Griechenland steht kurz vor der Pleite, das steht fest und daran zweifelt auch kein Mensch mehr. Was passiert wenn ein Staat kein Geld mehr zur Verfügung hat, dass spüren notgedrungen seine Angestellten. Die gingen gestern auf die Straße und protestierten gegen Einsparungen bei Ihren Löhnen und Gehältern. Und die Wut steigt verständlicher Weise. „Sie erklären uns den Krieg, also antworten wir auch mit Krieg“, droht ein wütender Demonstrant. Erste Ausschreitungen mit Tränengaseinsatz gab es gestern.
Seit Mitte letzten Jahres ist Griechenland erprobt im Aufstand und die Polizei erprobt im Niederschlagen solcher Aufstände. Solange der Staat die Elitepolizei noch bezahlen kann. Aufgrund des Generalstreiks ging auf jedenfall in Griechenland 24h nichts mehr. Kein Flugverkehr, kein funktionierendes Gesundheitsystem, kein Nahverkehr, dichte Schulen. Vorboten einer möglichen Apokalypse für Griechenland die Ihnen keiner wünscht, vor allem nicht denen die am meisten dafür bezahlen werden. Die, die eh schon kaum mehr was haben.
Stellt sich die Frage, wer ist Schuld an der Missere und sollte dafür den Kopf hinhalten? Keine Frage der kleine Beamte kann nichts dafür, wird aber vermutlich in der Praxis dafür bezahlen. Viele behaupten der griechische Staat allein sei Schuld daran. Sicher er hat über seine Verhältnisse gelebt und es wurde betrogen und gelogen als es um den EU Beitritt ging und auch danach wurde fleißig an der Haushaltsbilanz geschummelt. Es ist aber nur die halbe Wahrheit. Wie in der Bankenkrise hätte man es wissen können wenn man den hätte wollen und wenn man die Augen nicht mit beiden Händen fest zu gehalten hätte. So zumindest beschreibt es der Blogger weissgarnix in seinem Wirtschaftsblog:
Griechenland hat keineswegs in den letzten Jahren angefangen, auf Saus und Braus zu leben und das die längste Zeit verschwiegen, wie es jetzt überall in den Medien heißt. Sondern bereits beim Beschluss des EU-Parlaments im Mai 2000 zur Aufnahme des Landes in die Eurozone herrschte allergrößte Skepsis, wie man damals in den Zeitungen auch nachlesen konnte. Nicht von ungefähr enthielten sich deshalb auch viele Abgeordnete der Stimme, u.a. die versammelte Fraktion der CSU.
[...]
Fakt ist, dass es seinerzeit politisch gewollt war, dass die Griechen aufgenommen werden. Daher waren Details zu den griechischen Statistiken offenbar nicht wirklich gewünscht.
[...]
Bereits in 2004 schreibt also Eurostat, dass die griechische Bilanzierungspraxis seit Jahren umstritten war und mit den Griechen auch intensiv diskutiert wurde. Sowohl das DG ECFIN (“Directorate General for Economic and Financial Affairs” der Europäischen Kommission) als auch die EZB waren offensichtlich mit von der Partie. Und die Griechen scheinen durchaus bereit gewesen zu sein, an der Aufklärung mitzuarbeiten.
Lohnt sich wirklich den Artikel mal zu lesen. Es war also alles durchaus bekannt und wurde auch diskutiert. Und der Hammer: die Griechen waren wohl durchaus bereits an der Aufklärung mitzuhelfen. Aber es ist wohl wie mit einem kleinen Kind. Wenn es keine Konsequenzen aus seinem Handeln merkt, wird es sein Handeln auch nicht ändern solange es zu seinem Vorteil ist. Also warum hätten die Griechen ihr Handeln ändern sollen? Und nach ein paar Jahren redet man sich vermutlichsogar ein, dass es richtig ist was man tut. Für solch ein Verhalten gibt es eine Fachbegriff aus der Psychologie, der mir leider gerade nicht einfällt. Fakt bleibt, die EU hatte ein starkes Interesse daran Griechenland, egal wie, in der EU zu haben und war auch später nicht daran interessiert, dass sich am Verhalten von Griechenland etwas ändert. Nur welches Interesse bestand da?
So … und nun lass ich, neben der ganzen deutschen Jubelpresse die manchem Politiker wieder nach Mund redet, man müsse Griechenland retten weil ja sonst alles mit den Bach runter geht, folgendes:
Trotz Krise plant Griechenland den Kauf von sechs Fregatten der Fremm-Serie in Frankreich.
Quelle Ria Novosti. Da muss man also russische Presse lesen, um das zu erfahren. Moment mal! Ein Land, dass kurz vor der Pleite steht gibt nochmal 2,5 Mrd Euro aus um Kriegsschiffe zu kaufen, die es eh nie benötigen wird und schon gar nicht jetzt. OK, es gab Verträge die vor Jahren geschlossen wurden. Aber jetzt schauen wir mal genauer hin. Da ist ein Land wie Frankreich, mit einer großen Rüstungsindustrie, mit viel Einfluss auf die Politik. Da ist ein Staat, neben Deutschland, der massiv darauf drängt für Griechenland eine Lösung zu finden und auch mit Staatshilfen winkt. Und da stellt sich der griechische Verteidigungsminister vor einigen Tagen hin und erklärt: “Wir werden den Vertrag erfüllen”. Wohlgemerkt am selben Tag nach Verhandlungen mit Sarkozy.

(Teaserbild: Abraham Willaerts, Galley and men of war, Quelle Wikipedia)
Da stellt sich mir schon die Frage, warum besteht der französische Präsident auf Erfüllung des Vertrages trotz beinahe Pleite von Griechenland? Die Lösung liegt auf der Hand. Wenn Griechenland durch Frankreich und Deutschland gerettet wird geht das auf Kosten der Steuerzahler in diesen Ländern. Würden die Verträge annulliert ginge es auf Kosten der Rüstungsindustrie. Wird Staatshilfe für Griechenland beschlossen, finanzieren wir die Rüstungskosten für Griechenland mit und damit einen indirekten Bailout der Rüstungsindustrie in Frankreich und Deutschland. Ganz zu schweigen von den Banken, die da sicher mit involviert sind. Das wäre aus meiner Sicht ein Skandal, an Dreistigkeit und Verlogenheit des französischen Präsidenten nicht mehr zu überbieten. Manche gehen sogar soweit und sprechen von einem Verbrechen an der eignen Nation.
Stellt sich aber weiterhin die Frage, warum die EU so an Griechenland interessiert war und ist? Und damals ein Beitritt auf Teufel komm raus vollzogen wurde. Auf einen Trichter kam ich eben heute durch die oben genannte Meldung von RIA. Darin steht auch:
Griechenland kauft rund vier Prozent der Waffen und Rüstungen, die auf den Weltmarkt kommen. Das ist eine Rekordzahl für ein Land mit einer Bevölkerungszahl von elf Millionen.
Und hier wurde ich stutzig. Oder sollte ich sagen, es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Ah ja. 4%! Für ein Land mit 11 MILLIONEN Einwohner? Wahnsinn!!!!! Das sind ordentliche Summen im Spiel, was die Rüstungsausgaben angeht! Da geht einem langsam das Messer im Sack auf. Wenn man jetzt mal noch auf die größten Rüstungsexporteure der Welt schaut. Da sind Frankreich und Deutschland vorne dabei. Und wie sichert man sich langfristig die Aufträge der Griechen, man nimmt sie in die EU auf, da ist man quasi dazu verpflichtet erstmal in der EU einzukaufen. Dazu las ich heute noch in einem älteren Artikel in der TAZ (die man hier lobend erwähnen muss, die wenigstens das heikle Thema dieser Verstrickung mal anschneidet im Gegensatz zu der ganzen anderen deutschen Wirtschaftsspeichelleckerpresse, wobei der anscheinend auch aus der französischen Presse abgeschrieben wurde):
Nach Presseberichten soll die EU-Kommission schon im letzten November in einem Memorandum eine Halbierung der griechischen Rüstungsausgaben vorgeschlagen haben. Das mag sein, aber die großen Euroländer scheinen von diesem Vorschlag nichts gehört zu haben. Vor allem Deutschland und Frankreich drängen die Athener Regierung seit Jahren massiv zum Ankauf ihrer Panzer, Kampfflugzeuge und Fregatten. Die – weitgehend staatlichen – europäischen Rüstungskonzerne schien nicht zu stören, dass diese Geschäfte in der Vergangenheit ihre Verhandlungspartner auf griechischer Seite verdächtig reich gemacht haben. [Hervorhebung durch den Autor]
So weht also der Wind. Da haben wir also ein berechtigtes und plausibles Interesse. Das stinkt doch alles schon förmlich zum Himmel. Mal abgesehen davon hatten wir in der Zeit eine Rot/Grüne Regierung! Das mal so nebenbei. Aber vermutlich haben die Ihre Nase so tief im Arsch einiger Konzerne gehabt, dass Sie Pinocchio Konkurrenz machen könnten (nicht das die anderen besser wären, aber das muss erwähnt werden).Ich will noch kurz die Überschrift einer Meldung in der Zeitung Welt zitieren, die jetzt alles sagt:
Berlin und Paris entwerfen Hilfe für Griechenland (11.2.2010, 4:00 Uhr)
Keine weiteren Fragen mehr euer Ehren!
Tja und so sieht das aus. Um es etwas verharmlost zu sagen: Man kann unseren Regierungen eine gewisse Teilschuld an dem Ganzen nicht absprechen. Und wer es auch mitbezahlt ist nur klar:
Griechenland muss das von der EU geforderte Spar- und Wachstumsprogramm umsetzen. Ministerpräsident Papandreou hätte am Mittwoch geäußert (2)
“Wir haben den starken Willen, das von der EU vorgelegte und von ihr genehmigte Programm Wort für Wort einzuhalten.”
Zu diesem Programm gehören starke Einschnitte für die Bevölkerung Griechenlands, die ihren Unmut darüber in Protesten und Demonstrationen kundtut.
Und das ist das eigentliche Verbrechen von den griechischen Politikern, wie auch von unseren Politikern wie Sarkozy. Verbrecher wäre zu kurz gefasst. Ich würde es mit Mafia umschreiben! Für Rüstungsausgaben wird das Volk bluten! Wer will seinem Volk erzählen, es müsse auf Löhne verzichten und im gleichen Zug kauft man Kriegschiffe für 2,5 Mrd. Das führt doch zwangläufig zu Unruhen.
Am Ende will ich noch etwas anmerken in dem ganzen Griechenlandsumpf. Da war noch eine Bank von Obamas Gnaden, genannt Goldmann Sachs. Ist es Zufall oder ist das System, dass diese Bank immer da auftaucht wo es rund geht und komischerweise meist immer als alleiniger Gewinner hervorgeht. So half anscheinend Goldmann Sachs der griechischen Regierung beim Bilanzschummeln. Hoppsa! Eine Bank, deren ehemalige Mitglieder und Lobbyisten offensichtlich Obamas vollstes Vertrauen genießen, hilft Griechenland beim Bilanztricksen? Und ist somit, sicher zu einem kleinen Teil, an dieser Krise mit verantwortlich. Ein Schelm wer dabei Böses denkt, wenn die USA absehbar auf einem sinken Boot sitzen.
Und sicher ja, jetzt geht es auch um den Euro. Gegen den wurde ja gerade feste gewettet an den internationalen Finanzmärkten. Äh, Moment wie gewettet? An den Finanzmärkten? Hatten sich nicht sämtliche Staaten dazu kommittet gegen solche Spekulationen energisch vorzugehen, damit niemand mehr als Systemrelevant eingestuft werden muss und schnellstens eine Rettung braucht, weil die Finanzmärkte gerade gegen die Bank, einen Konzern oder eine Währung wetten? Ach so … war lang her, meint ihr, die Krise ist ja vorbei? Ja, Ich vergaß:
Wegen der Schuldenkrise Griechenlands befürchte man “eine größere Verwerfung als bei der Krise der Hypo Real Estate”, hieß es in Koalitionskreisen. Angestrebt sei eine europäische Lösung. Allerdings werde auch ein Alleingang Deutschlands nicht ausgeschlossen.
[...]
Zeitdruck entsteht derzeit durch die umfangreichen Wetten gegen den Euro. Am Donnerstag treffen sich die europäischen Regierungschefs zu einem informellen Gipfel in Brüssel. Dort wollen die EU-Staaten über ein abgestimmtes Vorgehen in der Griechenland-Krise beraten.
So meint das die Financial Times Deutschland. Welcher Banker hat da wieder der Merkel ins Ohr geflüstert? Na dann ist wieder alles im Butter aufm Kutter! Machen wir doch weiter wie bisher. Geld für Banken und Spekulanten! Krise? Wo? Ich seh keine Krise?
So und jetzt schau ich aus dem Fenster an den Waldrand und genieße den schönen Blick auf den Schnee. Hier gibt es keine kriminellen Banken, keine korrupten Staaten und keine verlogenen Konzerne! Nur etwas Vetterleswirtschaft im Dorf, aber wer weiß, alles hat irgenwo seine Quelle ;-).
Weitere Blogs, die über Griechenland berichten:
Readers Edition spricht von der “Griechischen Legende”
Auch ein Argument warum es einen Bailout geben wird, bei den Piraten
Update 16:30 Uhr:
Die Griechen erhalten offenbar erstmal keine Finanzhilfe. Wenn man der DW glauben darf. Doch aus der Welt sind sie deshalb nicht. Aus meiner Sicht, war das erstmal die richtige Entscheidung! Dennoch eine Farce wenn Sarkozy auf die Erfüllung des Rüstungsvertrages über 2,5 Mrd Euro besteht und im gleichen Zug aber größere Sparanstrengungen von den Griechen fordert, die natürlich das kleine Volk tragen muss. Finde eigentlich nur ich das verlogen?
Zur Bedingung für mögliche Hilfen macht die EU zusätzliche Sparanstrengungen der Griechen. Die Staats- und Regierungschefs riefen Athen laut Van Rompuy auf, das Staatsdefizit in diesem Jahr um vier Punkte zu senken. Dafür seien “zusätzliche Maßnahmen” nötig, betonte der belgische Ratsvorsitzende. Die EU-Finanzminister sollen die Auflagen am kommenden Dienstag beschließen.
Euro fällt von 1,38 auf 1,3650 (USD/Eur) (Danke Tino):
http://www.is-asp.pbc.maxblue.de/chart/maxblue_chart_small_index?symbol=DUSDEUR.TGT&hist=0&
Ich lese übrigens immer noch nichts von den Fregatten in der deutschen Presse. Warum?
Auf n-tv wird schon so geredet als bekäme Griechenland Finanzhilfe. Dabei wurde “erstmal” nur “psychologische” und “politische” Hilfe zugesagt. Was das genau heißt, wissen wahrscheinlich nicht mal FrauMerkel und Herr Sarkozy.
Natürlich kann man jetzt auch lange schimpfen. Doch was sollte man tun mit Griechenland? Wie könnte eine Lösung aussehen. egghat hat da mal einige Stimmen zusammen getragen. Die Experten sind sich wie meist uneins.
Update 2 (18:38 Uhr):
Wird ja immer interessanter. Auch Westerwelle war vor einigen Tagen für politische Gespräche in Griechenland. Und was wurde da u.a. besprochen? Dreimal dürft ihr raten:
Westerwelle ermunterte die Griechen in dem Interview außerdem, sich bei der Anschaffung von Kampfflugzeugen für den Eurofighter zu entscheiden.
Ola! Die sollen zwar hart sparen, am besten bei Ihrem eigenen Volk! Eurofighter, die sollen Sie aber bitteschön mal schnell kaufen! Na looooogisch! Was für eine dreiste Aufforderung. War ja klar, dass die FDP in diesem Sumpf nicht weit weg sein kann. Hab mich ja schon gewundert, dass man von denen noch kaum was zum Thema gehört hat.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5201763,00.html
Man muss sich das einfach mal vorstellen. Der reist da hin, um den Griechen zu sagen, dass sie jetzt aber bitte ganz hart sparen müssen und im nächsten Satz faselt der was von einer Entscheidung der Griechen für den Eurofighter. Is klar!
Via fefe
Keine Überraschung. Der Eurofighter ist ein europäisches Projekt. Doch die Hauptakteuere wie die Eurofighter GmbH sitzen in Hallbergmoos in Deutschland. Hauptlieferanten und beteiligte Unternehmen sind die deutschen Unternehmen EADS und MTU.
Update 3 (21:11):
Und es wird auch immer klarer was da in Vergangenheit so alles ablief in Griechenland und warum die überhaupt in die EU kamen. Nichts ist besser für die Rüstungsindustrie als ein Land in Europa, dass einen Konflikt mit einem größeren Nachbarn hat. Hach, mit Angst und Panik lässt sich halt ne Menge Geld verdienen:
Die EU will Griechenland jetzt den jährlichen Vier-Milliarden-Scheck mit einer fetten Sonderhilfe aufstocken. Werden doch diese vier Milliarden für Waffenimporte gebraucht, und da wäre es wegen der Brandschäden knapp geworden nächstes Jahr. Schließlich sind Kaufversprechen einzulösen – Angela Merkel hat kürzlich in Athen energisch daran erinnert: Drei U-Boote vom Typ 214 will HDW Kiel/Thyssen-Krupp in Hellas noch absetzen, EADS 30 Eurofighter, Kraus-Maffei mehr als 300 Leos. Das griechische Kriegsbudget ist, gemessen am BIP, fast doppelt so hoch wie das deutsche, und dabei verteidigt Griechenland seine Freiheit nicht am Hindukusch. Es muß aber sein, hämmert die Waffenlobby den Bürgern ein, sonst nimmt euch der Türke morgen die halbe Ägäis weg und ganz Westthrazien dazu.
Holy Moly, wozu brauchen die den ganzen Kriegsscheiß? Im Ernstfall wird das eh ein Bündnisfall für die Nato. Fertig! Da wundert einen das Haushaltsdefizit nicht mehr. Denen wurden über Jahre hinweg Milliarden an Rüstungsgütern von unseren Politikern aufgeschwatzt und die eigene Waffenlobby hat noch schön die Angst geschürt. Unglaublich das alles.
Und hier haben den weiteren Hintergrund der Waffengeschäfte:
Die neue konservative griechische Regierung fühlt sich allem Anschein nach nicht mehr an die Entscheidungen ihrer Vorgänger gebunden. Der Auftrag soll neu ausgeschrieben werden. Allem Anschein nach favorisiert Karamanlis, der anders als sein Vorgänger stärker auf die Beziehungen zu den USA setzt, aus politischen Gründen den Kauf amerikanischer F-16-Jets. Um die europäischen Partner nicht zu sehr zu verärgern, prüft die Athener Regierung nun den Kauf anderer europäischer Waffensysteme wie Panzer und Fregatten.
Der Spiegel 2005
Die haben also Eurofighter bestellt oder mal angefragt und diese dann nicht abgenommen. Aus finanziellen Gründen. Da hat also mal jemand in den Geldbeutel geschaut und festgestellt: “Hey, wir können uns das nicht leisten”. Und was machten darauf hin Merkel und Co? Die sind hingefahren und haben denen dafür Panzer und Fregatten aufgeschwatzt, obwohl alle wussten (siehe ganz oben), dass sich die Griechen das eigentlich damals schon gar nicht mehr hätten leisten dürfen!
Kleiner Spaß am Rande, aus einer früheren Meldung:
Einige Rüstungskonzerne haben wohl versucht den Griechen Schrott an zu drehen. Das ist aber nicht die gute alte “Made in Deutschland” Manier!
Bei einem Test in der Ostsee habe es die griechischen Offiziere fast umgehauen: 45 Grad Schlagseite habe das Schiff bei Überwasserfahrt in unruhiger See bekommen. Das Argument, ein U-Boot sei in erster Linie für Tauchfahrten gedacht, ließen die Griechen nicht gelten. Zumal es auch mit dem Antrieb hapere, heißt es in Athen.
Tagesspiegel 2007
Und was die da so alles bestellt haben. Hier ein paar Fregatten, dort ein paar Uboote, hinter her noch 170 Panzer. Kein Wunder, dass da keiner an einer Pleite von Griechenland interessiert ist! Weil, wenn die das Bestellte nicht mehr bezahlen, dann haben einige Rüstungskonzerne wohl größere Abschreibungen vor sich. Das das ganze, neben den Banken, ein Bailout der Rüstungsindustrie wird, scheint mir immer plausibler. Was mich ja noch interessieren würde ist die Frage in welchen Geschäften die Banken in Griechenland involviert sind (dass sie hoch involviert sind ist ja keine Frage mehr)? Vermutlich keine Rüstungsgeschäfte, wie käme ich darauf!
WTF! Wozu brauchen die eigentlich neue 170 Panzer?
VN:F [1.6.2_892]
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