Radiohead vs. Music Industry

Radiohead vs. Music Industry

Experimentiert hat Radiohead schon immer. Das neuste Experiment wird Geschichte schreiben. Die Band, die bei keinem Label unter Vertrag ist, hat eine neue Platte rausgebracht. Das besondere, der Musikliebhaber kann den Preis selber bestimmen. Die CD gibt es komplett zum Download auf der Radiohead Website. Der User entscheidet ob er die Musik kostenlos herunterladen möchte, oder einen selbstbestimmten Preis bezahlen will. Der Konsument entscheidet, was ihm die Musim wert ist. Das Experiment scheint ein Erfolg gewesen zu sein, aus marketingtechnischer Sicht mit Sicherheit. Innerhalb weniger Tage sollen angeblich 1,2 Mio mal wurde die Platte bisher verkauft, bzw. heruntergeladen. Laut einer Umfrage haben zwei drittel für die Platte gezahlt, im Schnitt ca. 5-6 Euro. Also auch ein finanzieller Erfolg für Radiohead.

Ein Schlag ins Genick für die Musikindustrie. Ist diese gerade dabei einen großteil ihrer Kunden zu kriminialisieren und ihre DRM verseuchte Musik an den Mann zu bringen. Rigeros überzieht sie vor allem jugendliche Internetnutzer mit Abmahnwellen wegen illegalen Musikdownlads. Hat sie es doch immernoch nicht hinbekommen, ein attraktives und finanziell interessantes Vertriebsmodell im Internet zu entwickeln.

Wie das geht zeigt jetzt Radiohead. Vor allem zeigt es, das die Konsumenten durchaus bereit sind, für gute Musik zu zahlen. Alle anderen, die das Album von Radiohead kostenlos heruntergeladen haben, hätten es sich vermutlich auch im Laden nie gekauft. Was auch wiederrum die These bestätigt, dass die Musikindustrie durch Filesharing keinen so hohen Schaden erleidet, als sie uns weiß machen will. Den Umsatzrückgang hat sie sich selber zuzuschreiben, durch das Dosenfutter, dass sie uns jeden Tag von Popstars bis The Dome 244383 vorsetzen will. Vor allem aber hat sie in den letzten Jahren Qualität mit Quantität verwechselt.

www.radiohead.com 

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