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Gutes tun und schlechtes unterstützen

Wenn Blogger Gutes tun wollen, ist das ja erstmal nicht schlecht. Im Gegenteil es ist unterstützenswert. Das sieht auch Herr S vom NyBlog so. Er würde gerne nach Burma fliegen und uns live in seinem Blog über die Lage dort aufklären. Eigentlich eine Gute Sache.

Das Blogs auch für Spendenaufrufe funktionieren, hat man in einigen Beispielen schon gesehen. Herr S möchte sich seinen Flug nach Burma von seinen Lesern spendieren lassen, damit er live vor Ort etwas zur Meinungsfreiheit beitragen kann und die Welt über die Zustände dort aufklären würde. Was bisher auf keine große Gegenliebe seiner Leser stößt. Die denken eher an einen finanzierten Urlaub. Ich persönlich halte das auch nicht unbedingt für sinnvoll. Ein weiterer Leser unterbreitet nun den Vorschlag, Herr S solle doch erstmal nach Burma fliegen und von dort bereichten, dann sein Spenden Konto eröffnen. Dieser Kommentator verspricht dann auch die ersten 10 Euro zu spenden. Ein guter Vorschlag. Ich denke wenn Herr S gute Berichte von dort schreibt, könnte das durch aus zu Solidarität und spendenwilligen Lesern führen.

Nun gibt es da aber ein Problem, das die Pläne von Herr S etwas komplizierter machen dürften. Schließlich wollen die Leser ja die versprochenen live Berichte. Zum einen hat Burma sämtliche Internetverbindungen gekappt und das Mobilfunknetz nahezu lahmgelegt. Wieso soll man jemand etwas spenden, wenn er gar nicht von dort bloggen kann?

Was mich an der ganzen Geschichte aber am meisten stört, ist die Tatsache, das Herr S sich auf seinem Blog über Google Werbung mitfinanziert. Ein Unternehmen, das in der Vergangenheit mehrfach wegen Einschränkung der Meinungsfreiheit bzw. Zensur in Ländern wie China oder Thailand kritisiert wurde. Wieso sollte ich einen Blogger finanzieren, der sein Geld unter anderem mit dem von Google in China erwirtschaftetem Gewinn verdient? Gutes tun, okay. Aber nicht vordergründig Gutes tun wollen und hintenrum, ich sags jetzt mal übertrieben, Geld verdienen an dem das selbe “Blut klebt”. Wer auf der einen Seite helfen will die Meinungsfreiheit zu verteidigen und auf anderen mit dessen Einschänkung Geld erwirtschaftet, hat diese Spenden leider nicht verdient. Da spend ich mein Geld noch lieber bekannten Organisationen, da weiß ich wenigstens sicher, dass mein Geld nicht da ankommt wo es hin soll.

Ein Kommentar to “Gutes tun und schlechtes unterstützen”

  1. NYblog » Blog Archive » Free Burma - Google free! :

    [...] ich habe die berechtigte Kritik von dd mir zu Herzen genommen. Auch wenn ich nicht glaube, dass Blogger sich durch Google Adsense [...]

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