#252;ssen. Die 7% sind quasi der Risikozuschlag, dass Griechenland &#252;berhaupt noch Geld von den Banken leihen kann. Nun f&#252;hrt diese attraktive Differenz dazu, dass die Anleihen wegegehen wie warme Semmeln, obwohl das Risiko einer Pleite sehr hoch ist. Die Banken sind mit mehr und mehr Milliarden involviert. Geht also Griechenland Pleite, f&#252;hrt das zwangsl&#228;ufig dazu, dass einige unserer Banken wieder in enorme Probleme schlittern. So kommt es, dass die EU am Ende Griechenland retten wird m&#252;ssen, um den zweiten Finanzcrash zu vermeiden. Von einer Kettenreaktion mit Spanien, Italien, Irland, Portugal ganz zu schweigen. F&#252;hrt wiederum dazu, dass sich die Banken ohne Risiko an hohen Zinsen erfreuen d&#252;rfen und wissen, es wird nichts passieren, der Steuerzahler wird am Ende f&#252;r sie b&#252;rgen!</p>
<p>Willkommen in der neuen &#8220;freien&#8221; Marktwirtschaft!  Und die Politik machen fr&#246;hlich mit. Schulden werden verstaatlicht, Gewinne werden zum Vorteil weniger privatisiert und man versucht uns immer noch wei&#223; zu machen, dass wir alle nur so &#252;berleben k&#246;nnen!  Mal ehrlich, wer glaubt den Schei&#223; denn noch?</p>
<p>Am Ende noch ein kurzer Hinweis auf Griechenland, w&#228;hrend das Land ins Chaos schlittert, wurden erst gestern die griechischen Banken mit 17 Milliarden vom griechischen Staat &#8220;gerettet&#8221;, da es in Griechenland gerade einen Bankrun gibt. Na wenn das nicht mal ein Ponzi ist? Dann wei&#223; ich auch nicht.</p>
<p>Update (11.4.2010)<br />
Jetzt steht es fest, wir, die EU, zahlen bis zu 30 Mrd Euro um Griechenland zu st&#252;tzen. Belohung f&#252;r die Spekulanten, die mit praktisch null Risiko Griechenland in den letzten Wochen noch ganz ausbluten lie&#223;en. Wo gibts den sowas?</p>
<h6>(Quelle Teaserbild &#8211; Wikipedia, Urheber: Eric Chan)</h6>
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		<title>Die Griechenland L&#252;ge! Bailout f&#252;r Banken und die R&#252;stungsindustrie! // Update 3</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 17:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Griechenland steht kurz vor der Pleite, das steht fest und daran zweifelt auch kein Mensch mehr. Was passiert wenn ein...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Griechenland steht kurz vor der Pleite, das steht fest und daran zweifelt auch kein Mensch mehr. Was passiert wenn ein Staat kein Geld mehr zur Verf&#252;gung hat, dass sp&#252;ren notgedrungen seine Angestellten. Die gingen gestern auf die Stra&#223;e und protestierten gegen Einsparungen bei Ihren L&#246;hnen und Geh&#228;ltern. Und die Wut steigt verst&#228;ndlicher Weise. <strong><a href="http://www.heute.at/news/welt/Streik-in-Griechenland-Wieder-trifft-es-nur-Arme;art414,220678">„Sie erkl&#228;ren uns den Krieg, also antworten wir auch mit Krieg“</a></strong>, droht ein w&#252;tender Demonstrant. Erste Ausschreitungen mit Tr&#228;nengaseinsatz gab es gestern.</p>
<p>Seit Mitte letzten Jahres ist Griechenland erprobt im Aufstand und die Polizei erprobt im Niederschlagen solcher Aufst&#228;nde. Solange der Staat die Elitepolizei noch bezahlen kann. Aufgrund des Generalstreiks ging auf jedenfall in Griechenland 24h nichts mehr. Kein Flugverkehr, kein funktionierendes Gesundheitsystem, kein Nahverkehr, dichte Schulen. Vorboten einer m&#246;glichen Apokalypse f&#252;r Griechenland die Ihnen keiner w&#252;nscht, vor allem nicht denen die am meisten daf&#252;r bezahlen werden. Die, die eh schon kaum mehr was haben.</p>
<p>Stellt sich die Frage, wer ist Schuld an der Missere und sollte daf&#252;r den Kopf hinhalten? Keine Frage der kleine Beamte kann nichts daf&#252;r, wird aber vermutlich in der Praxis daf&#252;r bezahlen. Viele behaupten der griechische Staat allein sei Schuld daran. Sicher er hat &#252;ber seine Verh&#228;ltnisse gelebt und es wurde betrogen und gelogen als es um den EU Beitritt ging und auch danach wurde flei&#223;ig an der Haushaltsbilanz geschummelt. Es ist aber nur die halbe Wahrheit. Wie in der Bankenkrise h&#228;tte man es wissen k&#246;nnen wenn man den h&#228;tte wollen und wenn man die Augen nicht mit beiden H&#228;nden fest zu gehalten h&#228;tte. So zumindest <strong><a href="http://www.weissgarnix.de/2010/02/09/die-grose-griechenland-luge/">beschreibt</a> </strong>es der Blogger weissgarnix in seinem Wirtschaftsblog:</p>
<blockquote><p>Griechenland hat keineswegs in den letzten Jahren angefangen, auf Saus und Braus zu leben und das die l&#228;ngste Zeit verschwiegen, wie es jetzt &#252;berall in den Medien hei&#223;t. Sondern bereits beim Beschluss des EU-Parlaments im Mai 2000 zur Aufnahme des Landes in die Eurozone herrschte allergr&#246;&#223;te Skepsis, wie man damals <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0519/wirtschaft/0097/index.html">in den Zeitungen</a> auch nachlesen konnte. Nicht von ungef&#228;hr enthielten sich deshalb auch viele Abgeordnete der Stimme, u.a. die versammelte Fraktion der CSU.<br />
[...]<br />
<span style="color: #000080;"><span style="color: #000000;">Fakt ist, dass es seinerzeit politisch gewollt war, dass die Griechen aufgenommen werden. Daher waren Details zu den griechischen Statistiken offenbar nicht wirklich gew&#252;nscht.<br />
[...]<br />
</span></span><span style="color: #000080;"><span style="color: #000000;">Bereits in 2004 schreibt also Eurostat, dass die griechische Bilanzierungspraxis seit Jahren umstritten war und mit den Griechen auch intensiv diskutiert wurde. Sowohl das DG ECFIN (</span></span>“Directorate General for Economic and Financial Affairs” der Europ&#228;ischen Kommission) als auch die EZB waren offensichtlich mit von der Partie. Und die Griechen scheinen durchaus bereit gewesen zu sein, an der Aufkl&#228;rung mitzuarbeiten.</p></blockquote>
<p>Lohnt sich wirklich den Artikel mal zu lesen. Es war also alles durchaus bekannt und wurde auch diskutiert. Und der Hammer: die Griechen waren wohl durchaus bereits an der Aufkl&#228;rung mitzuhelfen. Aber es ist wohl wie mit einem kleinen Kind. Wenn es keine Konsequenzen aus seinem Handeln merkt, wird es sein Handeln auch nicht &#228;ndern solange es zu seinem Vorteil ist. Also warum h&#228;tten die Griechen ihr Handeln &#228;ndern sollen? Und nach ein paar Jahren redet man sich vermutlichsogar ein, dass es richtig ist was man tut. F&#252;r solch ein Verhalten gibt es eine Fachbegriff aus der Psychologie, der mir leider gerade nicht einf&#228;llt. Fakt bleibt, die EU hatte ein starkes Interesse daran Griechenland, egal wie, in der EU zu haben und war auch sp&#228;ter nicht daran interessiert, dass sich am Verhalten von Griechenland etwas &#228;ndert. Nur welches Interesse bestand da?</p>
<p>So &#8230; und nun lass ich, neben der ganzen deutschen Jubelpresse die manchem Politiker wieder nach Mund redet, man m&#252;sse Griechenland retten weil ja sonst alles mit den Bach runter geht, folgendes:</p>
<blockquote><p><a href="http://de.rian.ru/safety/20100210/125061183.html">Trotz Krise plant Griechenland den Kauf von sechs Fregatten der Fremm-Serie in Frankreich.</a></p></blockquote>
<p><a href="http://de.rian.ru/safety/20100210/125061183.html">Quelle Ria Novosti. </a>Da muss man also russische Presse lesen, um das zu erfahren. Moment mal! Ein Land, dass kurz vor der Pleite steht gibt nochmal 2,5 Mrd Euro aus um Kriegsschiffe zu kaufen, die es eh nie ben&#246;tigen wird und schon gar nicht jetzt. OK, es gab Vertr&#228;ge die vor Jahren geschlossen wurden. Aber jetzt schauen wir mal genauer hin. Da ist ein Land wie Frankreich, mit einer gro&#223;en R&#252;stungsindustrie, mit viel Einfluss auf die Politik. Da ist ein Staat, neben Deutschland, der massiv darauf dr&#228;ngt f&#252;r Griechenland eine L&#246;sung zu finden und auch mit Staatshilfen winkt. Und da stellt sich der griechische Verteidigungsminister vor einigen Tagen hin und erkl&#228;rt: &#8220;Wir werden den Vertrag erf&#252;llen&#8221;. Wohlgemerkt am selben Tag nach Verhandlungen mit Sarkozy.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1389" title="Abraham_Willaerts,_Galley_and_men_of_war" src="http://www.blog-n-roll.net/wp-content/uploads/2010/02/Abraham_Willaerts_Galley_and_men_of_war.jpeg" alt="Abraham_Willaerts,_Galley_and_men_of_war" width="605" height="381" /><br />
(Teaserbild: Abraham Willaerts, Galley and men of war, Quelle Wikipedia)</p>
<p>Da stellt sich mir schon die Frage, warum besteht der franz&#246;sische Pr&#228;sident auf Erf&#252;llung des Vertrages trotz beinahe Pleite von Griechenland? Die L&#246;sung liegt auf der Hand. Wenn Griechenland durch Frankreich und Deutschland gerettet wird geht das auf Kosten der Steuerzahler in diesen L&#228;ndern. W&#252;rden die Vertr&#228;ge annulliert ginge es auf Kosten der R&#252;stungsindustrie. Wird Staatshilfe f&#252;r Griechenland beschlossen, finanzieren wir die R&#252;stungskosten f&#252;r Griechenland mit und damit einen indirekten Bailout der R&#252;stungsindustrie in Frankreich und Deutschland. Ganz zu schweigen von den Banken, die da sicher mit involviert sind. Das w&#228;re aus meiner Sicht ein Skandal, an Dreistigkeit und Verlogenheit des franz&#246;sischen Pr&#228;sidenten nicht mehr zu &#252;berbieten. <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/02/11/sechs-kriegsschiffe-fur-die-zerstorung-griechenlands-poseidon-grinst/">Manche gehen sogar soweit und sprechen von einem Verbrechen an der eignen Nation.</a></p>
<p>Stellt sich aber weiterhin die Frage, warum die EU so an Griechenland interessiert war und ist? Und damals ein Beitritt auf Teufel komm raus vollzogen wurde. Auf einen Trichter kam ich eben heute durch die oben genannte Meldung von RIA. Darin steht auch:</p>
<blockquote><p>Griechenland kauft rund vier Prozent der Waffen und R&#252;stungen, die auf den Weltmarkt kommen. Das ist eine Rekordzahl f&#252;r ein Land mit einer Bev&#246;lkerungszahl von elf Millionen.</p></blockquote>
<p>Und hier wurde ich stutzig. Oder sollte ich sagen, es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Ah ja. 4%! F&#252;r ein Land mit 11 MILLIONEN Einwohner? Wahnsinn!!!!! Das sind ordentliche Summen im Spiel, was die R&#252;stungsausgaben angeht! Da geht einem langsam das Messer im Sack auf. Wenn man jetzt mal noch auf die gr&#246;&#223;ten R&#252;stungsexporteure der Welt schaut. Da sind Frankreich und Deutschland vorne dabei. Und wie sichert man sich langfristig die Auftr&#228;ge der Griechen, man nimmt sie in die EU auf, da ist man quasi dazu verpflichtet erstmal in der EU einzukaufen. Dazu las ich heute noch in einem <a href="http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/woher-die-schulden-kommen/">&#228;lteren Artikel in der TAZ </a>(die man hier lobend erw&#228;hnen muss, die wenigstens das heikle Thema dieser Verstrickung mal anschneidet im Gegensatz zu der ganzen anderen deutschen Wirtschaftsspeichelleckerpresse, wobei der anscheinend auch aus der franz&#246;sischen Presse abgeschrieben wurde):</p>
<blockquote><p><span id="hauptspalte"> Nach Presseberichten soll die EU-Kommission schon im letzten November in einem Memorandum eine Halbierung der griechischen R&#252;stungsausgaben vorgeschlagen haben. Das mag sein, aber die gro&#223;en Eurol&#228;nder scheinen von diesem Vorschlag nichts geh&#246;rt zu haben. <strong>Vor allem Deutschland und Frankreich dr&#228;ngen die Athener Regierung seit Jahren massiv zum Ankauf ihrer Panzer, Kampfflugzeuge und Fregatten.</strong> Die &#8211; weitgehend staatlichen &#8211; europ&#228;ischen R&#252;stungskonzerne schien nicht zu st&#246;ren, dass diese Gesch&#228;fte in der Vergangenheit ihre Verhandlungspartner auf griechischer Seite verd&#228;chtig reich gemacht haben. [Hervorhebung durch den Autor]</span></p></blockquote>
<p>So weht also der Wind. Da haben wir also ein berechtigtes und plausibles Interesse. Das stinkt doch alles schon f&#246;rmlich zum Himmel. Mal abgesehen davon hatten wir in der Zeit eine Rot/Gr&#252;ne Regierung! Das mal so nebenbei. Aber vermutlich haben die Ihre Nase so tief im Arsch einiger Konzerne gehabt, dass Sie Pinocchio Konkurrenz machen k&#246;nnten (nicht das die anderen besser w&#228;ren, aber das muss erw&#228;hnt werden).Ich will noch kurz die &#220;berschrift einer Meldung in der Zeitung Welt zitieren, die jetzt alles sagt:</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article6343363/Berlin-und-Paris-entwerfen-Hilfe-fuer-Athen.html">Berlin und Paris entwerfen Hilfe f&#252;r Griechenland</a></strong> (11.2.2010, 4:00 Uhr)</p></blockquote>
<p>Keine weiteren Fragen mehr euer Ehren!</p>
<p>Tja und so sieht das aus. Um es etwas verharmlost zu sagen: Man kann unseren Regierungen eine gewisse Teilschuld an dem Ganzen nicht absprechen. Und wer es auch mitbezahlt ist<strong> <a href="http://www.radio-utopie.de/2010/02/11/sechs-kriegsschiffe-fur-die-zerstorung-griechenlands-poseidon-grinst/">nur klar:</a></strong></p>
<blockquote><p>Griechenland muss das von der EU geforderte Spar- und Wachstumsprogramm umsetzen. Ministerpr&#228;sident Papandreou h&#228;tte am Mittwoch ge&#228;u&#223;ert (2)</p>
<p>“Wir haben den starken Willen, das von der EU vorgelegte und von ihr genehmigte Programm Wort f&#252;r Wort einzuhalten.”</p>
<p>Zu diesem Programm geh&#246;ren starke Einschnitte f&#252;r die Bev&#246;lkerung Griechenlands, die ihren Unmut dar&#252;ber in Protesten und Demonstrationen kundtut.</p></blockquote>
<p>Und das ist das eigentliche Verbrechen von den griechischen Politikern, wie auch von unseren Politikern wie Sarkozy. Verbrecher w&#228;re zu kurz gefasst. Ich w&#252;rde es mit Mafia umschreiben! F&#252;r R&#252;stungsausgaben wird das Volk bluten! Wer will seinem Volk erz&#228;hlen, es m&#252;sse auf L&#246;hne verzichten und im gleichen Zug kauft man Kriegschiffe f&#252;r 2,5 Mrd. Das f&#252;hrt doch zwangl&#228;ufig zu Unruhen.</p>
<p>Am Ende will ich noch etwas anmerken in dem ganzen Griechenlandsumpf. Da war noch eine Bank von Obamas Gnaden, genannt Goldmann Sachs. Ist es Zufall oder ist das System, dass diese Bank immer da auftaucht wo es rund geht und komischerweise meist immer als alleiniger Gewinner hervorgeht. So half anscheinend Goldmann Sachs der griechischen Regierung beim Bilanzschummeln. Hoppsa! Eine Bank, deren ehemalige Mitglieder und Lobbyisten offensichtlich Obamas vollstes Vertrauen genie&#223;en, <a href="http://egghat.blogspot.com/2010/02/goldman-sachs-half-griechenland-beim.html">hilft Griechenland beim Bilanztricksen?</a> Und ist somit, sicher zu einem kleinen Teil, an dieser Krise mit verantwortlich. Ein Schelm wer dabei B&#246;ses denkt, wenn die USA absehbar auf einem sinken Boot sitzen.</p>
<p>Und sicher ja, jetzt geht es auch um den Euro. Gegen den wurde ja gerade feste gewettet an den internationalen Finanzm&#228;rkten. &#196;h, Moment wie gewettet? An den Finanzm&#228;rkten? Hatten sich nicht s&#228;mtliche Staaten dazu kommittet gegen solche Spekulationen energisch vorzugehen, damit niemand mehr als Systemrelevant eingestuft werden muss und schnellstens eine Rettung braucht, weil die Finanzm&#228;rkte gerade gegen die Bank, einen Konzern oder eine W&#228;hrung wetten? Ach so &#8230; war lang her, meint ihr, die Krise ist ja vorbei? Ja, Ich verga&#223;:</p>
<blockquote><p>Wegen der Schuldenkrise Griechenlands bef&#252;rchte man &#8220;eine gr&#246;&#223;ere Verwerfung als bei der Krise der Hypo Real Estate&#8221;, hie&#223; es in Koalitionskreisen. Angestrebt sei eine europ&#228;ische L&#246;sung. Allerdings werde auch ein Alleingang Deutschlands nicht ausgeschlossen.<br />
[...]<br />
Zeitdruck entsteht derzeit durch die umfangreichen Wetten gegen den Euro. Am Donnerstag treffen sich die europ&#228;ischen Regierungschefs zu einem informellen Gipfel in Br&#252;ssel. Dort wollen die EU-Staaten &#252;ber ein abgestimmtes Vorgehen in der Griechenland-Krise beraten.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:hilfe-fuer-eu-land-berlin-will-griechenland-retten/50071966.html">So meint das die Financial Times Deutschland</a></strong>. Welcher Banker hat da wieder der Merkel ins Ohr gefl&#252;stert? Na dann ist wieder alles im Butter aufm Kutter! Machen wir doch weiter wie bisher. Geld f&#252;r Banken und Spekulanten! Krise? Wo? Ich seh keine Krise?</p>
<p>So und jetzt schau ich aus dem Fenster an den Waldrand und genie&#223;e den sch&#246;nen Blick auf den Schnee. Hier gibt es keine kriminellen Banken, keine korrupten Staaten und keine verlogenen Konzerne! Nur etwas Vetterleswirtschaft im Dorf, aber wer wei&#223;, alles hat irgenwo seine Quelle ;-).</p>
<p>Weitere Blogs, die &#252;ber Griechenland berichten:</p>
<p><a href="http://www.readers-edition.de/2010/02/11/staatsbankrott-die-griechenland-legende/">Readers Edition spricht von der &#8220;Griechischen Legende&#8221;</a></p>
<p><a href="http://piratenbgl.wordpress.com/2010/02/11/griechenland-wichtiger-als-lehmann/">Auch ein Argument warum es einen Bailout geben wird, bei den Piraten</a></p>
<p>Update 16:30 Uhr:</p>
<p>Die Griechen erhalten offenbar erstmal keine Finanzhilfe. Wenn man der <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5238584,00.html">DW glauben darf</a>. Doch aus der Welt sind sie deshalb nicht. Aus meiner Sicht, war das erstmal die richtige Entscheidung! Dennoch eine Farce wenn Sarkozy auf die Erf&#252;llung des R&#252;stungsvertrages &#252;ber 2,5 Mrd Euro besteht und im gleichen Zug aber gr&#246;&#223;ere Sparanstrengungen von den Griechen fordert, die nat&#252;rlich das kleine Volk tragen muss. Finde eigentlich nur ich das verlogen?</p>
<blockquote><p>Zur Bedingung f&#252;r m&#246;gliche Hilfen macht die EU zus&#228;tzliche Sparanstrengungen der Griechen. Die Staats- und Regierungschefs riefen Athen laut Van Rompuy auf, das Staatsdefizit in diesem Jahr um vier Punkte zu senken. Daf&#252;r seien &#8220;zus&#228;tzliche Ma&#223;nahmen&#8221; n&#246;tig, betonte der belgische Ratsvorsitzende. Die EU-Finanzminister sollen die Auflagen am kommenden Dienstag beschlie&#223;en.</p></blockquote>
<p>Euro f&#228;llt von 1,38 auf 1,3650 (USD/Eur) (Danke Tino):<br />
<a href="http://www.is-asp.pbc.maxblue.de/chart/maxblue_chart_small_index?symbol=DUSDEUR.TGT&amp;hist=0&amp;">http://www.is-asp.pbc.maxblue.de/chart/maxblue_chart_small_index?symbol=DUSDEUR.TGT&amp;hist=0&amp;</a></p>
<p>Ich lese &#252;brigens immer noch nichts von den Fregatten in der deutschen Presse. Warum?</p>
<p>Auf n-tv wird schon so geredet als bek&#228;me Griechenland Finanzhilfe. Dabei wurde &#8220;erstmal&#8221; nur &#8220;psychologische&#8221; und &#8220;politische&#8221; Hilfe zugesagt. Was das genau hei&#223;t, wissen wahrscheinlich nicht mal FrauMerkel und Herr Sarkozy.</p>
<p>Nat&#252;rlich kann man jetzt auch lange schimpfen. Doch was sollte man tun mit Griechenland? Wie k&#246;nnte eine L&#246;sung aussehen. egghat hat da mal einige S<a href="http://egghat.blogspot.com/2010/02/was-sollte-griechenland-bzw-die-eu-tun.html">timmen zusammen getragen</a>. Die Experten sind sich wie meist uneins.</p>
<p>Update 2 (18:38 Uhr):<br />
Wird ja immer interessanter. Auch Westerwelle war vor einigen Tagen f&#252;r politische Gespr&#228;che in Griechenland. Und was wurde da u.a. besprochen? Dreimal d&#252;rft ihr raten:</p>
<blockquote><p>Westerwelle ermunterte die Griechen in dem Interview au&#223;erdem, sich bei der Anschaffung von Kampfflugzeugen f&#252;r den Eurofighter zu entscheiden.</p></blockquote>
<p>Ola! Die sollen zwar hart sparen, am besten bei Ihrem eigenen Volk! Eurofighter, die sollen Sie aber bittesch&#246;n mal schnell kaufen! Na looooogisch! Was f&#252;r eine dreiste Aufforderung. War ja klar, dass die FDP in diesem Sumpf nicht weit weg sein kann. Hab mich ja schon gewundert, dass man von denen noch kaum was zum Thema geh&#246;rt hat.</p>
<p><strong><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5201763,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5201763,00.html</a></strong></p>
<p>Man muss sich das einfach mal vorstellen. Der reist da hin, um den Griechen zu sagen, dass sie jetzt aber bitte ganz hart sparen m&#252;ssen und im n&#228;chsten Satz faselt der was von einer Entscheidung der Griechen f&#252;r den Eurofighter. Is klar!</p>
<p>Via <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b58ae153">fefe</a></p>
<p>Keine &#220;berraschung. Der Eurofighter ist ein europ&#228;isches Projekt. Doch die Hauptakteuere wie die Eurofighter GmbH sitzen in Hallbergmoos in Deutschland. Hauptlieferanten und beteiligte Unternehmen sind die deutschen Unternehmen EADS und MTU.</p>
<p>Update 3 (21:11):<br />
Und es wird auch immer klarer was da in Vergangenheit so alles ablief in Griechenland und warum die &#252;berhaupt in die EU kamen. Nichts ist besser f&#252;r die R&#252;stungsindustrie als ein Land in Europa, dass einen Konflikt mit einem gr&#246;&#223;eren Nachbarn hat. Hach, <a href="http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=olympischesfeuer&amp;jahr=2007&amp;mon=10">mit Angst und Panik l&#228;sst sich halt ne Menge Geld verdienen</a>:</p>
<blockquote><p>Die EU will Griechenland jetzt den j&#228;hrlichen Vier-Milliarden-Scheck mit einer fetten Sonderhilfe aufstocken. Werden doch diese vier Milliarden f&#252;r Waffenimporte gebraucht, und da w&#228;re es wegen der Brandsch&#228;den knapp geworden n&#228;chstes Jahr. Schlie&#223;lich sind Kaufversprechen einzul&#246;sen &#8211; Angela Merkel hat k&#252;rzlich in Athen energisch daran erinnert: Drei U-Boote vom Typ 214 will HDW Kiel/Thyssen-Krupp in Hellas noch absetzen, EADS 30 Eurofighter, Kraus-Maffei mehr als 300 Leos. Das griechische Kriegsbudget ist, gemessen am BIP, fast doppelt so hoch wie das deutsche, und dabei verteidigt Griechenland seine Freiheit nicht am Hindukusch. Es mu&#223; aber sein, h&#228;mmert die Waffenlobby den B&#252;rgern ein, sonst nimmt euch der T&#252;rke morgen die halbe &#196;g&#228;is weg und ganz Westthrazien dazu.</p></blockquote>
<p>Holy Moly, wozu brauchen die den ganzen Kriegsschei&#223;? Im Ernstfall wird das eh ein B&#252;ndnisfall f&#252;r die Nato. Fertig! Da wundert einen das Haushaltsdefizit nicht mehr. Denen wurden &#252;ber Jahre hinweg Milliarden an R&#252;stungsg&#252;tern von unseren Politikern aufgeschwatzt und die eigene Waffenlobby hat noch sch&#246;n die Angst gesch&#252;rt. Unglaublich das alles.</p>
<p>Und hier haben den weiteren Hintergrund der Waffengesch&#228;fte:</p>
<blockquote><p>Die neue konservative griechische Regierung f&#252;hlt sich allem Anschein nach nicht mehr an die Entscheidungen ihrer Vorg&#228;nger gebunden. Der Auftrag soll neu ausgeschrieben werden. Allem Anschein nach favorisiert Karamanlis, der anders als sein Vorg&#228;nger st&#228;rker auf die Beziehungen zu den USA setzt, aus politischen Gr&#252;nden den Kauf amerikanischer F-16-Jets. Um die europ&#228;ischen Partner nicht zu sehr zu ver&#228;rgern, pr&#252;ft die Athener Regierung nun den Kauf anderer europ&#228;ischer Waffensysteme wie Panzer und Fregatten.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39997539.html">Der Spiegel 2005</a></p>
<p>Die haben also Eurofighter bestellt oder mal angefragt und diese dann nicht abgenommen. Aus finanziellen Gr&#252;nden. Da hat also mal jemand in den Geldbeutel geschaut und festgestellt: &#8220;Hey, wir k&#246;nnen uns das nicht leisten&#8221;. Und was machten darauf hin Merkel und Co? Die sind hingefahren und haben denen daf&#252;r Panzer und Fregatten aufgeschwatzt, obwohl alle wussten (siehe ganz oben), dass sich die Griechen das eigentlich damals schon gar nicht mehr h&#228;tten leisten d&#252;rfen!</p>
<p>Kleiner Spa&#223; am Rande, aus einer fr&#252;heren Meldung:<br />
Einige R&#252;stungskonzerne haben wohl versucht den Griechen Schrott an zu drehen. Das ist aber nicht die gute alte &#8220;Made in Deutschland&#8221; Manier!</p>
<blockquote><p>Bei einem Test in der Ostsee habe es die griechischen Offiziere fast umgehauen: 45 Grad Schlagseite habe das Schiff bei &#220;berwasserfahrt in unruhiger See bekommen. Das Argument, ein U-Boot sei in erster Linie f&#252;r Tauchfahrten gedacht, lie&#223;en die Griechen nicht gelten. Zumal es auch mit dem Antrieb hapere, hei&#223;t es in Athen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/Ruestungsindustrie;art771,2343000">Tagesspiegel 2007</a></p>
<p>Und was die da so alles bestellt haben. Hier ein paar Fregatten, dort ein paar Uboote, hinter her noch 170 Panzer. Kein Wunder, dass da keiner an einer Pleite von Griechenland interessiert ist! Weil, wenn die das Bestellte nicht mehr bezahlen, dann haben einige R&#252;stungskonzerne wohl gr&#246;&#223;ere Abschreibungen vor sich. Das das ganze, neben den Banken, ein Bailout der R&#252;stungsindustrie wird, scheint mir immer plausibler. Was mich ja noch interessieren w&#252;rde ist die Frage in welchen Gesch&#228;ften die Banken in Griechenland involviert sind (dass sie hoch involviert sind ist ja keine Frage mehr)? Vermutlich keine R&#252;stungsgesch&#228;fte, wie k&#228;me ich darauf!</p>
<p>WTF! Wozu brauchen die eigentlich neue 170 Panzer?</p>
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		<title>Piraten Partei for president?</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 16:31:26 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>So k&#246;nnte es bald aussehen. In Schweden sind sie schon dritte Kraft im Parteiensystem und jetzt dr&#228;ngen Sie in die EU.</p>
<blockquote><p>Von einer &#8220;Kriegserkl&#228;rung des Establishments und der Politik gegen eine ganze Generation&#8221; sprach der Vorsitzende der Piratenpartei, Rickard Falkvinge.</p>
<p>Aus Solidarit&#228;t traten in den folgenden Wochen Tausende Menschen der Partei bei. Mittlerweile hat sie in Schweden mehr als 46.000 Mitglieder. Damit sind die Piraten die personell drittst&#228;rkste Kraft im schwedischen Parteiensystem.</p></blockquote>
<p>Ableger gibts auch schon in anderen europ&#228;ischen L&#228;ndern, <strong><a href="http://www.piratenpartei.de/">auch in Deutschland</a></strong>. Na dann: Time for revolution!</p>
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