Der Westen hat ein Sitzungsprotokoll vom 18.6. zur Loveparade 2010 online gestellt. Darin ist zu entnehmen, dass es offenbar Differenzen und Bedenken zwischen Behörden und der Lopaevent Agentur von Schaller gibt (Loveparade Event Organisation). So wurden bedenken zu den ausgewiesenen Fluchtwegen geäußert und auch zur max. Anzahl der Besucher pro qm geäußert. Daraus dürfte eigentlich schon klar werden, dass das Gelände offenbar nicht geeignet war.
Offenbar wird auch, dass hier Druck auf die Behörden ausgübt wurde indem klar gemacht wird, dass OB Sauerland die Loveparade in Duisburg möchte. Die Sitzung verlief wie man sich das in einem schlechten Film vorstellt. Obwohl einige Beteiligte Bedenken klar machten, wurde diesem Hinweis hinweggewischt.
Das dürfte die Staatsanwaltschaft sehr interessieren:
http://files1.derwesten.de/flashmm/PDF/protokoll.pdf
Damit wird es um den Veranstalter Schaller sowie OB Sauerland enger. Die offensichtlichen Ausreden sind wohl nicht mehr haltbar. Der OB dürfte mit diesem Hintergrund kaum mehr haltbar sein. Wann trägt hier endlich jemand die politische als auch die moralische Verantwortung?
Gestern erhöhte sich die Anzahl der Toten auf 20. Alle Toten wurden anscheinend im Gemenge am Einlass der Loveparade 2010 erdrückt. Dazu gab es nach über 500 Verletzte. Welche Kräfte hier wirken, habe ich bereits beschrieben.
An dieser Stelle noch ein Hinweis auf Alvar Freude, der sich mit dem Thema ausführlich beschäftigt hat:
http://blog.odem.org/2010/07/loveparade.html#more
Update:
N-TV berichtet gerade in einer Eilmeldung: Eine weitere Person ist heute morgen ihren Verletzungen im Krankhaus verstorben. Damit fordert die Loveparade 2010 jetzt 21 Tote.














