Betty TV bleibt Sorgenkind von Swisscom
Betty TV is das Sorgenkind des Mutterkonzerns Swisscom. Betty TV ist eine interaktive Fernbedienung, mit der der Zuchauer an Gewinnspielen oder Quiz teilnehmen kann. Im Halbjahresbericht des Konzerns schmälert Betty TV den EBITDA um 60 Mio CH bzw 36,5 Mio Euro.
Laut der Netzzeitung sei Betty TV für die Swisscom nicht zufriedenstellend. Konzernchef Schlöter teilte mit, dass man sich Gedanken über eine Neuausrichtung machen müsse. Diese Aussagen passen zu dem Gerücht, Betty TV Chef Wolfram Schmidt sei wegen unterschiedlichen Vorstellungen bezügl. der Ausrichtung von Betty TV von allen Aufgaben freigestellt worden. Offiziell wurde das aber noch nicht bestätigt.
Auch über eine gänzliche Einstellung von Betty TV wird bereits laut nachgedacht. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.
In der Schweiz wurden bis her höchstens 10 000 Kunden gewonnen und in Deutschland 100 000 Kunden die Betty TV nutzen. Die Frage steht immernoch im Raum, ob es 100 000 Haushalte oder 100 000 Geräte sind die genutzt werden, da in vielen Haushalten mehrere Betty verwendet werden. Angeblich hat Swisscom über 300 000 Fernbedienungen auf Halde produzieren lassen. Damit hat sich Swisscom extrem verschätzt was die Nachfrage betrifft. Unterdessen werden eine Vielzahl der Fernbedienungen nicht verkauft sondern über zahlreiche Gewinnspiel und Verschenkaktionen an den Mann gebracht. Ob dies zum Durchbruch führt? Ich glaube kaum. Denn, das Modell ist eben erst erfolgreich, wenn es auch viel genutzt wird. Mittlerweile ist auch ein reger Schwarzmarkt mit den Fernbdienungen im Gange. Auf ebay oder bei Amazon werden die FB schon zu Schleuderpreisen angeboten.

