“Ist mir doch egal was mit meinen Daten passiert”
Nun ja man kann über den StudiVZ Watchblog (http://studiwatch.wordpress.de/) denken was man will, ob nun einseitig, gut oder schlecht recherchiert…das alles sei mal dahingestellt. Was auf jedenfall problematisch ist, ist die Veröffentilchung von persönlichen Bilder sowie die dazugehörigen Namen. Ich möchte das aber mal aus einer anderen Sichtweise betrachten.
Ich erinner mich noch an den StudiVZ Blog. Dort gab es eine Menge solcher Aussagen: “Ist mir doch egal was mit meinen Daten passiert” und “Was soll den da schon groß passieren”! Solche und ähnliche Sätze hörte man tagtäglich von begeisterten StudiVZ Fans. Auch als z.B. an Blogbar, das Thema zur Sprache kam, wie Personalchefs das StudiVZ nutzen könnten, waren viele der Meinung das wäre alles übertrieben.
Nun wurde im StudiVZ Watchblog über eine Gruppe geschrieben, die so lautet: “Wer bekommt das Gruppenverdiensthakenkreuz 2007″, abgelegt unter der Kategorie “Spaß und Unsinn”. Das man im StudiVZ gern zu ähnlichen Scherzen neigt, ist seit der Stalker Gruppe letzten November ja bekannt. Anscheinend fanden es die Macher des StudiVZ WatchBlogs nicht so lustig und berichteten darüber, inklusive Bild und realem Namen des Gründers + Link zum StudiVZ Profil, gleichzeitig bringt man den Namen noch mit islamistischem Extremismus in Verbindung.
So weit so schlecht für den Gruppengründer. Das Blöde an der Sache dürfte aber nun sein, dass der Name des Gruppengründers jetzt auch recht bald in Google mit der Gruppe in Zusammenhang gebracht werden dürfte, dank StudiVZ Watchblog.
Natürlich meldet sich der Gruppengründer recht zügig in einem Kommentar zu dem veröffentlichten Beitrag und beschwert sich über Tatsachenverdrehung und das ja auch alles nur ein großer Spaß war/ist und ähnlichen Richtigstellungen.
Angenommen, der Gruppengründer wollte echt nur Spaß machen und war sich der Tragweite nicht bewußt oder er hat einfach nicht überlegt (was für einen Studenten eigentlich ein Armutszeugnis ist). So betrachte man mal folgende Probleme:
Das Internet vergisst ja bekanntlich nichts. D.h. es kann sein, dass sich diese Person ihr ganzes Leben für die Vorwürfe (ob wahr oder nicht) rechtfertigen muss!
Ganzes Leben als rechtsradikal abgestempelt werden und sich immer neu rechtfertigen müssen, für einen unüberlegten Moment im StudiVZ - UNBEZAHLBAR!
Bei internetaffinen Personalchefs könnte das auch ein Problem werden, was sich vielleicht für die zukünftigen Berufswünsche dieser Person nicht gerade als förderlich erweisen könnte.
Karriere kaputt für einen unüberlegten Moment im StudiVZ - UNBEZAHLBAR!
Es zeigt auch, wie wenig Bewußtsein für die Tragweite des eigenen Handelns im Internet vorhanden ist und welche Konsequenzen das haben kann.
Fehlendes Bewußtsein über das eigene Verhalten im Internet - UNBEZAHLBAR!
Geschichten die das VauZet so schreibt - UNBEZAHLBAR!
Der Spruch “Ist mir doch egal was mit meinen Daten passiert” könnte manchen recht schnell sauer aufstossen. Was ich im StudiVZ immer wieder feststellen muss, wie wenig verantwortungsbewußt manche Mitglieder mit Daten, Namen, Fotos, Begriffen, Symbolen, Zugehörigkeiten und Ansichten umgehen und wie schnell ein Spaß für andere verletzend werden kann.
Es passiert so schnell und unerwartet, dass die eigenen Daten aus dem StudiVZ für private Feldzüge verwendet werden und auf einmal irgendwo außerhalb vom StudiVZ auftauchen, wo man keine Kontrolle mehr hat, wie und in welchem Zusammenhang sie verwendet werden.
Spätenstes hier dürfte es manchen nicht mehr so egal sein, was mit Ihren Daten passiert, doch dann ist es eben leider zu spät.
Mein Lieblingsspruch in diesem Zusammenhang:
Das Internet ist kein Ponyhof!
Weitere Geschichten die das VauZet so schreibt, demnächst hier oder auch auf vielen anderen Blogs in deinem Netz.
[auf den bezogenen Beitrag von StudiWatch möchte ich nicht verlinken, da die betroffene Person schon genug gestraft sein dürfte, es soll hier lediglich als Beispiel dienen, wie problematisch das eigene, vielleicht unbewußte, Verhalten im StudiVZ werden kann. Die betreffende Person wurde mittlerweile im StudiVZ gelöscht, nur bringen wirds der Person nicht mehr viel]


Februar 8th, 2007 at 15:09
[...] Das wird übrigens immer passieren, wenn man Perspektive und Nachhaltigkeit aus den Augen lässt. Ich würd’ die Bürostühle im Berliner Bonkerrr jedenfalls nicht zu warm sitzen, wenn ich dort angestellt wäre. Schneller, als man denkt, kann’s vorbei sein. Warum? Nun, weil es immer so geht, wenn man schnelles Geld im Blick hat. Holtzbrinck wird den maroden Laden irgendwann PR-oletenhaft auf Vordermann trimmen, ähnlich wie Gebrauchtwagenhändler einer verrosteten Karre ne neue Lackierung und nen Tüv-Stempel besorgen, oder Immobilienmakler die schlechte Bausubstanz durch nen Fassadenanstrich aus der Neuzeit kaschieren mögen. Sobald sich diese Anzeichen verdichten, würde ich als Mitarbeiter von StudiVZ schon mal Bewerbungen schreiben gehen. Wer weiß, vielleicht macht sich das darianische Arbeitszeugnis so gut bei Unternehmen, die auf langfristige Marktanteile ausgerichtet sind, dass sie die Strategien der hektischen Hand, die man euch dort beibrachte, ganz einfach untern Tisch fallen lassen. Je nachdem, aus welcher Perspektive man es betrachtet, ist es quasi eine tickende Zeitbombe. [...]
März 1st, 2007 at 23:17
[...] Fortsetzung von hier: [...]