Opel wird gerettet werden

Guttenberg gibt sich bedeckt in den letzten Tagen. Geprüft werden müsse das Opel Konzept, und offene Fragen sollen geklärt werden. Vielleicht meint er es auch Ernst und es passiert in diese Richtung wirklich was. Doch eigentlich ist diese Rumprüferei doch umsonst. Guttenberg wird im Wahlkampf Merkels “klein Obama” sein. Ein junger, sympatischer und charismatischer Politiker, der auf den ersten Blick eine sehr gute Figur auf dem politischen Parket macht. Am Ende wird aber die Stimmung der Wähler entscheiden, ob Opel Steuergeld bekommt. Darauf werden Merkel und Seehofer schon achten.

Wie Opel (bzw GM) sich bemüht, Opel von heute auf morgen als gesundes Unternehmen da stehen zu lassen ist schon beeindruckend. Wie aus dem nichts wird auf dem Genfer Autosalon ein neues Opel Highlight zu sehen sein. Der Opel Ampera! Ein Elektroauto! eines der modernsten seiner Art. Wahnsinn, wie sich die Opel Entwickler hier ins Zeug gelegt haben. Schon 2011 soll das Elektroauto auf den Markt kommen. Sparsam, umweltfreundlich, innovativ und vor allem zukunftsfähig stellt Opel sich damit dar. Die PR Maschine läuft. Schließlich brauch man Geld, bei Opel, vor allem will aber auch GM Geld.

Der Opel Ampera ist meiner Ansicht nach ein Meisterstück der GM PR für Staatshilfen bei Opel. Basiert doch der Opel Ampera auf dem GM Chevy Volt. Man achte bitte auf die sehr ähnliche Form. Man mache ein leichtes Facelift und klebe das Opel Symbol vorne hin und schwupps hat Opel ein innovatives Auto vorzuzeigen. Von heute auf morgen und natürlich zur rechten Zeit. Nun ist das nicht ungewöhliches, dass man Produktsynergien im gleichen Autokonzern nutzt. Man kann das immer wieder beobachten, Porsche/VW, Mercedes/Chrysler, Dodge/Chrysler usw. Doch Opel will sich als zukunftsfähiges Unternehmen darstellen, dass auch alleine kann! Und da hilft die Presse schon, und erzählt uns was von einer tollen neuen Opel Entwicklung, bzw. man verschweigt einfach ein paar Details. Kaum eine Erwähung des GM Volts.

Und genau hier ist der Hund begraben. Wenn der Volt von GM Chevy ist, der Ampera beinahe eine 1zu1 Kopie ist und damit größtenteils in Amerika entwickelt wurde, liegen die meisten der Patente und Rechte offensichtlich bei GM, gut würden sie auch, wenn er tatsächlich bei Opel “Made in Germany” entwickelt worden wäre. Diese rauszukaufen oder auf Lizenz fertigen zu dürfen wird GM sich gut bezahlen lassen, den zu verschenken haben die sicherlich nichts mehr!

So oder so, wenn Staatshilfen fließen, auch GM wird sich seinen Teil an unseren Steuergeldern sichern!

Update:

Opel in Mainz durfte angeblich die Batteriesteuerung entwickeln. Immerhin, na dann ist ja alles gut.

Update 2:
Dies widerspricht der Darstellung des N24 Moderators gerade eben, der meint, der Volt wäre beinahe komplett von deutschen Entwicklern in Deutschland gefertigt worden. Ein FOCUS Bericht erzählt hier auch etwas anderes:

[...]Der Ampera basiert auf dem US-Modell Chevrolet Volt, das bereits Ende 2010 marktreif sein soll. Techniker im Entwicklungszentrum von GM in Warren, Michigan, arbeiten mit Hochdruck an diesem Projekt. [...]

Abgesehen vom europäischen Design mit deutlichen erkennbarer Opel-Herkunft wird dieses Elektroauto allerdings ein weitgehend amerikanisches Produkt sein – gebaut im GM-Werk Hamtramck in Michigan.

Richtig dreist ist die Bild:

Die Bundeskanzlerin hat sich dieses Auto gewünscht. Von Opel, von deutschen Ingenieuren entwickelt. [...]

Die Technik dazu stammt zum Großteil aus den Köpfen der Opel-Ingenieure, … [...]

Bleibt die Frage, wer hier flunkert?

VN:F [1.9.8_1114]
Bewerten Sie diesen Artikel. Klicken Sie auf die Sterne:
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
Share and Enjoy: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • Ask
  • email
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Live-MSN
  • MySpace
  • Technorati
  • TwitThis

About dd