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Ich mag Schweden! Nur ihre Möbel, die können sie ruhig behalten!

Dass ich diese schwedischen Möbelhäuser nicht sehr mag, ist vielen bekannt. Billige Pressspannplatten produiziert in Rumänien, mit billigem Stoff betackert und nach zwei Jahren so unansehentlich, dass man freiwillig wieder dort hinrennt und den nächsten Ramsch holt, der ebenfalls in 5 min zerlegt und reif für die örtliche Wohlstandsmüllentsorgung ist.

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Ehrlich, ich war in meinem Leben zwei mal in so einem skandinavischen Möbelhaus und hab mir dort nicht mal was gekauft. Vermute, ich war an diesen zwei Tagen immer der Einzige, zumindest kam es mir so vor. Die Produkte, der Möbelhäuser aus dem Land der Hackbällchen, die bei mir rumstehen hab ich entweder geschenkt bekommen oder von irgendwelchen Vormietern übernommen. Als Student kann man sich vieles nicht aussuchen. Das wird jetzt anders, nach und nach.

Nix überstürzen, schauen, verlieben, suchen und kaufen. Das ist durchaus ein Prozess der sich für ein Stück über Wochen, sogar Monate bei mir ziehen kann. Ich möchte das beste Ergebnis zwischen Qualität, Preis und Stil. Meistens schau ich einfach mal hier mal da, über Wochen, Monate, das geht so lange, bis ich irgendwo reinkomm, etwas seh und es mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Das geht dann in Sekunden, etwas brennt sich ein und lässt mich nicht mehr los, bis ich es habe. Dieses Gefühl brauch ich, erst dann tätige ich größere Anschaffungen. Doch zuvor geht die Recherche los. Im Laden sind die Produkte meistens total überteuert. Erstmal das Netz anschmeißen, Ebay checken, Online Shops checken, suchen, suchen, suchen, auch das kann Wochen gehen, mit dem Bild im Kopf. Geduld, sich Zeit nehmen, nicht alles auf einmal. Dabei muss nicht alles immer neu sein, es muss einfach gut in Schuß sein und es muss mich einfach umhauen. Vor kurzem wars wieder soweit, eine Couch sollte es sein, mächtig, aus Ledern, schwarz wie die Nacht, große bauschige Lehnen, bequem, einfach der Hammer. Und ich hab es gefunden, zwar zwei Jahre alt! Dafür bestens in Schuß, kaum ein Kratzer, dafür genauso “billig” wie ein mittelmässiges schwedisches Möbelstück aus Rumänien und so gut wie neu, top gepflegt, von einem recht wohlhabenden älteren Ehepaar aus der Lüneburger Heide. Für das Geld war auch noch das Europcar drin und ab gings. Nun ist es meins! Traumhaft, ich liebe diese Momente. Nur der finale Platz muss noch gefunden werden, doch da mach ich mir keine Sorgen. So sieht dann etwas aus, was auch nach zwei Jahren noch seinen Wert hat:

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Ach ja, einen Schrank such ich noch, schon seit 4 Monaten, Empfehlungen nehm ich gerne an. Bis her gabs noch nichts was mich wirklich umgehauen hat.

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