Samstag fand das Finale der grandiosen Jägermeister Rock:Liga 2009/2010 im Berliner Kesselhaus in der Kulturbrauerei statt. 9 Bands spielten in 3 Vorrunden, 16 Tagen und 16 Locations in ganz Deutschland um den Titel des JägerMeisters 2010! Aus den Vorrunden zogen die Bands Hot Hot Heat, The Films und Hadouken! ins Finale nach Berlin ein. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und habe die Strapazen einer langen Anreise aus dem tiefen Süden in Nordosten der Republik auf mich genommen.
Zum Vorglühen gings bereits am Freitag Abend in die Berliner Kneipe Oberbaumeck. Dort gaben Hot Hot Heat im Vorfeld ein kostenloses und exklusives Akkustik Konzert. Der Platz war natürlich begrenzt und so war der Laden brechend voll, nicht wenige durften ihre Nasen von draußen an den Scheiben platt drücken um das Konzert zu erleben. Wer die Jungs kennt weiß, dass sie sich musikalisch nicht lumpen lassen und für ausgelassene Stimmung sorgten. Nach dem Konzert mischte sich die Band unters Publikum und man feierte gemeinsam in den finalen Rock:Liga Tag rein. Sehr nette Jungs!
Samstag, das Wetter zeigte erfreut über so viel Rock’n'Roll an diesem Tag, so das man sich schon Mittags bei angenehmen Temperaturen im Biergarten in Stimmung trinken konnte (nein, wir können auch ohne Alkohol Spaß haben ;) ). Ich hab das aber mal gelassen, weil ich noch etwas Kopfschmerzen von letzter Nacht hatte. Gegen 19 Uhr war Einlass und das Kesselhaus füllte sich so schnell, wie auch meine Kopfschmerzen verschwanden. Mit ein Grund war sicherlich der leckere Burgerbrater vor dem Eingang, der die Gäste und Bands mit dem Besten vom Grill versorgte. 20:30 Uhr ging dann das Finale offiziell los und die Rock:Liga 2010 in die letzte Runde!
Moderator Axel Bosse war wie immer in bester Stimmung! Wie macht der Mann das bloß? Wenn man ihn trifft, er ist immer guter Laune! Sehr netter Mensch, den ich bereits während der Vorrunde der Gruppe C kennenlernen durfte und persönlich sehr schätze. Wie überhaupt viele aus demRock:Liga Team. Aber wieder zurück zum Finale: Als Erstes traten The Films auf die Bühne und vor die kritische Jury, dem Publikum. Anfängliche Soundprobleme wurden schnell weggespielt. Als Opener hat man eben immer ein hartes Los. Aber auch musikalisch konnten Sie das Publikum im Finale nicht so richtig überzeugen. Die Stimmung sprang nicht richtig über, wie damals in der Vorrunde beim Konzert im Stuttgarter LKA.
Als Zweiter standen Hadouken! auf der Running Order. Die hatten gleich ein ganzes Filmteam mit gebracht, da sie an Aufnahmen für ein Musikvideo arbeiten. Doch dafür hätte ich auch etwas mehr Motivation auf der Bühne erwartet. Ich kenne die Band ganz gut, als ich eine Woche mit der Vorrundengruppe C mit tourte und muss sagen, die Band kann eigentlich besser überzeugen. Sänger James machte einen sehr müden Eindruck. Die Show wirkte eher als Pflichtermin für die Band, als eine Bewerbung auf den Titel. Dennoch konnten sie das Publikum mit ihrem treibenden Nu Rave begeistern und zum abrocken bewegen.
Als Headliner sicher die besten Vorraussetzungen für einen Sieg, betraten Hot Hot Heat die Bretter die zur Trophäe führten. Da wurde auch nicht lange drum rum geredet, Sänger Steve Bays haute in die Tasten seines Keyboards und seine Mitstreiter in die Saiten bzw. aufs Schlagzeug. Mit seiner sympatischen Art hatte er das Publikum gleich auf seiner Seite. Mit ihrem melodischen Indie-Rock brachten sie die Crowd zum abrocken, während Steve regelmässig auf dem Zaun stand und die Menge weiter anheizte! Den passenden Abgang fand dann Gitarrist Luke am Ende und sprang ins Schlagzeug. Rock’n'Roll wie ich finde! So muss das sein! Beifall!
Zeit für Axel mit dem Applausometer die Stimmung einzufangen und den Gewinner zu ermitteln. Jede Band erhielt auf jedenfall schon mal eine schöne Gibbson Gitarre und auf den Sieger wartete die riesige JägerMeisterschale. Die ging in diesem Jahr, ich finde verdient, an Hot Hot Heat! Tja und leider wars das für diese Rock:Liga Saison.Kann man nur hoffen, dass sie bald wieder statt findet. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, vor und auch hinter den Kulissen viel erlebt, tolle Menschen kennengelernt. Rund um eine super Sache und ich hatte das Gefühl, dass es den vielen Besuchern und Gästen auch ne Menge Spaß gemacht hat.
Ganz zu Ende wars dann noch nicht. Es gab noch die After-Show mit den Carrera DJs, die den besten Haupstadt-Sound mitgebracht haben. Natürlich war auch der Gewinner des Berlin Wochenendes da. Hat grockt, Markus ;-) ! Gemeinsam mit den Bands, der Crew und dem Publikum wurde dann noch bis in die Morgenstunden gefeiert. Für mich hieß das direkt durchmachen, um 8:30 Uhr am Sonntag morgen gings für mich zurück in den Süden.






















