Suche Taschenlampe für extreme Bedingungen

[Trigami-Review]

Anfang Januar werde ich einen Bootstrip auf dem Amazonas und dem Rio Negro machen. Die Wetterbedingungen sind dort alles andere als einfach. In dieser Zeit beginnt die Regenzeit, es herrscht eine unglaublich hohe Luftfeuchtigkeit von teilweise 95% und Temperaturen von 35-40 Grad. Eine gute und fähige Taschenlampe ist also unverzichtbar. Grund genug sich im Voraus nach Taschenlampen umzusehen, die diesen extremen Bedingungen standhalten können. Zweibrüder Optoelectronics stellt Taschenlampen her und bietet zur Zeit Bloggern die Möglichkeit die Taschenlampen der Marke LED Lenser zu testen und darüber zu schreiben. Diese Gelegenheit möchte ich aus gegebenem Anlass natürlich nutzen.

Heute kam das Packet mit drei Taschenlampen der M-Series von LED Lenser, wobei ich hier die neue M5 testen werde. Das M steht für computeroptimierte Mikrocontroller die in den Taschenlampen verbaut sind. Damit lassen sich für unterschiedliche Situationen unterschiedliche Lichtprogramme über einen Schalter aktivieren. Zudem optimiert der Mikrocontroller auch den Energieverbrauch. Die LED Lenser M5 nutzt ein extrem leistungsfähiges aber trotzdem sparsames LED (Cree) zur Lichterzeugung. Die Brenndauer liegt laut Hersteller bei 6,5h mit lediglich einer AA-Batterie! Die Lampe erzeugt laut Datenblatt ein Lichtstrom von 88 Lumen. Weiter bringt die Taschenlampe 4,2Wh. Die Leuchtweite liegt bei über 100m. Diese Daten sind erstaunlich wenn wir uns die Größe und das Gewicht der Lampe im nächsten Abschnitt näher anschauen. Laut Hersteller liegt der Produktwert der M5 bei ca. 52 Euro. Zu welchem Preis die Lampe auf dem Markt zu haben ist, konnte ich auch auf der Webseite leider nicht herausfinden.

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Verpackung, Zubehör, Design und Verarbeitung:

Die Verpackung sieht schon mal qualitativ gut aus, wie eine hochwertige Geschenkbox in schwarz. Man klappt den Deckel auf und entnimmt zuerst ein kleines Prospekt und die Anleitungen. Die M5 ist eingebettet in ein leichtes samtiges Bett.

Was mir jetzt schon positiv auffällt, ist eine beiliegende Batterie. Was meist nicht selbstverständlich ist. Offensichtlich ist eine einzige AA- Batterie ausreichend. AA-Batterien sind günstig in jedem Supermarkt zu bekommen. Die LED Lenser M5 ist mit 104mm überraschend klein. Das ist für mich schon mal ein wichtiges Kriterium da ich nicht all zu viel Gepäck mit in den Regenwald nehmen kann. Sie kann in sehr kleinen Taschen oder Hosentaschen unproblematisch transportiert werden. Ein kleiner Hacken am Ende ist ebenfalls vorhanden. So kann die Taschenlampe auch ohne Probleme an Schlüsselanhänger oder Ähnlichem befestigt werden. Ein weiterer Blick in die Verpackung offenbart noch eine stabile Tasche aus Nylon mit kleinem Karabiner. Auch sehr nützlich, so lässt sich die M5 am Gürtel oder anderen Kleidungsstücken befestigen.

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Nachdem ich die Taschenlampe aus der Packung entnommen habe, fällt mir sofort ihr geringes Gewicht mit 74 Gramm auf. Trotz dem sehr robustem Metallgehäuse. Die Batterie lässt sich einfach einlegen. Dazu öffnet man lediglich den Drehverschluss am Ende, legt die Batterie ein und schraubt den Verschluss wieder zu. Die Batterie-Kontakte sind vergoldet und sorgen für eine perfekte Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit, was für meine Vorhaben auch sehr wichtig ist.

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Vom Design her finde ich die Taschenlampe sehr ansprechend. Sie ist schwarz mit einer ansprechenden Typenaufschrift und einer geriffelter Oberfläche für den rutschfesten Halt in der Hand.

Funktionen

Kommen wir nun zu den Funktionen, vor allem der LED Lenser Smart Light Technology. Die Smart Light technology beinhaltet die folgenden Funktionen, die über einen kleinen Mikrochip per “Tasten” und “Schalten” über einen Knopf auf dem Enddeckel der Lampe aktivierbar sind. Mit in der Verpackung ist eine kleine Schnellanleitung, die sogenannte Smart-Card (Größe einer Checkkarte).

100% Modus:

Der 100% Modus bietet die volle Leuchtkraft. Dafür klickt man 1x auf den Knopf am Enddeckel. Der Lichtkegel ist für die Größe der Taschenlampe außergewöhnlich leistungsfähig. Selbst aus dem 3 Stock lässt sich z.B. der Garten gut ausleuchten (Siehe Bild weiter unten).

15% Modus:

Laut der Smart-Card gibt es auch einen 15% Modus. Dieser Modus reduziert die Leuchtkraft auf 15% und spart zusätzlich Energie. Dazu soll ich einmal “Tasten” und einmal “Schalten” innerhalb 1 Sek. Nach etwas probieren hat es dann geklappt. Dazu hab ich aber dann doch einen Blick in die normale Anleitung benötigt. Die Bedienungsanleitung ist absolut ausreichend und gut verständlich.

Der Knopf auf dem Enddeckel lässt sich zum einen als Taster nutzen, es erscheint der Lichtkegel, lässt man wieder los, geht der wieder aus. Und eben als Knopf bzw. Schalter, mit dem man den dauerhaften Lichtkegel einschaltet. Nach Anleitung der Smart Card kann man nun mit 1x “tasten” und 1x “schalten” innerhalb 1 Sek. den 15% Modus aktivieren und in der Tat, der Leuchtkegel erscheint abgeschwächt. Das Licht ist sehr gut zum lesen z.B. von Karten, wofür der 100% Modus etwas zu viel des Guten wäre (siehe Bild weiter unten).

Strobe Modus:

Laut Smart-Card soll es auch einen Strobe Modus geben. Also ein Stroboskop in einer Taschenlampe. Dazu soll man 2x “tasten” und 1x “schalten” innerhalb einer Sek. Und in der Tat der Lichtkegel blinkt jetzt wie ein Stroboskop. Das blinkende Licht ist extrem hell und beim direkten reinschauen ist man für ein paar Sekunden stark geblendet. Laut dem Hersteller ist dieser Modus zur persönlichen Sicherheit als Selbstverteidigung gedacht. Es soll einen Angreifer blenden und irritieren. Durch einen Selbstversuch kann ich bestätigen, dass das blinkende Licht extrem hell ist und die Augen nach der Blendung noch einige Sekunden irritiert sind. Könnte mir gut vorstellen dass dies zumindest einen starken Abschreckungseffekt hat und es den Angreifer ein paar Sekunden so irritiert, so dass eine Flucht möglich ist. Etwas schwieriger dürfte es aber sein in einer Extremsituation den Strobe Modus so schnell zu aktivieren, dass seine Wirkung noch rechtzeitig zu Einsatz kommen kann. Könnte mir vorstellen, dass diese Strobefunktion auch gegen wilde Tiere nützlich sein kann. Wäre eine gute Zusatzfunktion für meinen Regewaldtrip.

Speed Fokus:

Mit einem so genannten Speed Fokus kann man das Licht fokussieren. Dieser Fokus befindet sich vorne am Kopf der Taschenlampe. Durch einfaches vor und zurückschieben des Lampenkopfes lässt sich der Lichtkegel auf einen Punkt fokussieren oder stark verbreitern, damit auch die Umgebung ausgeleuchtet wird. Beides funktioniert sehr einfach. Damit lässt sich für viele Einsatzbereich den optimalen Lichtkegel erzeugen. So kann man einen Raum Komplett ausleuchten oder den Lichtkegel punktuell auf etwas fokussieren (Siehe Bilder).

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Für mich ist natürlich sehr wichtig, dass die Lampe auch den widerlichen Bedingungen im Regenwald klar kommt. Das bedeutet, hohe Luftfeuchtigkeit und extreme Hitze von im Schnitt 35 Grad. Das möchte ich natürlich im Voraus etwas testen. Die Temperaturen muss ich zurzeit nicht simulieren, da wir hier in Süddeutschland zurzeit um die 30-35 Grad haben. Bleibt also noch die Luftfeuchtigkeit zu testen. Und wie könnte man das am besten simulieren als in der eigenen Dusche oder dem Waschbecken. Zuerst habe die M5 beim Duschen auf Spritzwasser gestestet. Wie die Bilder zeigen funktionierte Sie dabei einwandfrei. Beim zweiten Test ging ich einen Schritt weiter und versenkte die Taschenlampe ganz im Waschbecken. Auch das lässt die M5 kalt. Vollkommen wasserdicht ist sie auch unter Wasser perfekt funktionsfähig und zeigt keinerlei Beeinträchtigung, wie die Bilder zeigen:

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Fazit:

Was mich persönlich fasziniert hat, ist die wirklich starke Lichtleistung, die die Taschenlampe mit lediglich einer kleinen AA-Batterie und einem LED erzeugen kann! Wichtig ist für mich auch, dass ich die Batterie überall auf der Welt nachkaufen kann, dass ist mit der AA Batterie erfüllt. Ich denke selbst im kleinsten Urwaldladen bekommt man AA-Batterien. Ebenso faszinierte mich die absolute Wasserfestigkeit, so dass die Lampe sogar unter Wasser ohne Beeinträchtigung funktioniert. Das ist absolut wichtig bei der hohen Luftfeuchtigkeit am Amazonas. Dazu kommen noch die vergoldeten Kontakte für Energieversorgung durch die Batterie. Goodby Rost sag ich da nur! Bei der hohen Feuchtigkeit im Amazonas rostet Metall zig mal schneller als in anderen Klimazonen, das kann Stromkontakte sehr schnell schädigen. Bei der M5 habe ich da aber keinerlei bedenken. Zusammenfassend bin ich sehr zufrieden. Die LED Lenser M5 wird definitiv ein zuverlässiger Begleiter bei meinem Trip an den Amazonas Anfang Januar und bei vielen anderen Aktivitäten sein. Im Januar werde ich dann mal über die Praxiserfahrungen mit der Taschenlampe am Amazonas berichten.

Wer sich weiter informieren möchte kann dies zum einen in der LED Lenser Community oder der M5 Webseite tun.

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