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StudiVZ ist sowas von 2007

Eigentlich ist StudiVZ schon so out, dass es sich eigentlich gar nicht mehr lohnt darüber schreiben . Der Laden ist sowas von 2007, dass man sich 2008 mit wichtigeren Dingen beschäftigen sollte. Der Vollständigkeithalber und weil sie immer wieder so derb ins Fettnäpfen treten will ich nochmal ein paar Zeilen darüber verlieren.

Der Hype ums StudiVZ ist vorbei. Das merkt kann man an einigen Dingen. Zum einen stagniert der Traffic laut Alexa.com schon seit einigen Monaten bei StudiVZ, aber auch beim SchuelerVZ. Viele Nutzer haben ihre Namen abgekürzt oder so verändert, dass sie nicht mehr eindeuig identifiziert werden können. Mittlerweile sind auch sehr viele Profile auf Privat gestellt. Die große Party im VZ ist vorbei, das große Kopfweh am nächsten Morgen ist teilweise schon da, für Einige, die noch nicht verstehen was passiert, erst noch kommen. Das viele Nutzer aufgrund der fehlenden Medienkompetenz ihr komplettes privat Leben in Bild und Text im Profil und in Gruppen veröffentlicht haben, hatte und hat für viele ein böses Nachspiel. Das StudiVZ Nutzerdaten an die Polizei gibt ist meines Erachtens gerechtfertigt. Den aus eigener Erfahrung gibt es dort einges, was auch im Real Life zur ernsten Problemen führen würde. Auch StudiVZ ist kein rechtsfreier Raum. Dass damit aber die Änderungen der Datenschutzeerklärung begründet nicht OK. Zum Kopfweh führte eben diese Änderungen und die Änderung der AGBs. Die Nutzer sind mehr oder weniger aufgewacht und protestierten teils heftig, so dass StudiVZ teilweise unter dem Druck zurückrudern musste. Der nächste Bock für die User ist die Nachricht der Weitergabe von Nutzerdaten an die Polizei. Beliebt macht man sich da natürlich nicht.

StudiVZ hat ein weiteres ganz großes Problem. Sie sind nicht mehr die kleine hippe Studentencommunity von Studenten für Studenten. Sondern eine Firma mit Geschäftszielen und einem mehr oder weniger fähigen und branchenbekannten Geschäftsführer. Die Investitionen von Holzbrinck müssen sich rechnen. Eigentlich wollte man schon Ende 2007 soweit sein, jetzt heißt es, vieleicht 2009. Die Rechtfertigung für eine mögliche Rentabiltät in der Zukunft war bisher lediglich das rasante Wachstum, dass man vorzeigen konnte. Könnte sein, dass dieses Argument nicht mehr zeiht. Und die Werbung auf StudiVZ scheint auch nicht den erwarteten finanziellen Erfolg zu bringen. Was macht man da? Man gründet einfach ein weiteres VZ, nämich meinVZ. Das soll angeblich für Nichtstudenten sein, aber auch ehemalige Studenten die noch im VZ angemeldet sind. Wie kommt man an Mitglieder? Richtig, man gibt den Mitgliedern auf StudiVZ die Möglichkeit seinen Account sowohl auf meinvz zu übertragen, denoch aber bei StudiVZ als Mitglied zu sein. So hat man in meinvz.net ruck zuck ein paar hundert tausend Nutzer und kann die Werbeflächen dort entsprechend vermarkten. Und man hat wieder eine Argumentation, dass der Hype und das Wachstum nach wie vor da ist. Es stellt sich mir die Frage, warum man eine weitere Community gründet, anstatt die Funktionen von StudiVZ zu erweitern? Ganz einfach, Erweiterung kosten Geld, bringen keins und bringen auch zwangsläufig nicht mehr Mitglieder, also auch nicht mehr Einnahmen durch Werbung. Der deutsche Markt für das StudiVZ scheint gesättigt, die Internationaliserung ist gescheitert. Man gründet also ein meinVZ, verknüpft das mit StudiVZ, spricht damit eine weitere Zielgruppe an, kann aber wegen der Verknüpfung sehr schnell hohe Nutzerzahlen ausweisen, bescheißt sich so selber und wird sich bald wundern, warum sich der ganze Spaß immernoch nicht rentiert. We will see.

Bleibt nur zu sagen: StudiVZ ist sowas von 2007

Update:

Wie dreist StudiVZ dabei vorgeht, seine Nutzer zu zwingen sich auf MeinVZ ebenfalls anzumelden ist ja nur noch traurig! Naja an der Zurechnungsfähigkeit der Nutzer, die wiederholt diese Verarsche mit Opt-Out mitmachen, Zweifel ich ja schon länger. Wie, was, warum? Das alles kann man hier und hier lesen

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