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	<title>+ Blog&#039;n&#039;Roll + &#187; Banken</title>
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		<title>Was macht eigentlich dein Geld in Griechenland?</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 15:10:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben den Griechen jahrelang die Kreditlinien gestreckt wie der Dealer dem Junkie sein Koks und unsere R&#252;stungsindustrie hat auf Pump geliefert wie Baul&#246;we Schneider. Hauptsache der Rubel rollt! Oder halt auch nicht. In dem Fall schon bald nicht mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="Griechenland" src="http://www.blog-n-roll.net/wp-content/uploads/2010/05/800px-Parthenon.JPG" alt="" width="800" height="533" />&#8230; es arbeitet! Und wie!</p>
<p>Die EU soll ja eine Solidargemeinschaft sein. Alle f&#252;r Einen, Einer f&#252;r Alle! Was den drei Musketieren schon als Leitsatz diente, kann der EU nur Recht und billig sein. Zwar hie&#223; es vor einigen Jahren noch: &#8220;Jaaaa, aber f&#252;r Schulden eines anderen Landes, daaaaa m&#252;sse keiner und so!&#8221; Das Ganze wurde sogar vertraglich festgehalten. Doch Vertr&#228;ge sind zum brechen da und so wurde man schnell hellh&#246;rig, als Griechenland vor einigen Monaten die Pleite drohte. Pl&#246;tzlich merkte man &#8230; hoppla &#8230; die Schulden, die die bisher gemacht haben, haben die Griechen bei uns gemacht. Vor allem bei unseren Banken und unserer R&#252;stungsindustrie. Dazu muss man wissen, dass Griechenland im letzten Jahr der f&#252;nft gr&#246;&#223;te R&#252;stungsimporteuer der Welt war (gemessen am BIP Anteil). Wir haben den Griechen jahrelang die Kreditlinien gestreckt wie der Dealer dem Junkie sein Koks und unsere R&#252;stungsindustrie hat auf Pump geliefert wie Baul&#246;we Schneider. Hauptsache der Rubel rollt! Oder halt auch nicht. In dem Fall schon bald nicht mehr.</p>
<p>Und wie haben sie geschriehen! Ah&#8230; unsere Arbeitspl&#228;tze sind in Gefahr, unsere Banken sind in Gefahr, der Euro wird zum billigen Rubel! Wir m&#252;ssen helfen. Aber bitte nicht mit einem Schuldenhaircut (was ja das normale Verfahren bei einer Insolvenz w&#228;re), auch nicht mit der Stornierung  noch offener Waffengesch&#228;fte im Wert von &#252;ber 6 Mrd Euro, nein! Der europ&#228;ische Steuerzahler steht solidarisch seinen Mann in Zeiten des z&#252;gellosen Kapitalismus und Neoliberalismus auf den M&#228;rkten. Gewinne werden neoliberal like abgesahnt, wer viel &#8220;leistet&#8221; (also fleisig Geld von einem Konto auf ein anderes bucht) bekommt hohe Boni und Dividenden. Schulden werden solidarisiert  mit dem Rest. Hach, der Kommunismus hat halt auch Vorteile. Aber bitte nur Vorteile! Tja, Leistung muss sich wieder lohnen! Eigentlich ganz im Trend unserer Zeit! Jeder mixt einfach das was im gef&#228;llt. Ob in der Religion, bei der Kleidung, beim Sex, der Eintopf aus Allerlei hat Hochkunjunktur! Warum also auch nicht mal mit unseren wirtschaftlichen und politischen Systemen experimentieren? Hat doch sowieso keiner eine Ahung. Experten und Politiker fliegen im Blindflug durch Europa, mit ein paar Bankstern als Piloten im Cockpit. Da wird aus Neoliberalismus und Kommunismus halt ganz schnell mal ein neoliberalkommunistisches Mash-Up einiger m&#228;chtiger Menschen oder so &#228;hnlich.</p>
<p>Zur&#252;ck zu Griechenland. Ich hatte dazu ja schon<a href="http://www.blog-n-roll.net/?s=griechenland"> eine Menge</a> geschrieben, deshalb will ich nicht <a href="http://www.blog-n-roll.net/rote-zahlen-aus-athen/">mehr</a> <a href="http://www.blog-n-roll.net/die-griechenland-luege-bailout-fuer-banken-und-ruestungsindustrie/">auf die ganzen Details</a> eingehen. Heute habe ich wieder mal etwas <strong><a title="Der Standart" href="http://derstandard.at/1280984586801/Athen-ruestet-trotz-hoher-Schulden-weiter-auf?seite=2#forumstart">zum Thema gelesen</a></strong>. Wie schon angemerkt, sollte man ja denken, dass ein Staat, kurz vor der Pleite, erstmal die R&#252;stungsausgaben auf null zusammenstreicht, bevor er bei Lehren und Beamten die Bez&#252;ge bis zum Existenzminimum k&#252;rzt. In Griechenland scheint man das aber nicht so genau zu nehmen.</p>
<blockquote><p>Das hochverschuldete Griechenland hat f&#252;r 2010 sechs Milliarden Euro f&#252;r  R&#252;stung eingeplant, das sind 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts  (BIP). Die Milit&#228;rausgaben lagen in den vergangenen Jahren sogar bei  mehr als vier Prozent des BIPs.</p></blockquote>
<p>Gr&#252;&#223; Gott Herr Minister! Mit unseren hart erarbeiteten Steuergeld werden nach wie vor flei&#223;ig Panzer bei Kraus&amp;Maffei bestellt und Westerwelle l&#228;sst es sich bei keinem Griechenlandbesuch nehmen, darauf hinzuweisen, dass sie noch Eurofighter und -copter abzunehmen h&#228;tten! Schlie&#223;lich sind wir ja eine Solid&#228;rgemeinschaft nicht nur im Geiste, sonderen auch bei den R&#252;stungsprojekten!</p>
<p>Man kann nur den Kopf sch&#252;tteln. Als Grieche h&#228;tte ich die Regierung schon l&#228;ngst abgesetzt und den Pr&#228;sidentenpalast abgefackelt. Das klingt jetzt hart. Aber eine Regierung die sich mehr den milit&#228;rischen Verpflichtungen unterworfen sieht als dem eigenen Volke, hat keine andere Behandlung verdient! In einer Demokratie haben die B&#252;rger auch Pflichten!</p>
<p>Einer der Wenigen aus der EU, der Klartext redet, ist der slowakische Finanzminister Ivan Mikloš:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn es um die Solidarit&#228;t von Armen mit Reichen, Verantwortungsvollen  mit Verantwortungslosen oder Steuerzahlern mit Bankeigent&#252;mern und  Bankmanagern geht, dann sehe ich das nicht als Solidarit&#228;t.&#8221;</p></blockquote>
<p>Respekt, mein lieber Herr Minister! Endlich mal einer der sein Maul aufrei&#223;t und nicht nur bei den eidgen&#246;ssischen Josefs dieser Welt <span style="text-decoration: line-through;">bank</span> blank zieht! Die Slowakei mustert sich zu einem EU-Mustersch&#252;ler mit Moral. Doch nat&#252;rlich kommen gleich wieder die L&#252;mmel von der letzten Bank und meinen:</p>
<blockquote><p>Zuvor hatte EU-W&#228;hrungskommissar Oli Rehn die Haltung der Slowakei als  Versto&#223; gegen die Solidarit&#228;t in der Eurogruppe kritisiert.</p></blockquote>
<p>Jo, is klar. Tacheles will in diesen Zeiten keiner h&#246;ren. F&#252;r was arbeitet unser Geld also in Griechenland? Die Antwort gibts auch im Artikel:</p>
<blockquote><p>Und obwohl damals die Krise schon absehbar war, kaufte Athen noch sechs  Fregatten f&#252;r 2,5 Milliarden Euro, Helikopter f&#252;r 400 Millionen Euro,  Kampfflugzeuge und sechs U-Boote im Wert von einer Milliarde Euro. [...] In dem 110-Milliarden-Paket des Internationalen W&#228;hrungsfonds (IWF) mit Griechenland gibt es zudem keine Auflagen zur Abr&#252;stung.</p></blockquote>
<p>Wie? Keine Auflagen zur Abr&#252;stung? 1! Klingt f&#252;r mich irgendwie gewollt. Und ich sehe hier nicht nur die Griechen in der Schuld, schlie&#223;lich haben wir geliefert und Kredite gegeben, obwohl alle wu&#223;ten was da los ist. Ich will sogar soweit gehen, dass europ&#228;ische Politiker aus L&#228;ndern mit einer starken R&#252;stungsindustrie (Frankreich, Deutschland, UK) sogar heftigen Druck auf Griechenland ausge&#252;bt haben. Expliziet seinen hier die Franzosen erw&#228;hnt und auch Herr Westerwelle, der erst k&#252;rzlich wieder die Griechen auf Abnahme von Eurofighter gedr&#228;ngt hat. Weiter so Europa! Solidarisch stehen wir zusammen f&#252;r Banken, R&#252;stung und &#220;berwachung!</p>
<p>Quelle:<strong><a href="http://derstandard.at/1280984586801/Athen-ruestet-trotz-hoher-Schulden-weiter-auf?seite=2#forumstart"> http://derstandard.at/1280984586801/Athen-ruestet-trotz-hoher-Schulden-weiter-auf</a></strong></p>
<p>Quelle Teaserbild: <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Parthenon.JPG&amp;filetimestamp=20070418190111">Wikipedia</a>, Urheber<a title="User:Onkel Tuca (Seite nicht vorhanden)" href="http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:Onkel_Tuca&amp;action=edit&amp;redlink=1"> Onkel Tuca</a> unter CC 3.0 Namensnennung</p>
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		<title>Moral Hazard</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 09:32:38 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Au&#223;er Rand und Band waren die Finanzm&#228;rkte in den letzten Jahren. Die Politik setzte zunehmend auf Deregulierung, nicht zu letzt auf Anraten ihrer Berater und Staatssekrat&#228;re, die in den seltensten F&#228;llen nicht einer Finanzmarktlobby angeh&#246;rten. Ein beinahe unregulierter freier Finanzmarkt wurde geschaffen, ich w&#252;rde sagen, ganz nach dem Vorbild der freien Marktwirtschaft.</p>
<p>Seit der Finanzmarktkrise 2007/2008 jedoch funktioniert dieses marktwirtschaftliche System nicht mehr. Es wurde aufgeweicht. N&#228;mlich genau zu dem Zeitpunkt, als Regierungen den Banken einen Rettungsschirm gespannt haben. Die Banken haben durch ihre Lobbisten Angst gesch&#252;rt und die Regierungen erpresst. Wenn die Banken nicht gerettet werden, dann wird die Wirtschaft und als Folge die ganze Welt untergehen. Weil die Banken so gro&#223; und wichtig f&#252;r die Kreditversorgung sind, dass ist ja auch ihr eigentliches Gesch&#228;ft. Sicher h&#228;tte es dann kurze und schwere Ersch&#252;tterungen gegeben. Aber man muss sich fragen, ob ein schnelles Ende mit Schrecken nicht besser gewesen w&#228;re, als dass was wir heute erleben. Ich glaube eine schnelle Verstaatlichung der betroffenen Institute und die Sicherung der Spareinlagen durch den Staat, sowie die Sicherung der Kreditvergabe an die Wirtschaft z.b durch die KFW Bank mit Staatsb&#252;rgschaft, w&#228;re die bessere L&#246;sung gewesen. Der Staat h&#228;tte mit dem Geld &#252;ber die KFW die Kreditversorgung der Wirtschaft direkt sichern k&#246;nnen, die kaputten Banken verstaatlichen und anwickeln sollen bzw. restrukturieren und wieder an den Markt bringe k&#246;nnen. Die Schweden haben das effektiv vorgemacht.</p>
<p>All das ist nicht passiert. Die Banken wurden mit Staatsgeld gerettet, sie wurden auf Risiko des Steuerzahlers aus der Verantwortung und Haftung f&#252;r ihr Verhalten genommen. Sprich der Ertrag der letzten goldenen Jahre, in denen Milliarden Gewinne und Boni aus hochriskanten Gesch&#228;ften ausgesch&#252;ttet wurden, entspricht nicht mehr dem Risiko. Die Banken k&#246;nnen sich jetzt sicher sein, dass sie egal welches Risiko sie eingehen, am Ende immer gerettet werden. Weil sie &#8220;too big to fail&#8221; sind. Was macht man also wenn man den Freibrief f&#252;r jedes Risiko hat und eine Haftung nicht zu f&#252;rchten braucht, man geht noch mehr und noch h&#246;here Risiken ein. Es ist mir klar, wie Banken in der Rezession und der gr&#246;&#223;ten Krise seit dem 2 W K jetzt schon wieder Milliarden Gewinne einfahren, w&#228;hrend Lohnk&#252;rzungen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit steigen und die real Wirtschaft schrumpft. Sie gehen einfach noch h&#246;here Risiken ein, wodurch sie h&#246;here Zinsen einfahren. Und alles ohne Haftung. Dazu kommt noch, dass Sie das Geld daf&#252;r f&#252;r 1% von den Zentralbanken hinterhergschmissen bekommen. Das geben Sie nat&#252;rlich nicht als Kredite an die Realwirtschaft weiter, dass w&#252;rde zu wenig abwerfen. Nein, damit werden hochriskante und damit hochverzinste Anleihen gekauft, die ein vielfaches erwirtschaften. Sprich, das billige Geld am Markt heizt die Spekulationen noch weiter an, anstatt die Wirtschaft anzukurbeln.</p>
<p>Keine Haftung, Staaten hauen die Banken raus und verschulden sich selbst, worauf wieder die Zinsen auf Anleihen steigen, was wiederum die Banken als Gewinn einstreichen. Dazu kommt das billige Geld der Zentralbanken. Ich brauche nicht lange nachzudenken um zu wissen, dass hier immer noch massiv &#214;l ins Feuer flie&#223;t.Eine versprochene massive Regulierung wurde seid 2008 nicht druchgesetzt. Die Folgen sehen wir heute.</p>
<p>Nun sind wir genau in der zweiten Phase der Krise, n&#228;mlich jetzt wackeln die Staaten. Ausgelaugt durch laxe Besteuerung von Reichen, von Banken, durch Rettungsschirmen, Subventionen f&#252;r R&#252;stung und Lobbykonzernen. Griechenland war der Anfang und die Finanzmarktakteure sind flei&#223;ig mit dabei weitere Goldadern zu finden. Geld von der EZB zu 1% leihen, f&#252;r 6,7 &#8211; 10 % an marode Staaten &#252;ber Staatsanleihen weiterverleihen. Dabei sich wieder massive Risiken ins Depot holen, um damit wieder die Regierungen zu erpressen, dass man Bankrott geht, wenn Griechenland Pleite geht. Und was passiert? Die Regierungen z&#246;gern nicht lange und schieben 140 Mrd Euro nach Griechenland. Ein totsicheres Gesch&#228;ft und Lizenz zum Gelddrucken.</p>
<p>Man muss sich das vorstellen, mit dem Geld wird Griechenland nicht ein St&#252;ck aus den Schulden herausgebraucht, sondern lediglich daf&#252;r gesorgt, dass Griechenland bestehende Kredite an Finanzmarktakteure aus Staatsanleihen zur&#252;ckzahlen kann. D.h. die Schulden bleiben bestehen, nur haben sie jetzt Schulden bei uns als Steuerzahler und nicht mehr bei den Banken. D.h. die Banken l&#246;sen Ihre Kredite ab, bekommen Ihr Geld zur&#252;ck und haben daf&#252;r lange hohe Zinsen eingestrichen und Gewinne erwirtschaftet, w&#228;hrend wir als Steuerzahler auf dem Risiko sitzen wenn Griechenland dann in 3 Jahren doch in die Insolvenz geht. Und das ist noch nicht das Ende 750 Mrd. Euro wurden nun als Rettungsschirm f&#252; die ganze EU gepannt. Ein Signal an die Banken so weiter zu machen wie bisher. Wie man sieht hat sich auch nicht ge&#228;ndert, der Euro explodiert nach wie vor, die M&#228;rkte sind immer hoch nerv&#246;s, jeden Tag kann ein anderes Opfer an der Reihe sein, Geld muss arbeiten und Rendite erwirtschaften.</p>
<p>Jetzt wird ja viel dar&#252;ber geredet, man m&#252;sse den Finanzmarkt regulieren. Ja sicher, aber was hilft da? Es wird von Transaktionssteuer geredet, Bankenabgabe, Verbot von Leerverk&#228;ufen usw. Alles sicher ganz nett und k&#246;nnte auch sinnvoll sein um die maroden Staatshaushalte zumindest wieder ansatzweise zu sanieren. Doch am Ende werden sie kaum etwas bewirken, da zum einen der Finanzmarkt global funktioniert und die Abgaben &#252;ber kurz oder lang an die Kunden weitergeben werden. Eine strikte Regulierung, was Banken d&#252;rfen und was nicht, w&#228;re sinnvoll, wirkt aber kaum, da die Gesch&#228;fte einfach im Ausland gemacht werden. Die Politik ist daf&#252;r schlicht nicht in der Lage so etwas weltweit durch zu setzen, zu viele nationale Interessen. Was hilft also bei diesen globalen M&#228;rkten?</p>
<p>Ganz einfach! Die freie Marktwirtschaft! Wer Risiko eingeht, muss auch mit Verlust rechnen. Wer zu viel Risiko eingeht und sich verzockt, der muss die Konsequenzen ganz alleine tragen. Sprich, wenn eine Bank zu viel Risiko eingeht, zu wenig Eigenkapital hat, damit zu stark gehebelt hat, hat schlicht und einfach Pleite zu gehen  und abgewickelt zu werden. Eigentlich total einfach. Und am Ende doch genau das, was die letzten Jahre proklamiert wurde. N&#228;mlich, freie M&#228;rkte! Nur dann werden sich die Akteure 10mal &#252;berlegen, welches Risiko sie eingehen k&#246;nnen. Diese Banken haben hochbezahlte Risikomanager, was haben die die letzten Jahre eigentlich den ganzen Tag gemacht? Die wissen doch ganz genau, was m&#246;glich ist und was nicht. K&#246;nnen sich aber sicher sein, dass sie im Extremfall eine Staatsrettung bekommen. So kann man doch Risiken eingehen wie man will. Ja man muss sogar viele Risiken eingehen, um auch ja gro&#223; und aufgebl&#228;ht genug zu sein, um den Staat mit meiner Gr&#246;&#223;e erpressen zu k&#246;nnen! Man nennt sowas auch Moral Hazard. Die Katze bei&#223;t sich, bei allem was von der Politik und den Zentralbanken vorgeblich &#8220;gegen&#8221; die Finanzspekulation unternommen wurde, in den Schwanz. Aus meiner Sicht wird dadruch die Risikolust nur noch verst&#228;rkt.</p>
<p>Doch warum wird, trotz bessern Wissens, dagegen immer noch nichts unternommen? Die Politik ist zu verflochten mit dem Finanzkteueren. Ein paar Beispiele:</p>
<p><strong>J&#246;rg Asmussen:</strong></p>
<ul>
<li>Staatssekret&#228;r im Finanzministerium</li>
<li>Entscheidet ma&#223;geblich &#252;ber Staatshilfen</li>
<li>Sitzt derzeit im Lenkungsausschuss des Bankenrettungsfonds SOFFIN<a title="SoFFin" href="http://de.wikipedia.org/wiki/SoFFin"></a></li>
<li>Sitzt im Verwaltungsrat der Finanzaufsichtsbeh&#246;rde Bafin</li>
<li>Und im „Wirtschaftsfonds Deutschland“, der ohne parlamentarische Kontrolle &#252;ber Staatsb&#252;rgschaften f&#252;r Unternehmen entscheidet.</li>
<li>Er ist Mitglied der Expertengruppe „Neue Finanzmarktarchitektur“. Dieses Gremium soll Vorschl&#228;ge f&#252;r neue Finanzmarktregeln entwerfen, die unter anderem eine Erh&#246;hung der Marktransparenz zum Ziel haben.</li>
</ul>
<p>Herr Asmussen ist also ma&#223;geblich an der Bankenrettung und soll vor allem die L&#246;sung f&#252;r das Finanzmarktproblem erarbeiten. Da schauen wir doch mal was Herr Asmussen noch so den ganzen Tag gemacht hat oder macht, teilweise hat er die &#196;mter niedergelegt:</p>
<ul>
<li>Im IKB Aufsichtsrat, die eigentlich von der BAfin kontrolliert werden solle, sich aber massiv verzockte</li>
<li>Im Aufsichtsrat der Deutsche Postbank AG</li>
<li>Im Aufsichtsrat der Euler Hermes Kreditversicherungs AG</li>
<li>Lebensgef&#228;hrtin ist Henriette Peucker, die von Januar 2003 bis M&#228;rz 2010 die Berliner Repr&#228;sentanz der Deutschen B&#246;rse</li>
<li>Mitglied in einer Lobbygruppe f&#252;r Finanzakteure</li>
</ul>
<p>Er kontrolliert also mit der Bafin praktisch seine alten oder Zweitarbeitgeber, vergibt Staatshilfe an seine alten oder Zweitarbeitgeber und soll Regulierungen schaffen, die seine alten oder Zweitarbeitgeber einschr&#228;nkten.Und dieser Mann ist daf&#252;r verantwortlich, dass die Krise bew&#228;ltigt wird und in Zukunft nich mehr vorkommt? 1!!!! Langsam wird klar, warum man den Weg der massiven Staatshilfen geht.</p>
<p>Oder Otmar Issing:<br />
Seit 2008 hat Issing den Vorsitz einer Expertengruppe, die im Auftrag der Bundesregierung Vorschl&#228;ge f&#252;r eine Reform der internationalen Finanzm&#228;rkte erarbeiten soll. Gleichzeitg ist er Berater f&#252;r Goldman Sachs. 1a! Das wird was!</p>
<p>Oder Caio Koch-Weser:<br />
War Staatssekret&#228;r im Bundesfinanzministerium und zust&#228;ndig f&#252;r die Bankenkontrolle, wechselte dann in den erweiteren Vorstand der Deutschen Bank.</p>
<p>Quelle teilweise Wikipedia, teilweise Sendung plusminus vom 18.5. in der ARD (sehr zu empfehlen).</p>
<p>Und die Beispiele lassen sich noch weiterf&#252;hren. Auch die Geburtstagsfeier von Herr Ackermann im Kanzleramt l&#228;sst wohl diverse R&#252;ckschl&#252;sse ziehen. Ich denke Fakt ist, dass in der Politik zugunsten Weniger entschieden wurde und wird und dies auch in Zukunft nicht besser wird. Ich will echt nicht pessimitische sein, aber das alles sind keine guten Voraussetzungen f&#252;r eine Bew&#228;ltigung der Krise ich bef&#252;rchte eher, dass hier noch mehr &#214;l ins Feuer flie&#223;t.</p>
<p>(Quelle Teaser Bild: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Roulette_wheel.jpg">Wikipedia</a> &#8211; Urheber: Toni Lozano)</p>
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		<title>Wetten ohne Risiko</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 12:33:20 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; so was gibts nur in der &#8220;freien Markwirtschaft&#8221;, die unsere Banken und Wirtschaftsm&#228;chtigen so hochhalten! Ja, die geliebte freie Marktwirtschaft, solange alles sch&#246;n bergauf geht, toll! Nur, was wenns mal nicht mehr so gut l&#228;uft. Wie z.B. Aktuell bzw. in den letzten zwei Jahren. Die Gewinne brechen weg, platzende Immobilien und Konsumflaute fressen den letzten Rest des schon lange ausged&#252;nnten und mit riesigen Hebeln weit &#252;berspannten Eigenkapital der Banken und Unternehmen auf. Dank den Millionen Euro mit denen die Lobbyisten die Politiker &#252;berzeugt haben, Richtlinien und Gesetze zu Kontrollen, Bilanzierungen und Finanzierungen immer st&#228;rker aufzuweichen.</p>
<p>Es hat nicht funktioniert! Das ist aus meiner Sicht unbestritten. Zu Viele wollten das gro&#223;e Rad drehen, zu wenig, die die riesigen Renditeerwartungen erwirtschaften. In den westlichen L&#228;ndern wachsen die Arbeitslosenzahlen und in den Entwicklung- und Schwellenl&#228;ndern arbeitet der Gro&#223;teil der Bev&#246;lkerung schon an der maximalen Ausbeutungsgrenze, bevor ich ich pers&#246;nlich ernsthaft von Konzentrationslagern der westlichen Industrienationen sprechen m&#246;chte, in gesetzlosen Freihandelszonen. Anstatt &#8220;Arbeit macht frei&#8221; steht dort eben lediglich &#8220;Arbeit bringt euch Wohlstand&#8221; oben an den Toren und spielt mit den aussichtslosen Tr&#228;umen der Wanderarbeiter. Die Ausbeutung der Umwelt bringt auch nicht mehr die Renditen die mal waren, Peak Oil ist &#252;berschritten, Rohstoffe gehen zu neige, in der Tier und Pflanzenwelt gibts eh nicht mehr viel zu holen.</p>
<p>Was also tun, um Wachstum vorzut&#228;uschen und damit f&#252;r das Kapital f&#252;r die notwendigen Renditen zu erwirtschaften. Richtig, jemand muss sich verschulden. Am Ende muss so was in einem riesigen Ponzi-Schema enden, und ich bin &#252;berzeugt, dass wir uns gerade am Anfang dessen Ende befinden. Jemand verschuldet sich mit Geld, dass ohne Gegenwert erschaffen wurde. Eine riesige Blase!</p>
<p>Kommen wir aber wieder zur&#252;ck zu dem Punkt, wie die Renditen aufrecht erhalten werden k&#246;nnen, obwohl wir uns in einer der gr&#246;&#223;ten Krisen befinden. Boni, Dividenden, Zinsen werden ausgesch&#252;ttet wie nie zuvor, obwohl wir uns in einer der gr&#246;&#223;ten Krisen der Nachkriegsgeschichte befinden. Wie geht das? Ganz einfach, &#8220;erwirtschaftet&#8221; werden diese Gewinne mit billigem Geld, zum einen von den Zentralbanken, die Geld praktisch zum Nulltarif an die Banken <span style="text-decoration: line-through;">verleihen</span> verschenken und damit einen riesige Geldmenge schaffen, die durch keine reale Wertsch&#246;pfung gedeckt ist. Denn, investiert wird kaum noch, das Geld flie&#223;t einzig in Spekulationsgesch&#228;fte. Und das Geld stammt von Staaten, die die Banken mit Milliardenkrediten und B&#252;rgschaften retten, damit die Banken noch etwas weiter wurschteln k&#246;nnen. Konsequenzen sieht man kaum. Staaten und damit die B&#252;rger verschulden sich damit das Kapital weiter am gro&#223;en Ponzi-Schema mitmachen kann.</p>
<p>Wie das genau funktioniert sehen wir gerade in Griechenland. Der Staat steht kurz vor der Pleite. Die Zinsen auf die Staatsanleihen sind auf Rekordh&#246;he! Was machen die Banken? Sie leihen sich Geld von der EU-Zentralbank beinahe zum Nulltarif, 1%, und kaufen damit griechische Staatsanleihen, durch die Sie Zinsen um die 7% erhalten. Das ist durchaus legitim, ohne Arbeit und Wertsch&#246;pfung mal eben die Differenz von 6,5 eingestrichen. Klar, dass jemand daf&#252;r bezahlen muss und zwar der griechische Beamte der wohl bald komplett auf sein Gehalt verzichten wird m&#252;ssen. Die 7% beinhalten nat&#252;rlich das Risiko, dass Griechenland Pleite gehen k&#246;nnte und die Banken die Staatsanleihen und ihr damit verliehenes Geld in den Wind schreiben m&#252;ssen. Die 7% sind quasi der Risikozuschlag, dass Griechenland &#252;berhaupt noch Geld von den Banken leihen kann. Nun f&#252;hrt diese attraktive Differenz dazu, dass die Anleihen wegegehen wie warme Semmeln, obwohl das Risiko einer Pleite sehr hoch ist. Die Banken sind mit mehr und mehr Milliarden involviert. Geht also Griechenland Pleite, f&#252;hrt das zwangsl&#228;ufig dazu, dass einige unserer Banken wieder in enorme Probleme schlittern. So kommt es, dass die EU am Ende Griechenland retten wird m&#252;ssen, um den zweiten Finanzcrash zu vermeiden. Von einer Kettenreaktion mit Spanien, Italien, Irland, Portugal ganz zu schweigen. F&#252;hrt wiederum dazu, dass sich die Banken ohne Risiko an hohen Zinsen erfreuen d&#252;rfen und wissen, es wird nichts passieren, der Steuerzahler wird am Ende f&#252;r sie b&#252;rgen!</p>
<p>Willkommen in der neuen &#8220;freien&#8221; Marktwirtschaft!  Und die Politik machen fr&#246;hlich mit. Schulden werden verstaatlicht, Gewinne werden zum Vorteil weniger privatisiert und man versucht uns immer noch wei&#223; zu machen, dass wir alle nur so &#252;berleben k&#246;nnen!  Mal ehrlich, wer glaubt den Schei&#223; denn noch?</p>
<p>Am Ende noch ein kurzer Hinweis auf Griechenland, w&#228;hrend das Land ins Chaos schlittert, wurden erst gestern die griechischen Banken mit 17 Milliarden vom griechischen Staat &#8220;gerettet&#8221;, da es in Griechenland gerade einen Bankrun gibt. Na wenn das nicht mal ein Ponzi ist? Dann wei&#223; ich auch nicht.</p>
<p>Update (11.4.2010)<br />
Jetzt steht es fest, wir, die EU, zahlen bis zu 30 Mrd Euro um Griechenland zu st&#252;tzen. Belohung f&#252;r die Spekulanten, die mit praktisch null Risiko Griechenland in den letzten Wochen noch ganz ausbluten lie&#223;en. Wo gibts den sowas?</p>
<h6>(Quelle Teaserbild &#8211; Wikipedia, Urheber: Eric Chan)</h6>
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		<title>Die feuchten Tr&#228;ume der FDP</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 11:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[steuergelder]]></category>
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		<description><![CDATA[Es muss ein trauriges Bild sein, dass die FDP von Ihren Sch&#228;fchen hat, f&#252;r die Sie in der Koalition mit der CDU zur Zeit verantwortlich ist. Speziell Guido "Westerwave" Westerwelle nimmt kein Blatt vor den Mund und sag offenbar etwas, was seine tiefste &#220;berzeugung wiederspiegelt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.blog-n-roll.net/wp-content/uploads/2010/02/Thomas_Couture_-_Les_Romains_de_la_décadence-2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1431" title="Thomas_Couture_-_Les_Romains_de_la_décadence-2" src="http://www.blog-n-roll.net/wp-content/uploads/2010/02/Thomas_Couture_-_Les_Romains_de_la_décadence-2.jpg" alt="Thomas_Couture_-_Les_Romains_de_la_décadence-2" width="615" height="369" /></a><span style="color: #c0c0c0;"><br />
(English: Painting of Thomas Couture in the Musée d&#8217;Orsay, Paris, Quelle: Musée d&#8217;Orsay, Paris, Urheber: Thomas Couture, Quelle Bild: Wikipedia)</span></p>
<p>Es muss ein trauriges Bild sein, dass die FDP von Ihren Sch&#228;fchen hat, f&#252;r die Sie in der Koalition mit der CDU zur Zeit verantwortlich ist. Speziell Guido &#8220;Westerwave&#8221; Westerwelle nimmt kein Blatt vor den Mund und sag offenbar etwas, was seine tiefste &#220;berzeugung wiederspiegelt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es scheint in Deutschland nur noch Bezieher von Steuergeld zu geben, aber niemanden, der das alles erarbeitet.&#8221;</p></blockquote>
<p>Eine arme Wurst, wer so denkt! Und sein Bild des klassischen Arbeitslosen schiebt er gleich hinterher:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, l&#228;dt zu sp&#228;tr&#246;mischer Dekadenz ein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein Trauerspiel vor dem Herrn. Sicher wird es immer Leute geben, die einfach nicht arbeiten wollen und sich auf dem Teppich des Sozialstaates bequem machen. Aus meiner Sicht ist dies aber bei Weitem die Minderheit. Oft kommt bei solchen Leuten noch dazu, dass Sie sich selbst aufgeben haben, weil Sie in dem System keine Platz mehr bekommen.</p>
<p>Der feuchte Traum der FDP ist ja das Einmann Unternehmen, die Wiedergeburt der Ich AG, unter anderen Bedingungen. Jeder ist Selbst&#228;ndig und f&#252;r sein eignes Gl&#252;ck verantwortlich. Jeder versorgt sich selbst und jeder vorsorgt f&#252;r sich selbst. Der Staat nur noch als Moderator und Zuschauer, wie sich am freien Markt die Markteilnehmer gegenseitig zerfleischen.</p>
<p>Wenn ich mir das so vorstelle eine traurige Welt, und sicher nicht die meine. Au&#223;erdem funktioniert das leider nicht. Das ist aber ein anderes Thema. Ich will auf die Problematik zur&#252;ck kommen, warum es Menschen gibt, die bei Hartz IV bleiben, obwohl sie vielleicht sogar einen Job bek&#228;men. Den meisten d&#252;rfte das klar sein: Sie bleiben bei Hart IV weil sie in den Jobs die Sie bekommen w&#252;rden noch weniger Geld verdienen und deshalb trotzdem zus&#228;tzlich HartzIV beantragen m&#252;ssten. Ich m&#246;chte dieses Verhalten mal in Bezug zur FDP bringen, da dieses Verhalten eigentlich nicht weit weg ist vom liberalen Kapitalismus.</p>
<p>Jedes Unternehmen und jeder Unternehmer ist immer bestrebt eine Gewinnmaximierung zu betreiben. D.h. mit m&#246;glichst wenig Einsatz und Kosten, viel zu verdienen. Das ist Maxime des freien Kapitalismus in der jedes Individum als Profit Center agieren muss, wenn es &#252;berleben will! Wenn man nach dieser Maxime geht, ist es also nur logisch, das die selbstverantwortliche Ich AG keinen Job annimmt der unterhalb des Hartz IV Satzes liegt. Weil es 1. davon nicht leben und 2. deshalb dennoch Hartz 4 zus&#228;tzlich ben&#246;tigt bei einem Aufwand der ein vielfaches h&#246;her ist.</p>
<p>Warum schipft also ein Herr Westerwelle gegen diese eigenlich ganz liberal kapitalistische Einstellung des Hartz 4lers. Er macht doch genau das, was alle anderen Marktteilnehmer respektive Unternehmer am freien Markt tun, er maximiert seinen Gewinn mit wenig Einsatz. Jeder Unternehmer w&#252;rde sofort Subventionen von Staat annehmen wenn Sie im dabei helfen seinen Gewinn zu maximieren. Bei den Banken schreit ja auch keiner: &#8220;die Leben ja nur noch weil Sie Geld von Steuerzahler bekommen&#8221;.</p>
<p>SIcher ist das jetzt etwas einfach erkl&#228;rt und es fehlt nat&#252;rlich die moralische Komponente. Aber man muss sich schon Fragen, warum eine Bankenrettung mit Steuergeldern moralisch Akzeptierter sein soll, als der Hartz IV der am Ende einfach nur Gewinnmaximierung mit Steuergeldern betreibt? Mann kann jetzt auch sagen, Unternehmen investieren die Subventionen in neue Arbeitspl&#228;tze. Doch worin investiert der Hartz IVler? Zuerst einmal ins sein eigens &#220;berleben und wir werden nachher ein Beispiel sehen, wo Hartz IV eine sehr wichtige Subvention ist, n&#228;mlich bei allein erziehenden Eltern.</p>
<p>Nun hat das Verfassungsgericht Hartz IV abgeschossen und schon fast als Menschenunw&#252;rdig bezeichnet. Das Wort &#8220;W&#252;rde&#8221; soll sogar gefallen sein. Fakt ist, Hartz IV reicht vielleicht noch dem bei seinen Eltern wohnende arbeitslosen Jugendlichen. Bei einem alleinerziehenden Elternteil mit Kindern wirds schon katastrophal. Die k&#246;nnen faktisch in Deutschland kaum &#252;berleben. Ich denke das zeigen die Statistiken der Kinderarmut deutlich.</p>
<p>Nehmen wir mal an, diese alleinerziehende Person, eine Frau, hat Fris&#246;rin gelernt und soll nun  wieder in diesem Job arbeiten. Sie erh&#228;lt eine Stelle bei der Sie so schlecht bezahlt wird, dass Sie nun noch weniger hat als von Hartz IV und zus&#228;tzlich staatliche Hilfen anfordern muss. Der Aufwand einer alleinerziehenden Frau Kinder, Job und Haushalt unter einen Hut zu bringen ist schon eine beinahe unmenschliche Leistung. Dazu muss Sie noch die B&#252;rokratie der &#196;mter bew&#228;ltigen um zus&#228;tzliche Hilfen zu erhalten. Wie zum Teufel soll sich diese Frau noch weiterbilden damit Sie die Leistung bringen kann, wie Sie von Westerwelle propgiert wird, n&#228;mlich damit sie von dem eigenen Gehalt leben kann?</p>
<p>Bringt der Bankmanager mehr Leistung wenn er Millionen verzockt und in riskiante Gesch&#228;fte steckt, als diese beschriebe Frau? Im Gegenteil, dieser Manager ist f&#252;r unsere Gesellschaft sch&#228;dlicher als jeder  Euro mehr den diese Frau vom Steuerzahler erh&#228;lt. Den Sie tut etwas sehr wichtiges f&#252;r unsere Geschellschaft: Sie zieht Kinder gro&#223;! Ein unsch&#228;tzbarer Wert, den man nicht mit Steuergeld aufwiegen kann. Sonst gibts n&#228;mlich bald wirklich keinen mehr, der das Steuergeld daf&#252;r erarbeitet mit dem dann wieder Banken und Unternehmen gerettet werden k&#246;nnen die am &#8220;freien&#8221; Markt versagt haben und nach liberaler Philosphie eigentlich auch in ein Insolvenzverfahren geh&#246;ren anstatt gerettet zu werden! Was ich hier beschreibe ist kein Einzelfall, sondern das sind 100 000ende oder gar Millionen und sicher ein nicht unbetr&#228;chtlicher Teil der Hartz IV Empf&#228;nger. Das soll also die r&#246;mische Dekandenz sein, von der Guido spricht?</p>
<p>Westerwelle sagt selber, wer arbeitet muss mehr verdienen! Da bin ich ja mal ganz bei ihm! Ich glaube auch da sind sich alle Einig. Aber mit Lippenbekenntnissen passiert das nun mal leider nicht von alleine. Nur kann der Weg doch nicht sein Hartz IV noch mehr zu k&#252;rzen. Nur damit der unter den Niedrigl&#246;hnen mancher Branchen liegt und man sagen kann der Fris&#246;r f&#252;r 3,50 Euro die Stunde verdient mehr und damit lohnt sich Arbeit wieder! Was f&#252;r ein riesen Quatsch und Irrsin will uns da Herr Westerwelle eigentlich erz&#228;hlen?</p>
<p>Muss doch in die andere Richtung gehen. Wenn Hartz IV schon das Existenzminimum in Deutschland darstellt, dann muss ich daf&#252;r sorgen, dass die die in Niedriglohnsektoren weniger verdienen, und damit lieber bei Hartz IV bleiben als arbeiten zu gehen, mehr verdienen. Hier sto&#223;en wir doch an eine klassische Grenze der freien Marktwirtschaft. Freiwillig wird kein Markteilnehmer seinen Mitarbeitern mehr zahlen. Ich muss als Staat die Markteilnehmer dazu zwingen. Das hat nichts mit Sozialismus oder gar Kommunismus zu tun, sondern schlicht weg mit der sozialen Marktwirtschaft, die unsere Repubik ja eigentlich sein will. Ein Eingreifen in einen Markt, in dem der Markt selbst versagt und schwache Menschen auf der Strecke bleiben. Das ist doch ein ganz klassisches Instrument der sozialen Marktwirtschaft. Mindestl&#246;hne sind doch dabei ein absolut klassisches Werkzeug! Man muss Mindestl&#246;hne einf&#252;hren, die h&#246;her sind als Hartz IV, damit die Sch&#228;chsten davon wieder leben k&#246;nnen. Dann wird der Fris&#246;rbesuch teurer, ja. Aber es wird keiner nach Polen fahren, um sich sein Haare schneiden zu lassen. Gleiches beim B&#228;cker, bei der Putzfirma oder beim Paketzusteller!</p>
<p>Wie gesagt, meine Annahmen erheben keinen Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit. Sie gibt sie sicher, die Extremf&#228;lle, die Ausnahmen, die die lieber r&#246;misch dekadent zu Hause sitzen RTL II glotzen und damit zufrieden sind. Die gibt es auch. Aber es nicht die Mehrheit wie uns Guido erz&#228;hlen will. Und vor allem gegen die kann man vorgehen, durchaus!</p>
<p>Jede Diskussion die Westerwelle da populistisch anzufachen versucht, ist einfach eine riesige Sauerei und jede Diskussion er&#252;brigt sich, wenn man sich anschaut wof&#252;r Milliarden Steuergelder drauf gegangen sind in den letzten zwei Jahren und deshalb sogar ganze Staaten ins Wanken geraten. Welche Konsequenzen mussten die Verantworlichen Banken und Personen in den Banken tragen? Keine! Keiner ist in den Knast gewandert, es gab und gibt keine staatlichen Regulierungen, obwohl versprochen, das Gegenteil ist der Fall.</p>
<p>Ich wei&#223; der Vergleich hinkt mit dem obigen Thema. Aber es ist doch schlicht weg nicht gerecht und reinste Klientelpolitik die hier voll f&#252;hrt wird. Nicht erst seid heute, auch mit der SPD den letzten Jahren. Die alleinerzeihende Hart IV beziehnde Frau ist schlecht f&#252;rs Land, der studierte Banker, der Milliarden versemmelt, bringt ja Leistung und ist damit gut f&#252;r uns! Diese pseudo neoliberale Propaganda muss aufh&#246;ren! Denn, wenn man genauer hinschaut, verh&#228;lt sich FDP nicht mal so liberal wie sie tut, solange es um das eigenene Klientel geht!</p>
<p>Ein weiterer Punkt ist der Glaube daran, dass der Rat Race die Erf&#252;llung der Menschheit sein soll! Das ist das was der liberale Kapitalismus uns zwangsl&#228;ufig bringt. Immer schneller, immer mehr, immer besser, immer h&#246;her, vorgegeben durch immer st&#228;rker werdende monopolistische Gro&#223;konzerne, mit riesigen aufgebl&#228;hten Markengebilden. Kann das die Erf&#252;llung der Menschheit sein? Das dienen f&#252;r eine Marke, f&#252;r einen Konzern, f&#252;r einen Aktion&#228;r, oft auf Kosten der eigenen Gesundheit? Ist das die Leistung von der Westerwelle spricht, die jeder bringen muss? Wie arm wir sind!</p>
<p>Weitere interessante Artikel:</p>
<p><a href="http://www.fixmbr.de/griff-ins-klo-des-tages-guido-westerwelle/">fixmbr spricht vom Griff ins Klo</a></p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32072/1.html">Telepolis erkl&#228;rt uns Guidos kleine Welt</a></p>
<p><a href="http://chatatkins.blogger.de/stories/1579658/">Chatatkins kl&#228;rt Guido &#252;ber die R&#246;mer aus</a></p>
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		<title>Hypo Real Estate und kein Ende</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 08:11:07 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Hypo REal Estate]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Mitegent&#252;mer der Hypo Real Estate interessiere mich nat&#252;rlich was mit meinen Investitionen (in Form meiner Steuergelder) so passiert. Gerade...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Mitegent&#252;mer der Hypo Real Estate interessiere mich nat&#252;rlich was mit meinen Investitionen (in Form meiner Steuergelder) so passiert.</p>
<p>Gerade erst hat die HRE mal wieder einen neuen Verlust von 1,12 Mrd Euro ausgewiesen, f&#252;r den, selbstverst&#228;ndlich, wir Steuerzahler aufkommen. Man fragt sich ja schon, warum einige andere deutsche Banken so interessiert daran waren, dass der Staat die HRE rettet. Die Vermutung liegt immer n&#228;her, dass &#252;ber die HRE ein Bailout vieler anderen deutschen Banken vollzogen werden soll. Ich glaube nicht, dass ohne die HRE die Deutsche Bank schon wieder Milliarden Gewinne h&#228;tte schreiben k&#246;nnen, dabei ist Krise noch lange nicht vorbei. Die Finanzwirtschaft hat sich nur so dermassen von der Realwirtschaft abgeh&#228;ngt, dass die jetzt staatlich subvensioniert weiter machen k&#246;nnen wie vor der Krise. Die sogenannten Qualit&#228;tsmedien sollten sich mal Fragen, wer von den deutschen Bank wie im HRE Desaster drin h&#228;ngt. Ich glaube dann w&#252;rde mal einiges deutlich werden, wie der Hase l&#228;uft. Aber was will man erwarten mit einem Ackermann als zust&#228;nidgen Berater von Frau Merkel in Finanzfragen.Man die Probleme nicht l&#246;sen in dem die, die sie verursacht haben zu den Rettern erkl&#228;rt. Sie wird eigentlich nur auf Kosten des Steuerzahlers hinausgez&#246;gert und einige der &#8220;Big Player&#8221; d&#252;rfen nochmal ein paar Runden am gro&#223;en Rad drehen.</p>
<blockquote><p>Aber solange die HRE gest&#252;tzt wird und der Staat nachschiesst, l&#228;uft es weiter. Der Staat tut das Geld in die HRE, und die f&#252;llt damit Verluste auf, und viele Fonds k&#246;nnen noch etwas weiter wurschteln. Und ich denke, es w&#228;re jetzt eine hochspannende Sache, mal etwas &#252;ber die Initiatoren solcher Fonds zu machen. Sie reden ja gern vom systemischen Risiko der HRE, aber man sollte doch auch mal die Herren benennen, die es besonders schlimm erwischen w&#252;rde, wenn sich die HRE nicht mehr beim Staat, sondern bei jenen bedienen w&#252;rde, denen sie die Kredite gab.</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://rebellmarkt.blogger.de/">rebellmarkt</a></p>
<p>Als Miteigent&#252;mer der HRE w&#252;rde ich das aber auch gerne mal wissen?</p>
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